Sonntag, 29. August 2010

miss hexe und ich.

das häxli und ich, wir hatten heute unseren frauentag. das war ganz wunderbar. wer sie kennt, weiss, dass das kleine fräulein eh keine fisimatenten macht, sie ist einfach und findet ihre beschäftigung schon. wir haben zuerst das bad geputzt, und sie hat mir ganz fest geholfen, in dem sie alles, was auf dem bord lag – zahnbürsten, zahnpasta, duschzeugs etc – der wand entlang aufgestellt hat. «isch so guet, mami?» fragte sie nach getaner antwort; und es war ganz herzig, ihr lächeln dabei zu sehen. danach wollten wir auch im spielzimmer ordnung machen, doch dann sahen wir, dass ihre freundinnen auch draussen waren, und so gingen wir hinaus, wo der vater ihrer besten freundin die beiden mädels bespasste.

mit der mutter derselben gingen wir später ins outlet, und da es da immer so wenig leute hat, hatten es die kleinen ganz lustig. sie sprangen herum, krochen am boden herum, und immer wenn die mütter was anzogen, lachten sie uns an und das häxli sagte: «wow, so cool.» ein blick in die augen der mutter ihrer freundin sagte mir dann aber das gegenteil :-) und so bekam heute nur eine neue kleider: die kleine hexe. markenkleider für 10 stutz statt 50+, das hat sich gelohnt. nur hosen für den jungen, die haben wir noch immer nicht. aber ich war noch nie und bin auch nicht bereit, für jeans für den bollo 80 stutz hinzublättern.

ansonsten kauf ich mir einen dörrapparat. ich hab gestern salbei-zückerli gemacht gegen die diversen erkältungen, die so im haus rumschwirren, und daran muss ich noch ein wenig arbeiten. :-) spass machte es trotzdem. in meinen diversen trocknungskörben trocknen zitronenmelisse, rosenblätter, sonnenblumenblätter und so vor sich und warten auf ihre bestimmung. und: vor dem schwiegermutter-haus wächst ein berberitzenbaum, da werd ich mir noch beeren en gros holen und die trocknen und zu sirup verarbeiten. getrocknete berberitzen kriegt man nur in asia-shops, und die werden aus dem iran importiert. find ich noch krass, wo die hier im bündnerland an jedem waldrand blühen :-)) und ich glaube, in riz casimir oder so machen die sich ganz gut.

Donnerstag, 26. August 2010

kindergartenkind.

wir haben jetzt ein kindergartenkind. das sieht in der praxis so aus, dass man sagt: ach, morgen ist der letzte schöne tag des sommers. lasst uns an den tsürisee fahren! und dann fällt uns ein: nein, geht nicht, das kind muss in den kindergarten. und zwar nicht morgens, so dass man mittags noch hätte gehen können, sondern nein, nachmittags.

der bub geht gern dahin, und auch schon alleine. schon am tag 3 ging er alleine. und heute, wo eben am nachmittag war, da ging er mit dem nachbarsbub, was sehr süss aussah: zwei jungs mit streifen und taschen watscheln davon. was er im kindergarten immer macht, erzählt er nicht. und wehe, man spricht ihn darauf an, das gibt einen tobsuchtsanfall deluxe. zwischen ankunft und ansprechen müssen ein paar stunden vergehen, sonst erzählt er gar nix.

die restliche zeit verbringt der bub entweder in der anderen doppelhaushälfte oder im haus nebenan oder auf dem spielplatz. viel sieht man nicht mehr von ihm, er ist dauernd beschäftigt. so soll es sein. und ich schelte mich dafür, dass ich mir einst sorgen um seine integration machte, denn wie man sich denken konnte und mir alle gesagt haben: das wurde schon. auch das häxli ist oft in der anderen haushälfte, so oft, dass ich mich ab und zu bemüssigt sehe, sie zum znacht oder sonst was einzuladen, also die von der anderen hälfte mein ich. :-) und wenn das häxli nicht in der anderen hälfte spielt, dann ist sie bei ihrer wohl allerbesten neuen freundin, die fast gleich heisst wie sie sich selbst nennt. (ein insider. ha!)

ansonsten tröpfelt alles vor sich hin; ich habe gestern und heute viel gebastelt: zitronensirup, grüne tomatenconfi (göttlich wurde die, göttlich!), zweimal rumtopf, himbeer-essig, ein olivenmus für bruschette als geschenk und einmal für den eb weil ers so gern hat.

nächste woche beginnt das beschäftigungsprogramm, ich bin ganz gespannt, wie das so wird, und bin sicher, es tut mir gut. also einfach das aus dem haus sein. und die leute dort erscheinen mir echt gut. und eben, wenns dann nicht gut ist, dann war ich einfach wieder einmal aus dem haus. was ich irgendwie auch nicht mehr so eine tolle vorstellung finde, jetzt, wo ich so auf dem basteltrip bin. ich darf gar nicht sagen, was ich noch alles in der pipeline habe. :-))

das wär mal ein lebenszeichen gewesen; literarisch nicht sehr wertvoll, aber sonst krieg ich wieder besorgte mails und telefonanrufe was mit uns los ist. :-))

Samstag, 21. August 2010

so tage :-)

es war irgendwann heute morgen, als mir durch den kopf ging: ich glaube, ich brauch besuch von der super-nanny. ich wusste natürlich sofort, dass nicht die kinder daran schuld waren, sondern nur ich allein. und sie taten mir leid, diese super süssen, lieben kinder, als ich mir sagen musste, wie schlimm ich bin. so sind wir schnurstracks ins erdbeerenfeld, das jetzt das himbeerenfeld geworden ist. das häxli schlief ein, und der bollo und ich hatten es sehr, sehr lustig miteinander. manchmal tut es einfach gut, die umgebung zu wechseln. nachdem die zwei kisten himbeeren voll waren, holten wir papa und götti ab, die die ganze nacht im tourbus der tort.our unterwegs gewesen waren und deren augen sich zu verdächtigen schlitzen zusammengeschlossen hatten. trotzdem kriegten wir noch besuch vom bollo-götti und seiner freundin, die mit uns zum wahrscheinlich letzten mal in diesem jahr den grill in betrieb nahmen. (wobei: letztes jahr grillierten wir am 1. november kurzärmlig.) die woche war auch schnell um gewesen: am mittwoch hatte der bollo seinen letzten tag in der krippe, und zur feier des tages kochte ich am nachmittag noch schnell, schnell vier verschiedene sirups als abschiedsgeschenk (zwetschge, extrem lecker, pfirsich, noch unprobiert, ingwer-honig, zuviel honiggeschmack, limette, ungeniessbar). am donnerstag gingen wir das equipment für den kindergarten einkaufen: die captnsharky-turntasche (der bub geht ab september zweimal wöchentlich in den sportclub), hallenturnschuhe, ein ruhekissen (wir haben nur zwei zuhause, und die brauchen wir), zahnbürste und nastücher. jetzt muss er noch zweimal schlafen, und dann ists soweit, dann ist mein kleiner bub in den mühlen der gesellschaft angekommen. krass, eigentlich. weil papi und mami diesen moment nicht verpassen wollen, darf das häxli zu seinem götti über nacht. aber erst, erst gehen wir morgen alle oder fast alle mit ein paar anderen an den crestasee. und darauf, darauf freut sich der lütte schon sehr.

Dienstag, 17. August 2010

siena at last.

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was vom letzten male übrig blieb: dieses super foto auf dem heimweg durch die contrada dell' nicchio, kurz vorm ziel.


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am letzten tag gefunden: der beste aceto ever. man stelle ihn sich in tropfen auf ein paar reifen, roten erdbeeren aus, und man findet: den geschmack des sommers.

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die balkone der onda. nein, da sitzt mr darcy nicht.

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ich liebe diese gassen, dieses licht :-))

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wie italien über die liebe im alter redet.

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piazza del campo in der nacht. und das ist noch gar nix.

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hinter der häuserzeile rechts befindet sich ein hof, schöner kann man es sich nicht vorstellen: die società der contrada del bruco. man kann sich auch nicht vorstellen, wie steil diese strasse ist, und wie fest die waden am nächsten tag schmerzen, wenn man sie hinaufgelaufen ist.

und last, but not least, der vollständigkeit halber:

mr darcy and me, teil II.

dass mr darcy in der stadt weilte, lasen wir im corriere di siena. er wäre, sagte mir der eb, in der contrada dell' onda zu gast. sofort fiel mir das häxli-gotti ein, und als wir an der prova generale zum palio di siena inmitten der massen standen, suchte ich die balkone ab, dort, wo die von der onda ihre plätze haben. ich schoss ein paar fotos von ganz weit weg und dachte mir, wenn er dort irgendwo sitzt, dann kann ich ihn zu hause zu mir und zum häxli-gotti hinzoomen. es gab ein paar männer dort, die coli.n fi.rth hätten sein können, so von weitem, durch das suchobjektiv einer kleinen kompaktkamera. aber so richtig crash!boom!bang! machte es bei keinem, die dort oben standen.

nach der prova generale wanderten der eb und ich zur contrada del bruco, wo wir unser abend essen, die cena, einzunehmen gedachten. es war lustig, es wurden reden geschwungen, tränen vergossen und der reiter vorgestellt, es wurde «per forza e per l'amore» gesungen und lustigerweise sassen an unserem tisch ein paar münchner mit hausbesitz im chianti, und der junge mann, ungefähr in des ebs alter, stellte sich als genauso bruco-fanatisch heraus wie der eb. (lese: nicht so fest wie der grosse eb-bruder und der cousin, aber trotzdem eng verbunden.) bruco spricht der senese übrigens «brucho» aus, so wie die senesen auch zum carni und cane «harni» und «hane» sagen.

der weg zurück führte uns durch die halbe stadt; wie jeden abend bei schönem wetter war die piazza del campo noch immer voll mit jungen menschen, die sich aus einer bar die getränke holten, sassen, lachten, redeten und sich auf den nächsten tag freuten. der eb und ich gingen weiter, wir hatten uns die abende davor ganz schlimm betrunken und waren, auch weil wir wussten, dass wir am nächsten tag heimfahren würden, gar nicht in trinklaune.

unser siena-slang (lies: keine ahnung, wie die einheimischen das handhaben) kennt keine strassen, fast keine plätze. wir sagen: wenn man von der leocorno in die torre kommt; wir sagen, oben, in der civetta, oder, sehr beliebt: unsere bevorzugten bars salicotto (in der torre) und porrione (next to the campo, ebenfalls in der torre). wir verliessen also den campo in richtung leocorno. es war lau, der geräuschpegel war mittelhoch und dann – dann musste ich einer gruppe ausweichen.

halt, sprach ich zum eb, das ist er. das ist mr darcy. bist du sicher, fragte der eb zurück, und ja, ich war mir sicher. mr darcy kam ebenjener weg von der leocorno hinauf, den wir in begriff waren hinunter zu laufen, und es sah aus, als wäre er mit einer entourage unterwegs. der rest lief ab wie im film: ich kramte die pocketcam aus meiner tasche und hatte nur den einen gedanken im kopf: ich brauch ein bild für das häxli-gotti. das muss jetzt einfach sein.

ich war nicht die einzige, die mr darcy mittlerweile erkannt hatte. eine ältere frau lief auf ihn zu und fragte um ein autogramm. mr darcy war freundlich, es war noch nicht so, dass er massen von groupies um sich hatte, und als ich nach ein paar fehlschüssen endlich die richtige camera-einstellung hatte (mit blitz, unbedingt mit blitz!), stand der eb hinter mir und sagte: frag ihn, ob du ein foto mit ihm haben kannst. nein, sagte ich, das will ich nicht. war mir irgendwie zu peinlich. doch, sagte der eb, das machen wir jetzt. wenn schon, denn schon. may i take a picture of you and her, fragte der eb, und mr darcy nickte. so kam das foto zustande. es war jetzt nicht so der burner, ich sah ihn nicht an, er mich auch nicht, wir wechselten keine einzigen worte. vielleicht sagte ich danke, vielleicht auch nicht.

aber als nächstes schrieb ich dem häxli-gotti eine sms. erzählte ihr vom foto, und während wir durch die leocorno in richtung nicchio und damit zu uns heim liefen, fiel dem eb auf, dass mr darcy nicht das fazzoletti der onda, sondern von nicchio getragen hatte. das hiess: mr darcy war an der gleichen cena gewesen wie der kleine eb-bruder und dessen freundin.

ich habe, sagte ich zu ihnen, noch immer innerlich erregt, ein foto von mir und mr darcy. ihnen fielen fast die augen aus dem kopf, aber mehr, weil sie nicht wussten, wer das war. dann verwechselten sie ihn mit co.lin farr.ell und als der groschen endlich fiel, stellte es sich heraus, dass an der cena mit keinem wort die anwesenheit von mr darcy erwähnt wurde. der capitani begrüsste die festgemeinde mit den worten, es sei eine recht internationale gesellschaft heute, man feiere mit gästen aus england, amerika und frankreich. und weil sich alle diese nationalitäten auch am tisch vom eb-bruder und dessen freundin versammelten, hätten sie gelacht und gedacht, man spräche von ihnen.

am nächsten tag sprach keiner mehr von mr darcy, die zeitungen sprachen nur noch davon. ich sah im fernsehen die bilder von den blutüberströmten steinen, die abdrücke der säule, die nicht mehr oben hing. ausserdem hatte sich das pferd der giraffa bei der prova generale verletzt; die contrada fiel somit aus. der eb-cousin meinte darum, als ihm vom foto berichtet wurde, dass er das angesichts des toten mannes und des verletzten rosses jetzt auch nicht so der burner fände.

ich habe trotzdem freude daran.

multitasking.

es gab noch einen mann, der einen nachhaltigen eindruck hinterlassen hat.

mann-Kopie

es gäbe ganz viele worte darüber zu verlieren. ich für mich habe das noch nie gesehen. ein mann, drei kinder. eine einzige multitasking-show. eine einzige ruhe. kein gestresse, kein gehetze. und dahinter die mutter, die noch ein kind im buggy vor sich hinschob. wer das kann, sollte premierminister werden. oder so.

me and mr darcy.

mister darcy war auch in siena. und weil das häxli-gotti so fan ist, wollte ich, als er uns zufällig über den weg lief, dieses foto für sie machen.

darcy1

aber der eb fand: wenn schon denn schon und fragte mr darcy, ob er für ein foto hinstehen würde. was er tat. er war ziemlich angetütet und trägt das fazzoletti der contrada del nicchio. (mein schwager und seine freundin waren an der selben cena wie er, haben aber nix begriffen.)

darcy2

mehr dazu ein ander mal, war nämlich echt lustig. aber im moment bin ich zu müde.

Mittwoch, 11. August 2010

arrivederci :-)

morgen um diese zeit, meine damen und herren, werde ich wahrscheinlich mit dem eb in siena auf der terrasse «unseres» hauses sitzen und mich des lebens freuen. ich werde gemütlich im liegestuhl sitzen, in der einen hand eine zigi, in der anderen ein glas wein. wahrscheinlich habe ich irgendwo in einem restaurant super gegessen und bin nur um eines froh: ich kann am nächsten morgen schlafen, so lange ich will. ich kann morgens aufstehen, mich bereit machen und irgendwo in ein kafi hocken und, wenns hoch kommt, die bild-zeitung lesen. oder ein anderes magazin. (schweizer zeitungen sucht man vergebens, aber wir wohnen auch weitab der touristenströme und gehen nie dahin, wo sie sind.) ich kann an die tratta gehen, wo die pferde ausgelost werden, und ich kann einfach dasitzen und warten, bis es vorbei ist. kein kind, das heult wegen lärm, kein kind, das erklärt, nix zu sehen. undsoweiter und so fort. aber am meisten freu ich mich darauf, in unsere stammbadi zu gehen, mich dort von der sonne italiens bräunen zu lassen und später in der dining area, einen teller kalte pasta und einen wein zu trinken, ohne dass die kinder den grobkörnigen sand aus dem aschenbecher im restaurant verteilen. hach.

rage.

reloaded.

tomatenfaen

how much?

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