«schere, stein, papier» spielen kann, will er fast nix anderes mehr. der eb und ich, hossa!, können sehr oft nicht spielen, weil wir immer das gleiche wählen. hossa!
nächste stufe: «sigg, sagg, sugg!»
heute im programm: immer noch fieser husten und eine bindehautentzündung. (bei mir.)
das häxli ist purlimunter, gestern schon, und so konnte es wieder auf reise: ins bündnerland. mami und papi feierten die nacht um die ohren: zapfenstreich war morgens um 3.
der rest: kater, krank und solche sachen.
das will keiner wissen, warum ich jetzt die notfallnummer vom spital angerufen habe. und nein, es ist nicht die m.m.r.-impfung, die dem häxli (und mir) das leben schwer macht, sondern die pneumo.kokken.
(ich glaube, frau ami, ich muss doch noch zum seelenklempner.)
das häxli fiebert. ich schätze mal, da ist die impfung schuld.
frau rage hustet weiterhin, noch ärger als anfangs woche (unstoppbarer hustenanfall vor gericht, während des pläydoyers des verteidigers: what luschtisch!)
kind ab mittag zum hüten und angst vor tätlichen auseinandersetzungen beziehungsweise der nicht vorhandenen energie für die schlichtung von auseinandersetzungen. (der eb ist aber auch da.)
das vampirgedöns von twi.light und den dazu gehörenden büchern interessiert mich nicht die allerkleinste bohne. (dafür bin ich total in hunter s. thomp.son verknallt. was der schreibt! wie der schreibt! und ni.xon, by the way, war ein a*****.)
manchmal seh ich fotos mit kindern mit sabberlätzchen. ich habe keine ahnung, warum dieser kelch an mir vorbei ist. sie sabbern/ten praktisch nie oder ich habs nicht bemerkt oder im falle des bollos schon wieder vergessen. (dafür hat das häxli ein neues feature: getränk im liegen in sich hineinfliessen lassen, schoppennuggi raus und getränk aus dem mund seitlich auf die matratze fliessen lassen. macht laune beim häxli!)
es fällt mir sicher noch mehr ein. bis dahin muss ich meine neue neurose pflegen: alle viertelstunde schauen, ob der tumbler noch nicht brennt.
erwähnte ich schon, dass der tumbler jetzt ein leck hat? ist aber wurst, hauptsache die wäsche ist trocken und es hat total unvorhergesehen nicht gebrannt.
das häxli wurde heute ausgemessen und gepickst. (ja: m.m.r.) es ist 73 zenti gross und noch nicht ganz 10 kilo, gut entwickelt und ein sonnenscheinchen. der bollo hat ihr während des picks die händchen gehalten, was aber nicht zur besserung der situation beigetragen hat. es wurde ihr eine grösse von ausgewachsen nicht ganz 1,60 meter prognostiziert. das wäre zwar grösser als ich, aber doch noch ziemlich klein. ich hoffe, sie wird grösser. :-)
(der bollo wird etwa 1,9 meter, kürzlich wollte einer mit ihm pingpongspielen, weil er davon ausging, dass ein siebenjähriger vor ihm stand. das ist beim bollo das dilemma: er ist riesig, kann gut reden, aber manchmal mutet man seinem verstand zu viel zu, das er noch gar nicht können kann, weil er bei aller körperlicher grösse doch noch nicht mal vier ist.)
das häxli fiel nach der impfung in eine art komatösen schlaf, der vom papi überwacht wurde, derweil der bollo im regen in der badi das laufen mit flossen übte. ich fand dann, wenn er schon mit flossen laufen kann, dann muss er im winter unbedingt auf die skier. das laufen auf skiern sieht ähnlich aus wie das laufen in flossen.
unterdessen stank die wäsche aus dem keller, der tumbler nämlich brachte irgendeine fehlermeldung und die masse wäsche war zu gross für den raum, so dass sie nicht trocknete und ich den hauswart anrief, der mir sagte, es könne wohl erst am dienstag repariert werden.
wie durch ein wunder (ich heulte der servicetante kräftig was vor) kam dann eine halbe stunde später ein techniker vorbei und erklärte, man müsse einfach das sieb reinigen. nicht irgendein sieb, sondern das im unteren teil der maschine. diese öffnung versuchte ich schon aufzutun, was aber nicht ging. jetzt weiss ich: ein spitzer gegenstand wirkt wunder. und, das beste daran: seit alles sauber ist, trocknet der tumbler schneller als die waschmaschine wäscht.
nur: als ich jetzt die zweitletzte wäsche aus dem tumbler nahm, kam eine ganz neue fehlermeldung: heizteil reinigen.
sie sind wieder weg. morgen gehen sie zurück nach ber.lin, und ich kann sagen: es ist ewix her, dass ich jemanden so schnell in mein herz geschlossen habe. es war so extrem unkompliziert, sie war halt immer da und ich auch, so wie es früher im quartier mit allen war und nicht mehr ist, und irgendwie waren sie – die frau, der mann, das kind – einfach so unkompliziert. so, wie wir im grunde auch sind. hach. schade. aber zum abschied gabs einen reiseführer von ber.lin und ich bin sicher, den werden wir mal studieren müssen. ausgiebigst. aus der geschichtsreise vom eb wird leider nix. :-(
(ich geh mich jetzt mit hunter s. thompson trösten. wenigstens
der ist da.)
von stuart o'nan hab ich in meinem krankenlager soeben fertig gelesen. dabei geht es um ein mädchen namens kim, dass im sommer vor dem übertritt zum college spurlos verschwindet und erst ein paar jahre später gefunden wird – ob tot oder lebendig, lass ich hier offen.
das buch erzählt die ganzen jahre bis zu ihrem fund immer wieder aus der perspektive eines anderen beteiligten: ihrer mutter, ihrem vater, ihrer schwester, ihren beiden besten freundinnen und ihres freundes.
man spürt die idylle in der kleinstadt am eriesee, diese freundschaft der teenager, und die schuldgefühle, die sich jeder einzelne einredet, ob begründet oder nicht. es ist wunderschön beschrieben, mit dieser kim als epizentrum, die man nur ganz schnell am anfang kennen lernt, so als typischen teenager halt, den es nervt, mit der kleinen schwester autofahren üben zu gehen und die sich extrem darauf freut, dem mief der kleinstadt am eriesee zu entfliehen.
(in meiner jugend hab ich ein buch gelesen von einem mädchen, das in der chesapeake bay aufwuchs, oder war es die insel nantucket? ich konnte das buch nicht mehr finden, es liegt oben im estrich, jedenfalls erinnert mich die beschreibung der landschaft sehr an diese chesapeake bay oder eben das land um nantucket.)
die perspektive ist nahe, und doch nicht: ich bekam beim lesen keine verlustängste, auch dann nicht, wenn es darum geht, wie die mutter mit dem verschwinden ihrer ältesten tochter umgeht. ich könnte mir aber vorstellen, dass dieser umstand andere stören könnte.
zusammengefasst: das buch ist wunderschön, aber niemals so schön wie «engel im schnee». und ich geh jetzt zum briefkasten und schau, ob mein bestelltes buch «angst und schrecken im wahlkampf» von hunter s. thompson schon gekommen ist.
seit gestern um 17 uhr wie angeworfen: frau rage hustet sich bellend den schmutz aus den lungen. und das, wo ich viel weniger rauche als früher. vielleicht aber könnte es auch damit zusammenhängen, dass hier am see an manchen tagen die pollen wie schneeflocken in der luft rumhüpfen und den boden mit einer weissen decke überziehen. oder, wie es der bollo ausdrückte: «hey, mami, lueg mol: das sind die löwenzahne von den schweinblumen!»
(in des ebs heimat heisst der löwenzahn schweinblume.)