Mittwoch, 21. Oktober 2009

...

ich glaube, wir sind bald inhaber einer museumskarte für familien. bestätigt wurden wir hierbei von der krippe, die uns gestern für des bollos wortschatz gelobt hat. bei einem spiel, bei dem es darum ging, wer den könig ausgeraubt hat, antwortete der bollo: «vielleicht war es der vogt?» weil die kripplerin nicht wusste, was ein vogt ist, hat es der bollo dann anhand des beispiels vom gessler sehr anschaulich geschildert. und gestern, beim einschlafen, ist er neben das häxli gelegen, hat ihr erst über den kopf gestrichen und dazu schlaf, kindlein, schlaf gesungen und ihr dann sehr wort- und gestenreich die geschichte vom wilhelm tell und dem gessler erzählt. das alles hatte wiederum zur folge, dass des bollos erste frage, als er aufstand heute morgen, war: «wo ist der walterli?»

edit: ein museumspass für familien gibz für 255 stutz im jahr. würde sich für uns mehr als eine zookarte lohnen. aber, weil meine genossenschaftsbankkarte schon ein museumspass ist, gibz die für den eb für 30 stutz dazu. kinder sind eh gratis. also: LOHNT AUF JEDEN FALL! off topic: nächste stationen sind wohl grandson und arenenberg :-)

Montag, 19. Oktober 2009

schni-schna-schnöpsel.

bodennebel
wunderschöne stimmung über dem zürichsee: bodennebel steigt auf.

ansonsten: nix. wir haben: eine neue küche, einen boden, das bad kommt am donnerstag, und die farbe der küche auch. ich tendiere zu orange, auf jeden fall was farbiges. die architekten haben, lustisch, lustisch, beim küchenfenster zu wenig platz einberechnet, so dass man über dem schüttstein den im prinzip stehenden seitenflügel auch zum putzen nicht öffnen kann. ich lachte mich kurz kaputt, der innenarchitekt schaute weg und gut war. (manchmal denk ich: sachen gibz, das kann einfach nur ein mann erfinden. ehrenwort, man merkt das immer wieder, insbesondere beim hausbau.

aber wir freuen uns sehr; endlich mehr platz, endlich nicht mehr so viel reisen :-)) hach!

Samstag, 17. Oktober 2009

missed.

das lustigste hab ich wieder vergessen. im hotel tell gab es im zimmer nur einen wasserhahn, und als der bollo das sah, sagte er: «hier haben der tell und der walterli die zähne geputzt!» und beim anblick des kleinen tischlis, das im zimmer stand, meinte der bollo: «hier hat der tell amix seinen computer aufgestellt.»

hach, wie war das schön. jeder schritt hat den nächsten ergeben, und am schluss waren wir alle ziemlich happy. sogar der eb meinte, es sei mit kindern noch anders als mit der schule. wieviele male er hut grüssen spielen musste mit dem bollo! es war echt hammer. und die leute freundlich wie nie.

Freitag, 16. Oktober 2009

von luzern nach altdorf zue :-)

«komm», sagte der eb, «wir gehen ins verkehrshaus.» «eb», sagte frau rage eingangs zürich, «wir kehren wieder um. das wird ein flop.»

es kam dann alles ganz anders. das verkehrshaus war cool, wenn wir auch fanden, das unsere kiz noch eine nummer zu klein sind. der eintrittspreis war human, wenn man bedenkt, dass ich mit der genossenschaftsbankkarte mehr als die hälfte gespart habe. der bollo fand vor allem die baustelle lässig, und das häxli war kaum mehr von der tinguely-kugelbahn wegzukriegen.

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den wegweiser hier haben wir schon lange nicht mehr benutzt, er stach mir wie ein schlechtes gewissen mitten ins herz :-))

«komm», sagte der eb nach der besichtigung des verkehrshauses, «wenn wir schon da sind, dann können wir noch schnell nach altdorf.» das ist schon lange des bollos wunsch, seit ihm sein vater die geschichte vom nationalhelden erzählt hat. so durfte der bollo endlich, endlich einmal in des tellen antlitz kucken. in altdorf!

«komm», sagte der eb, «wenn wir schon da sind, dann gehen wir noch nach bürglen ins museum.» das war leider geschlossen, aber weil es schon 17 uhr war und das tellhotel – neben! dem! wohnhaus! vom! tell! – so kuschelig aussah, beschlossen wir kurzerhand, dort zu bleiben. wir hatten nix dabei, obwohl ich lustigerweise noch morgens dran dachte: soll ich ein survival-kit einpacken? so kauften wir windeln, deo, zahnbürsten und pischis und blieben die nacht dort.

das hotel war klein, aber sehr fei, und was mir vor allem aufgefallen ist: die leute sind extrem nett. wirklich, so netten leuten bin ich schon länger nicht mehr begegnet. die frau im hotel, die frau im sport geschäft, einfach alle fingen sofort an zu reden, zu helfen und zu was auch immer. das wir wegen tell da war, fanden die allerdings – gähn.

«komm», sagte der eb am nächsten morgen, «wenn wir schon da sind, gehen wir noch ins bundesbriefmuseum.» auf dem weg dahin liessen wir die tellsplatte und die kapelle hinter uns und erzählten dem bollo gar nicht erst davon. als er aber im bundesbriefmuseum die nachstellung der schlacht am morgarten sah, wollte er kaum mehr raus. dass gleich daneben unter glas der bundesbrief liegt, den jedes kind auswendig lernen muss («wir wollen sein ein einzig volk von brüdern, in keiner not uns trennen und gefahr» usw.), war dem kind egal. aber die kanonen vor dem haus! die waren der feger. «mami! foto machen! ausdrucken! ausschneiden! auf karton kleben!» usw.

den schluss des ausflugs bildete die hohle gasse. die hohle gasse, wo der tell den gessler erschoss. danach war auch der bollo wieder ready, nach hause zu gehen. seine letzten worte heute: «das ist so traurig, dass der tell gestorben ist, weil er einen kleinen bub aus den fluten gerettet hat.»

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Dienstag, 13. Oktober 2009

apfel-telefon.

heute war ein guter tag, neue leute kennen zu lernen. nicht dass ich das wollte oder brauchte, es kam einfach so. dass es so kam, realisierte ich allerdings erst, als ich beim dritten telefon an den eb nicht den eb, sondern eine dritte person erwischte. freundlich erklärte mir die dame am anderen ende ihre nummer, und da war das problem geklärt: statt der 4 wählt das telefon, so ein altes zum drehen, die 3. (es kamen dann noch ein paar anrufe von leuten, denen ich unter der nummer meiner eltern anrief. auch dabei handelte es sich um unbekannte. eine sprach, als ich meinen namen sagte, aus rücksicht sogar hochdeutsch, was ich in glänzendem schweizerdeutsch parierte. watt luschtisch!)

warum ich plötzlich zur festnetz-telefoniererin wurde? weil mein apfel-telefon wahrscheinlich in den ferien geblieben ist. mein bruder versucht seit heute morgen herauszufinden, wo es geblieben ist. noch am morgen hiess es, es sei hier bei mir. jetzt heisst es: es ist in chur. dort kann es aber keinesfalls sein, es ist entweder in den ferien oder bei mir. wie es hierher kam, wäre ein rätsel, weil ich es seit einem fehlgeleiteten telefonanruf gestern morgen, wo ich meinem lieben freund mgb aus versehen anrief, nicht mehr gesehen habe. der mgb befand sich in den ferien bei mir (wie auch seine frau, sein sohn und ein paar weitere gemeinsame freunde).

natürlich, es wäre cool, ein telefon zu haben, insbesondere, wenn ich mit dem eb zum zmittag abgemacht hätte. mich nervt auch nicht, dass ich es nicht habe, weil alles, was ich mit dem telefon mache, kann ich auch mit dem computer machen (ausser telefonieren, heimatdonner, blödes festnetztelefon!). mich nervt nur, dass ich nicht weiss, wo es ist. und ich hoffe inständig, dass es nicht in dem berg bettwäsche ist, der bald in die maschine kommt. das wäre echt ein stress. ansonsten kann ich gern warten, bis es wieder bei mir ist.

ein gutes hat die sache ja: die koffer waren in rekordzeit ausgepackt und die wäschestücke sind alle dort, wo sie hingehören. :-)) falls sich jemand fragt, warum ich nicht schon dort auf mein telefon angerufen habe, muss ich leider gottes sagen: es war auf praktisch lautlos eingestellt. auch etwas, das ich gelernt habe: nie mehr praktisch lautlos.

edit: es lag im reisebettli. ich habs also wieder. uff!

kindliche genderisierung.

«komm», sagte ich heute morgen zum bollo, «ich zieh dich an.» sekunden später sehe ich das häxli am boden kauernd, die unterhose in ihren kleinen händchen parat gemacht, so dass der bollo nur noch hineinzusteigen brauchte. danach brachte das kleine häxli dem grossen bruder erst den einen, dann den andern socken.

(all die studien der gleichberechtigung, all die sekundärliteratur zum thema, die sie praktisch mit der muttermilch eingesogen bekam – es nutzte nix bei meiner kleinen, süssen, starrköpfigen tochter.)

rage.

reloaded.

tomatenfaen

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