Sonntag, 29. November 2009

bollos worte.

  • «ist die grosse eisenbahn immer noch beim manndli? ist das manndli immer noch in den ferien?»
  • «ok, wir können schon an den weihnachtsmarkt. aber zuerst gehen wir zu lill'lill, ok?»
  • «mami, ich hab dich so lieb, dass ich grad weinen muss.»

    ehrlich gesagt: das kind plappert dermassen viel in letzter zeit, dass wir den wettbewerb «wer am längsten still ist, hat gewonnen» einführten. in der drauffolgenden stille machte der eb ein paar medidationsübungen, die von seiner tochter natürlich sofort übernommen wurden. der bollo und ich waren in der zwischenzeit weiter ruhig: wenn wir gewinnen wollen, dann wollen wir gewinnen.
  • weil die realität zum weinen ist,

    weiche ich auf die kulinarik aus: kerbel ist mein neuer basilikum. ich liebe kerbel. hat mit einer jugenderinnerung zu tun: in belgien gab es dosensuppen, die suchen hier seinesgleichen. eine davon war kervelsoep mit fleischchügeli. yummieh! mit kerbel hab ich kürzlich eine pastasauce, bestehend aus gedünsteten champignons und geschwärzten zweibeln gemacht. what a delicious food! heute dann gabs, das hab ich aus einem frauenheftli, in orangensaft und honig gedünstete bundrüebli und dann mit schafskäse überbacken. dazu polenta: die perfekte henkersmahlzeit für die offene, tolerante schweiz.

    Samstag, 28. November 2009

    schnöpsel.

  • das häxli hat einen neuen spleen: es sagt «kacka», man zieht ihr die windel ab, und dann, irgendwann, kann man das geschäft vom teppich wegkratzen. macht laune! noch mehr laune machts, wenn man merkt, dass die ziellandung ins töpfchen nur deshalb gescheitert ist, weil töcherchen nach dem ersten furz wieder aufgestanden ist. aber wichtig tun dabei, das kann sie.
  • beim geschäft abkratzen fiel mir auf: es blieb auch ein fleck auf dem sitzsack liegen, den der bollo von meinen gottamaiteli geschenkt bekommen hat. blöd, blöd, weil beim abzug des überzugs stellte es sich heraus, dass der inhalt sich schon verselbstständigt hatte – und es auch weiterhin tat. merke: wenn 10000000 styroporkügelchen rumliegen, nutzt der handstaubsauger mehr als der normale sauger.
  • der bollo war heute das erste mal bei der probe fürs krippenspiel der kirche. wie erwartet zog er in meinem beisein eine riesige show ab, auf die selbst ich keine lust mehr hatte. so hab ich mich unter dem vorwand einer zigi rausgeschlichen und ging die einkäufe erledigen. resultat: kind bestens integriert, problemloser ablauf. er ist ein soldat; der muss nix sagen.
  • so. weiterstricken. ICH WILL DAS RÖCKLI AM KIND SEHEN!
  • Freitag, 27. November 2009

    schnöpsel.

  • mögen andere familien waschen, aufräumen etc. – ich, glückliche rage, stricke. (das röckli für die tochter steht kurz vor vollendung, am sonntag dürfe ich es geschafft haben.)
  • aufräumen muss ich trotzdem: hier herrscht das blanke chaos. ein paar volle kisten sind gestern mit mann und kindern ins bündnerland gereist.
  • bis ende februar muss alles geschafft sein. tönt nach viel zeit; ist es aber nicht. wir haben ja noch feiertage und anderes zu verkraften, und ich wette: nach weihnachten rast die zeit. note to myself: krippe künden, wohnung künden, neue krippe anmelden, usw.
  • in der aktuellen krippe werden bereits tränen vergossen. es scheint, dass unsere kiz beliebt sind. «nein, wir lassen sie nicht gehen.»
  • einmal mehr auf den pöstler gewartet und aufgeschnauft, als er ohne zu klingeln weitergefahren ist. uff! (note to myself: unbedingt steuern zahlen.)
  • zum thema steuern: ich habs noch nie so versifft wie dieses jahr und gnade gott, das wird mir nie mehr passieren. ich habs noch nie versifft, nur dieses jahr, aber die folgen: schlimm. und das, obwohl ich fast keine steuern zahlen muss.
  • so. weiterstricken. ICH WILL DAS RÖCKLI AM KIND SEHEN!
  • Mittwoch, 25. November 2009

    hilfe!

    es gibt scheinz eine iapp, in der man den inhalt des küchenschranks eingeben kann und die zaubert dann ein virtuelles menu. nur leider find ich die nicht. aber vielleicht weiss mein personal firefighter die lösung?

    ...

    Dienstag, 24. November 2009

    wort zum sonntag.

    immer wieder kehren meine gedanken zu diesem artikel zurück, den ich in meinem vorletzten beitrag erwähnt habe: glaub oder stirb aus dem ta.gi.ma.gi. erst kürzlich kam mir die eingebung, dass das alles eine metapher auf die init.iative ist, über die wir nächsten sonntag abstimmen. (ein paar rechte wollen die mi.na.ret.te im land verbieten.) immer wieder wird dabei argumentiert, dass der mu.slim als solcher ein böser sei, seine frau grundsätzlich misshandle und im übrigen seine zeit in der moschee damit verbringe, den nächsten anschlag zu planen. besonders aber wird – ausgerechnet von den rechten – damit argumentiert, dass die frauen im is.lam unterdrückt werden.

    das mag alles sein, beziehungsweise, wird wohl vorkommen, müssen wir uns eingestehen: ist schon passiert. das alles hat zwar nix mit den min.a.rett.en zu tun; aber wenn wir mal schon beim thema sind, so zeigt gerade der artikel, dass andere religionen nicht besser sind. ich schrieb von meiner jugend inmitten von evangelikanen sektierern. eine meiner nachbarinnen, die sich nicht mit dem religiösen eifer ihrer familie identifizieren konnte, wurde praktisch von der familie verstossen. das wiegt in unseren breitengraden schwer, find ich.

    ich erwähnte nicht, dass ich als kind mitglied der hei.lsarm.ee war. das kam so, weil es die einzigen pfa.dfi.nder waren, die in der nachbarschaft war, in der kleinstadt, in der ich einen teil meiner kindheit verbrachte. meine eltern waren nicht dabei, meine mutter kam aber ab und zu ins lager mit. in der hei.lsarm.ee geht es, wie der name schon sagt, ziemlich militärisch zu und her, salutieren und der ganze kram, fahnenschwur und bibelstunde vor dem morgenessen, das gab es alles.

    das alles hab ich dem eb heute wieder einmal erzählt; es ging dabei auch um lieder, die wir damals gesungen haben. darin hiess es in dem einen: «trag den christi banner hoch/in den heil'gen krieg/satan kommt zu falle/doch unser ist der sieg.» und jetzt bitte, soll mir einer sagen, das sei harmloser als das amen in der kirche.

    rage.

    reloaded.

    tomatenfaen

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