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Donnerstag, 29. Oktober 2009

parkett.

bevor ich daran dachte, ein haus zu kaufen, dachte ich vor allem eines: nie, nie mehr spannteppich. es ist zwar wunderbar kuschelig, aber nicht kindertauglich. die ärgsten flecken aber sind nicht von den kindern, sondern vom eb: flecken von umgeschmissenen kaffeetassen bringt man auch mit vanish oxy action nicht weg.

dann dachte ich daran, ein haus zu kaufen, und weil ich schon in vielen häusern war, hab ich mir mein eigenes längst aus der summe dieser zusammen gebaut. es war klar: plattenböden erleichtern vieles und sind pflegeleicht. es gibt auch schöne, die nicht all zu teuer sind. in dem haus, in dem wir bald leben werden, war ein matt-schwarzer plattenboden eingeplant, der mir im prinzip auf anhieb gefallen hat. dem eb gefiel ein anderer, leicht blaugrauer – wer unser auto kennt: ungefähr in diesem farbton – mit dunkleren, wolkenstrukturähnlichen aufmalungen drauf. gefiel mir nicht.

seit heute weiss ich: wir hatten keine ahnung. schon vor ein paar wochen haben wir mal probeweise parkett geguckt, und uns natürlich spontan und wirklich einig in den gleichen boden verliebt. es war in diesem möbelgeschäft einer von der teureren sorte und war ungefähr so, wie ich mir einen piratenschiffboden vorstelle. breite dielen, die strotzen vor leben und nur wenig aufbereitet wurden.

mit dieser vorstellung sind wir heute ins tiefe bündneroberland gefahren und berichteten mit leicht weinerlicher stimme vom boden unseres traumes. und siehe da: eiche, handgehobelt, mit durchsichtigem bio-öl oder so behandelt. es war liebe auf den ersten blick. sämtliche plattenböden waren sofort aus unserem gedächtnis verschwunden, jetzt wird die ganze hütte mit diesem unglaublich schönen parkett verlegt. zum preis der platten. kratzer machen nicht viel, weil er nicht lackiert oder wie das ding heisst ist, und überhaupt der ganze boden eine eher unruhige angelegenheit ist.

das ganze hat aber blöderweise auch auswirkungen auf die küche. die oberfläche wird aus rauhem antrazithigem granit gestaltet, und wir waren uns nicht ganz sicher, ob die möbel in orange oder grün gemalt werden sollen, um den dunklen platten am boden und der arbeitsfläche einen kontrapunkt zu setzen. mit einem hellen boden sehen aber orange und grün recht blöd aus, weshalb wir nochmals umschwenkten und uns für weinrot/dunkelgrau entschieden.

einig waren wir uns auch bei der badewanne, und zwar sofort. und nur 200 franken teurer als die sanitäreigene linie, aus emaille, mit kopf- und fussenden zum liegen, weiss und überhaupt das richtige für uns kampfbader. da lohnt es sich wohl, in etwas zu investieren, das uns wirklich gefällt. wie beim boden.

das nächste haus kauf ich schlüsselfertig.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

alt werden by bollo.

woran man auch merkt, dass das kind älter wird – abgesehen von der anmeldung für den kindergarten, die vorgestern ins haus flatterte, die ich aber mit den worten: «wir schicken unseren sohn nicht in den kindergarten» wieder zurück sandte – ist: er darf, wenn er will, beim krippenspiel der kirche mitmachen.

bin gespannt, ob er will. zur auswahl stehen: eine person aus nazareth, ein soldat, ein engel, ein hirte, ein könig, ein schaf oder eine rolle mit wenig text zur verfügung.

Dienstag, 27. Oktober 2009

eine tasse kafi für 1200 stutz.

uns ist was wirklich extrem lustiges passiert. es ist so lustig, dass ich davon noch eine ganze weile zehren werde, ahahahahahahahaha! am sonntag haben wir ja das neue dock am flughafen besucht. das neue dock hat eine aussichtsterrasse und ist für gemeine bürger wie den eb, die kiz und mich nur per bus zu erreichen. wenn man in diesen bus steigen will, muss man eine sicherheitskontrolle über sich ergehen lassen, die sich meines wissens nicht von einer kontrolle als flugpassagier unterscheidet, mit dem unterschied, dass man am schluss nur auf einer besucherterrasse steht und nicht in einem flugzeug sitzt.

in dieser kontrolle blieben wir hängen; wir hatten nämlich einen bogen von einem pfeilbogen im gepäck. der war schon lange unter dem kinderwagen verstaut, und auf die terrasse mitnehmen geht nicht, weil: man könnte ja irgendwelche dinge auf die flugis schiessen. zum beispiel eine der glasscherben, die zur deko auf dem dach rumliegen. die farbigen, geschliffenen, man kennt die ja. oder auch andere dinge, die in der tasche waren und alleine, ohne den bogen vom pfeilbogen, im prinzip nicht gefährlich wären, als wurfgeschoss auf einem flugzeug aber schon. wir wurden angewiesen, den bogen in einem schliessfach zu versorgen, andernfalls hätten wir nicht auf die terrasse gedurft.

bei der rückkehr war der bogen vergessen. er hatte uns auch nicht nachhaltiger beschäftigt, ausser, dass uns total klar war, dass man den nicht auf die terrasse mitnehmen durfte. dass wir den überhaupt mitgebracht hatten, kam uns erst wieder in den sinn, als wir das flughafengelände schon verlassen hatten; zu spät und zu faul, um nochmals umzukehren. «rage», sagte der eb, «ruf da an und sag, wir würden den schlüssel zuschicken.»

frau rage, treusorgende ehefrau und ganz neue besitzerin eines flughafenschliessfachschlüssels, rief da an. man weiss ja nie, war unser gedanke, in welcher datei man abgespeichert wurde. und dann, plötzlich, steht die polizei vor einem, weil sie einen für einen terroristen hält, einen, der sich nicht zu schade ist, einen kinderwagen als waffe einzusetzen oder irgendwas in die richtung. dem herren, der am anderen ende abnahm, war das alles wurst. «ja», sagte er, «schicken sie doch den schlüssel zu. danke.» denken tat er, dachte sich frau rage: «lass mich in ruhe mit diesem peanut.»

zuhause kam frau rage in den sinn: der schlüssel muss gar nicht geschickt werden, der mann der trauzeugin arbeitet ja am flughafen. er soll den schlüssel zurück geben! dann spart man locker eine briefmarke und weiss auch, dass der schlüssel am schluss ans richtige ort kommt, nicht dass wieder eine nilpe dasitzt wie der herr am telefon und nicht weiss, was damit anfangen.

heute dann ein telefon vom mann der trauzeugin. «frau rage», erklärte er, «du hast einen polizeieinsatz ausgelöst.» «warum», fragte frau rage. «die mussten das schliessfach unter polizeischutz öffnen.» «aber ich hab doch extra angerufen und gesagt, dass da nix gefährliches drin sei und dass der schlüssel dazu bald kommt!» «ach», sagte der mann der trauzeugin, «ist eh wurst, ich hab denen gesagt, du seist kein böser mensch, und damit hatte es sich.» ok, wunderte sich frau rage. «aber dass du den schlüssel zurück gibst, damit spart der flughafen 1200 franken für ein neues kästli.» ok, wunderte sich frau rage. «der mann hat mir gesagt, ich soll dir dafür mal einen kaffee zahlen.»

das ist lieb vom flughafen. das ist auch echt kundenfreundlich: einen kaffee zu spendieren, wenn man einen schlüssel dort vergessen hat. cool, machen wir wieder mal. wir wissen jetzt ja: es wird uns keiner je kennen.

Sonntag, 25. Oktober 2009

kulturelle highlights.

das häxli-gotti und ich hatten diese woche unsere literatur-woche: erst waren wir an der lesung von margaret atwood und gestern noch bei alice schwarzer.

mehr dazu vielleicht später, wenn ich mich aufgewärmt habe.

kaugummitag.

  • die kiz waren tapfer: sie haben uns bis um sieben, ähem, sechs uhr schlafen lassen.
  • flugzeuge machen bei regen ganz andere geräusche als bei sonnenschein #flugzeugwatching
  • dialog unter teenagern auf der eisbahn (die war neben der wiese, wo wir football schauen gingen): «schluss?», fragt die eine, freudig erregt. «nein», antwortet die andere verschmitzt lächelnd, «noch nicht ganz.» «gell», sagte die andere, «ich frag dich immer, ob du schon schluss gemacht hast.» («gott», denk ich, «bin ich froh, dass ich kein teenager mehr bin.»)
  • das häxli zeigt djane-qualitäten: sobald wir im auto sitzen, will sie «talia!» hören. «talia!» auf deutsch: «viva l'italia.»
  • der bollo gab noch ein paar lustige bonmots von sich, die ich aber samt und sonders vergessen habe. er sitzt jetzt alleine in der badewanne während das häxli friedlich im zimmer hockt und sich was kocht. irgendwie sind 8 stunden frischluftbetankung bei regen eben doch viel, wenn die innere uhr schon 18 uhr zeigt. :-)
  • Freitag, 23. Oktober 2009

    städterin, das war einmal.

    rage.

    reloaded.

    tomatenfaen

    how much?

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    himmelblau. - 14. Jun, 10:51

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