Montag, 29. Juni 2009

farewell, e.

fünf jahre war diese wohnung in e., klein, fein und an unbezahlbarer lage, der rückzugsort deluxe. ich erinnere mich an einen abend, da war ich mit einer freundin im kino, und ich kam nach hause, der eb hatte seine brüder geladen, wir waren alle noch kinderlos, und es war warm und hell und heimelig und ich dachte: so fühlt sich das an, heimkommen. dann kamen die kinder, der platz wurde enger. die wohnung ist chaotisch, wirklich ordnung haben praktisch unmöglich, und: sobald eine kiste lego am boden liegt, kriegt man platzangst. überhaupt, wenn etwas am boden liegt, sieht das sofort aus, wie wenn wir unfähig wären, ordnung zu haben. ich habs aufgegeben mittlerweile, aber dann und wann nagt es – trotz allem bin ich steinbock mit aszendent jungfrau :-))

all das war mir bewusst, doch die wohnung hat einfach etwas unbezahlbares: den see vor der tür. eine nachbarschaft zum umarmen. manche freundinnen spotteten zwar: gell, aus dieser wohnung gehst nie raus. doch, sagte ich: irgendwann. ich wusste, der moment kommt, irgendwann.

und ich glaube, jetzt ist er da. mittlerweile reicht ein wochenende bei der schwägerin, die in einer grossen 5,5-zimmerwohnung wohnt, um bei der heimreise kein heimkommen mehr zu empfinden. meine wohnung, unsere höhle, wie wir es immer nannten, ist zu einem durchgangsort geworden, zu einem ort, in dem wir noch sind, bevor wir wieder woanders hingehen (zur schwägerin, in die ferien, oder sonst irgendwo).

diesen sommer machen wir noch, sagten wir. den see geniessen und die pergola, die jetzt doch auf kosten der vermieter gebaut wird. noch ein paar gartenparties, und dann heisst es wohl: tschau, e. ich glaube, ich war nie so glücklich in meinem leben wie hier. es war wunderbar. aber es ist zeit für etwas neues. ein neues abenteuer.

Sonntag, 28. Juni 2009

schnöpsel

  • familie rage hat die wohnung vom schwager gekaptet und lebt auch ohne die schwager-familie, die schon einmal in sie.na einen augenschein nehmen, sehr gut da.
  • das häxli, das ausserhalb der eigenen vier wände keinen maxi-cosi als einschlafhilfe zur verfügung hat, hat erst geschlafen, als wir sie im gästezimmer in den kinderwagen legten und hin- und herschoben. die gar nicht co2-neutrale autofahrt ins nachbardorf und wieder zurück hatte davor nur beim bollo einschläfernde wirkung gezeigt.
  • der bollo war heute ohne mittagsschlaf und trotzdem friedlich wie ein lamm.
  • unvergesen, aber scheinbar schon wieder eine ewigkeit her: frau rage und der bollo waren solo bei lill'lill und habe den swimming-pool auf der dachterrasse ausprobiert. danke für den nachmittag und den feinen znacht! (der bollo redet seither wieder nur noch von eurem wohnort, er findet nämlich lustig, dass ihr nicht im, sondern in wohnt :-))
  • das häxli läuft schon weitere strecken. etwa wenn sie vom papi zum mami läuft und mami sich dann hinterschi davonmacht, dann läuft sie auch mal ganz weit. und lacht und hat freude, wenn man sagt: bravo, häxli!
  • dem eb seine mannschaft hat gewonnen. seniors und juniors, das hat jetzt 20 jahre lang keier mehr geschafft. es geht dabei ums heimrecht am halbfinal. oder so. (die züzis zogen geschlagen von dannen.)
  • nächstes wochenende hab ich kinderfreies wochenende. unter einem haufen mädels in meiner alten heimat. whatt freu isch misch!
  • Donnerstag, 25. Juni 2009

    she did it!

    das häxli kann laufen. vom papi zum mami und vom mami zum papi. vom papi zum mami und vom mami zum papi. vom papi zum mami und vom mami zum papi. (da capo al fine.) mehr noch nicht, ist aber ein anfang.

    kommentar vom eb: «jetzt wird es zeit für ein drittes kind.»

    Samstag, 20. Juni 2009

    schnöpsel.

  • bild von des ebs weekend: in pinke leggins gewandet, leoparden-body drüber, gummi-susi im arm. amer eb! es sieht grausam lustig aus, aber ich kann das hier nicht posten. deshalb: stellt es euch vor eurem geistigen auge vor und tut die wirkung verdoppeln, dann habt ihr des ebs ausstattung. heimet!
  • die tochter ist hier geblieben, der sohn macht das bündnerland unsicher. es ist einfach schön, ab und zu mal nur die tochter um sich zu haben. (sie hat heute eifrig gewaschene unterhosen in einen kessel eingefüllt und wieder rausgenommen, wie ein perpetum mobile.)
  • schön ist: wenn der eb weg ist, kann man fleisch essen, ohne dass es dumme sprüche gibt.
  • auf feissbuck hab ich festgestellt: meinen sohn gibt schon zwei mal, meine tochter nur in abgewandelter form.
  • so. die nacht wird wohl nicht so lange dauern, deshalb geh ich wohl bald in die heia. gute nacht!
  • Freitag, 19. Juni 2009

    bevor die familie brüllen

    in mein leben trat, träumte ich von einem hexenhäuschen, wie ich mir die grüne villa von frau mutti vorstelle. so ein kleines knusperhäuschen mit einem irregrossen essbereich, in den ich dann meine bücherwand stellen würde. dazu gehörte ein tisch, ein alter, verlebter holztisch mit mindestens zehn plätzen, für viel besuch, viel wein und viel geistreiche gespräche. die küche dürfte ein spülbecken von der alten sorte haben, so ein emaille-teil (oder?), und bitteschön einen steinboden der ganz alten sorte, mit hübschem muster und der einen oder anderen fehlenden kante. kurz gesagt: das haus sollte eine geschichte und eine seele haben.

    dann trat die familie brüllen in mein leben. sie wohnen, und ich erlaube mir jetzt, das zu schreiben, auch, weil der herr brüllen schon einige male zurückgespöttelt hat, in einer reihenhaus-siedlung, die ich früher als «hasenstall» abgewertet habe. mit dem unterschied, dass es wohl dermassen viele andere leute gibt, dass man im gegensatz zu hier, wo alle recht nah aufeinander wohnen, getrost die spreu vom weizen trennen kann, ohne dass es sozial nachteilige folgen für alle beteiligten hätte. (ist hier nicht möglich.)

    nun haben der eb heute ein haus besichtigt, von dem erst das fundament für die treppe aus der garage gelegt ist. es steht unterhalb eines idyllischen weinbergs, in der nachbarschaft zu einem wunderschönen schloss und unterhalb einer steinmauer, die garantiert unter denkmalschutz steht. aber: es ist teil einer siedlung, die zwar nicht mal ein fünftel so gross ist wie die der brüllens, und doch, ich könnte mir vorstellen, da zu leben. in einem neubau. fünfeinhalb zimmer, ein garten, der auch ein gemüsebeetchen ertragen würde und doch noch platz für ein planschbecken hätte, und das erst noch mit erdwärme geheizt würde. (meine neuen präferenzen: erdwärmepumpe und gemüsebeet. fragen sie mich in einem anderen leben wieder danach.)

    einziger nachteil: es wäre doppelt so weit von den brüllens entfernt wie jetzt und hätte, lieber little q., keinen see in der nähe. aber erst die sache mal setzen lassen. stay tuned! :-)

    schnöpselchens.

  • kurz nachdem die regenwand hinter uns verschwand, tanzten der bollo und ich im bleibenden sommerregen.
  • als auch der sommerregen vorbei war, hüpften der bollo und ich ins planschbecken. mit den kleidern.
  • das häxli hat diese nacht eine stunde schlafpause eingelegt. glücklicherweise vor mitternacht. sie hat einen ganzen schoppen wasser runtergeschluckt, wie wenn sie den ganzen tag nix gegessen hätte.
  • gestern kam ein wal und hat den bollo vom boot geschmissen. der fand das gar nicht lustig, und als wir der kinderkrankenschwester, die ja wegen wels-angst nicht ins wasser geht, sagten, ein riesenfisch habe das boot umgeworfen, fand sie es auch gar nicht lustig. erst die erklärung «der fisch war 1,54 meter gross und hatte schwarze, krausige haare» besänftigte das sanfte kinderkrankenschwesterngemüt.
  • es tut sich was und ich bin uffjerescht, uffjerescht, uffjerescht!
  • tipps gesucht.

    kann mir einer sagen, wie die bruthitze aus dem gemäuer verschwindet? ist ja unerträglich!

    ansonsten hat der eb ab dem nachmittag verlängertes kollegen-wochenende mit lauter überraschungen und ich bin gespannt wie ein flitzebogen, was die alles mit ihm anstellen werden.

    rage.

    reloaded.

    tomatenfaen

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