Samstag, 22. August 2009

street view.

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im nachbarort war chilbi; familie rage pilgerte zu fuss dahin. das häxli feierte eine premiere: das erste mal in einem karrussell! der bollo, letztes jahr bei allem, was schnell ist, noch vorne dabei, geriet bei dieser, die ihm noch letztes jahr zu langsam und langweilig war, in panik. er ging auch nur mit, um auf seine schwester aufzupassen.

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der bollo hatte auch angst vor der geisterbahn; ganz im gegensatz zu seiner schwester. «sie darf nicht da rein!», schrie er, panisch vor angst. «nimm sie weg, mami, SIE DARF NICHT DA REIN!» das häxli seinerseits hatte null panik vor den spinnen, sondern ihre helle freude daran und war sehr erbost, als wir sie dort wegzerrten.

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was der bollo immer gern macht: ponyreiten. auch das häxli sass auf dem rücken eines mini-pferdes. (aber die fotos wurden zu unscharf.)

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danach: piratenschiff zeichnen vor der badi. wer kennt die flagge, die am boden liegt? für regelmässige gr-fahrer sollte das kein problem sein :-)) die bekam er auch nur, weil er eigentlich den «original»-besitzer fragen wollte, ob er seine haben kann. ich bin froh, hat er sich für das kleinere modell entschieden. (jetzt mal ich ihm dann noch ein piraten-shirt und dann ist das outfit perfekt. kann mir einer sagen, wo dieses piraten-gen herkommt?)

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wer behauptete, heute sei kein badetag gewesen, darf sich von meiner tochter eines besseren belehren lassen: für sie ist jeder tag ein badi-tag.

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bilder, wie man sie eigentlich nur im herzen behalten sollte.

das häxli

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trägt zöpfli. (heute auf dem flohmarkt play.mobil-figuren für 20 stutz erstanden. anyone, der auch noch loswerden will?)

Freitag, 21. August 2009

«heartland» von joey goebbel.

wie bereits berichtet, ging ich in die buchhandlung meines vertrauens und fragte: was muss man gelesen haben? der buchhändler sagte mir: versuchen sie es mit heartland von joey goebbel. manchmal nervt man sich zwar, aber sie werden nicht enttäuscht.

tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht. die story an sich ist zuweilen sehr wirr, aber irgendwie, so wie es geschrieben ist, machz wie sinn. es geht um eugene mapother, der von allen nur blue gene genannt wird. der mittzwanziger fristet sein dasein als verkäufer bei wal-mart und lebt in einem trailerpark. niemand weiss, dass er im grunde genommen stinkreich ist und seine familie eng mit einem konzern verbunden ist, der raucherwaren herstellt.

eines tages, da verkauft er auf dem flohmarkt grad seine jugenderinnerungen, taucht seine mutter auf, die ihn im wahlkampfteam seines bruders haben will. die familie ist religiös, der bruder 13 jahre älter, und er soll ins repräsetantenhaus gewählt werden, weil die mutter das in einem traum prophezeit bekam.

zu erzählen, wie es weiterging, würde die pointe verraten. deshalb nicht mehr dazu. aber: am schluss ist mapother sen. repräsentant und die mutter fällt ihren phantastischen träumen zum opfer. wie alles zwischendrin beschrieben ist, ist zum schreien komisch. der tonfall des buches ist sehr trocken, sehr lustig, ich hab wirklich selten so gelacht. im gegensatz zum buchhändler hab ich mich nie aufgeregt und fand auch keine längen. könnte eine generationenfrage sein – der buchhändler meines vertrauens ist fast doppelt so alt wie ich.

ich muss ihn bald mal wieder besuchen: ich hab nix mehr zu lesen und keine ahnung, was man gelesen haben muss :-)

street view.

die strasse bei uns, die oberhalb des hauses durchführt, müssen die leute von goog.le street view an einem montag fotografiert haben: da steht überall der abfall draussen.

ich find das datenschützergetue doch ein wenig doof – meine nachbarin hängt jeden morgen das bettdeck raus und das wissen alle da. wenn man das auch auf street view sehen kann, ist das wurst, und ich bin sicher, dem rest der welt ists egal.

kürzlich bin ich auf google earth die strasse in siena hochgelaufen, wie wir es in siena immer tun. der vorteil von google earth: ich verlor keine einzige schweisstropfe deswegen.

Dienstag, 18. August 2009

...

"tschau papi", rief der bollo aus dem krippenfenster, "ich hab dich fest lieb. ich schick dir ein küssli!"

Sonntag, 16. August 2009

schnöpsel.

  • in siena war das heisse wasser kaputt. folge: kalt duschen. war aber, da in siena «kalt« eine ganz andere bedeutung hat als bei uns – also 20 grad minimum – kein problem. folge: ich, eine extreme heissduscherin, kann nicht mehr heiss duschen.
  • das häxli war heute zum ersten mal in ihrem leben auf dem floss. geschwommen. ausserdem kann sie selbst bobby-car fahren. das ist ein schock. :-)
  • abende, die mit einem schwumm im see um 21 uhr enden und dann liefert die kioskfrau der kinderkrankenschwester und mir noch einen prosecco ans ufer, werd ich für immer im herzen behalten.
  • morgen wieder schaffen. wie schaff ich das? ich bin geschafft.
  • Samstag, 15. August 2009

    diskussion in der badi.

    er: «hat deine tochter auch ein zipfeli?»
    ich: «nein. dafür hat sie den pe.nis.ne.id.»

    farewell, nuggi :-)

    nuggi

    obiges bild hat der bollo gemacht, im maiensäss. es war praktisch das letzte mal, dass er das tun konnte, denn, tatatatata: die schnuller sind weg. weg, weg, weg. sie hat das experiment praktisch zeitgleich gestartet, und wie sie bin ich der meinung: so früh wie möglich weg damit. ich tendiere mittlerweile sogar dazu, das den kindern gar nicht erst anzugewöhnen, aber das ist leicht gesagt.

    anders als bei frau ami gings bei uns aber gut. der bollo wurde kurz davon in kenntnis gesetzt, dass der nuggi jetzt weg ist, und damit hatte es sichs. einschlafen ging relativ gut, nur einmal hat er in einer phase akuter müdigkeit danach geschrieen. aber nicht bekommen. um es einfacher zu machen, haben wir auf dem häxli den nuggi entzogen, allerdings weichspüler-mässig: sie kriegt ins bett einen kleinen schoppen mit griff und kaltem wasser drin, den steckt sie sich jeweils ins maul zum einschlafen. :-)

    ehrlich gesagt, wenn ich gewusst hätte, wie einfach das geht, hätte ich schon früher mit dem nuggi-aufhören angefangen. ich glaube aber, wie frau ami, dass der bollo durchaus gemerkt hat, dass ihm was fehlt. dem häxli hingegen, dem wars wurst.

    ferien by bollo.

    bollo12

    bollo22

    back home.

    von: maiensäss, gardasee, siena. im maiensäss wars wunderschön, und der bollo hat löcki-flöcki vom hocker erzählt, wie man käse macht. («die milch kommt in eine mühle und die dreht, bis es käse wird.» später, als wir milch trinken, sagt er: «weisst, die ist von der alp.»)

    am gardasee lebten wir in einem kleinen, klaustrophobie erzeugenden appartements in einer anlage, die von einem schweizer familienreiseanbieter vermittelt wurde, und ich kann nur eins sagen: ich bin enttäuscht. und zwar so was von. die anlage war schmuddelig ohne ende, und das erste, was ich gemacht habe, ist: eine handvoll zigarettenstummel vor dem appartment entsorgt, bevor sie das häxli ins maul nahm. in unserem appartement waren zwei! betten kaputt, und bei schwagers neben an die bettwäsche nicht gewechselt. der strand voller scherben und zigi-stummel, aber naja, das ging.

    was ich vorher nicht wusste: dass solferino, wo 1859 eine schlacht zwischen napoleon III. und den österreichern stattfand, so nahe bei der schweiz liegt. der eb und ich, wir zwei geschichtsfanatiker, mussten die stätte natürlich besuchen. :-) solferino selbst ist ein wunderschöner, kleiner ort, in dem sogar die restaurantnamen auf die schlacht hindeuten.

    die beiden lieblingscousins haben sich geliebt, geneckt, gehasst, und was ich vorher ebenfalls nicht wusste: dass der, pardon, pen.is-vergleich schon im vorkindergartenalter anfängt. was die sich an den kopf geworfen haben, in was sie besser sind oder besser haben, das glaubt kein mensch. :-))) und die beiden lieblingscousinen sind sich auch kaum von der seite gewichen, auch wenn das häxli gelegentlich versuchte, auszubüxen, und auch vor anderssprachigen menschen nicht halt machte. und: sie fährt total auf hunde ab. für die tochter habe ich extra den satz gelernt: «si vede un cane, va pazzo!» («wenn sie einen hund sieht, flippt sie aus!»)

    weils doch irgendwie stressig war, beschlossen wir, auf das zelten in venedig zu verzichten und direkt nach siena zu fahren. ein guter entscheid. ich liebe siena, und das gefühl, das mich überkommt, wenn ich von des ebs haus zum campo laufe, laufen muss. es hat zwar busse, aber ich finde: siena by bus geht gar nicht. :-) wir waren in firenze, und seither hat der bollo neben karl dem grossen einen neuen freund: cosimo del medici. der bub kann seit den ferien aus dem effeff die geschichte rezitieren, wo die firenzer siena angreifen. einen schönheitsfehler hat die geschichte: beim eb geht siena als sieger hervor, in wirklichkeit hat siena die schlacht verloren. (ich habe versucht, dem bollo auch die geschichte von troja zu erzählen, aber sie machte ihm keinen eindruck.) mir persönlich hat florenz gar nicht gefallen, ich frag mich auch, was andere an dieser stadt finden. siena ist viel schöner.

    ein weiterer ausflug führte uns nach monteriggioni, einer festung auf einem hügel, wo man in richtige rüstungen steigen kann. das kam dem bollo, der gerade in einer krassen piratenphase steckt, gerade recht: überall säbel und rüstungen. was das mit piraten zu tun hat, muss man ihn selbst fragen. :-)

    dann begannen die quattro giorni del palio
    , und die ganze stadt geriet aus dem häuschen. die schwagers kamen wieder, und das häxli nahm in sein gesangsrepetoire das lied vom palio auf: perforza (mp3, 572 KB) wirklich, sie kann das lied summen. ich lüge nicht. und mir kamen, als eine kleine gruppe von kleinen kinder das lied singend entgegen kam, ein paar tage vor dem palio war das, schon wieder die tränen. :-))

    es waren, auch wenn es strenge zeiten gab, super ferien. ich nahm vier kilo ab, weil wir bei 40 grad im schatten kilometer abgespult haben ohne ende. und als wir heute nach hause kamen, hätte ich beim anblick des wetters beinahe geweint: ich hätte 15 grad aussentemperatur und strömenden regen bevorzugt.

    ferien2

    im maiensäss sind wir ziemlich städtermässig mit einem buggy und crocs an den füssen auf eine wanderung. nicht eine bergwanderung, aber doch eine, wo man auf die rückentrage zurückgreifen hätte sollen. die crocs aber waren kein problem. :-))

    ferien3

    ferien1

    in siena durften der bollo und ich eine probe aus einem balkon betrachten. gleich beim start. wir sahen, wie sie das seil spannten, wir hörten, wie die contradas aufgerufen wurden, und wir sahen, wie der reiter hinten neben dem seil vorbeiläuft, damit das vordere hinuter gehen kann. hammer! (dem bollo war es zu heiss, er wäre lieber im schatten geblieben. :-) das vorderste pferd ist das ross, beziehungsweise der ackergaul der torre, die vom schwager verehrt werden, und der bollo rief begeistert: torre gwinnt! stimmte nicht ganz: sie waren schon längst eingeholt worden und eine ganze runde hintendrein. :-)

    ferien51

    die letzte nacht verbrachten wir noch bei den schwiegereltern, wo das häxli sich im regenwasser vergnügte.

    ferien6

    dem bollo wurde derweil eine geschichte vom kasperli und einer prinzessin erzählt. (er durfte noch die play.mobil-burg aus dem letzten jahrhundert mitnehmen, um damit cosimo zu spielen.)

    ferien8

    der torre del mangia, des bollos liebsten turm der welt. besteigungen scheiterten an der besucherschlange.

    rage.

    reloaded.

    tomatenfaen

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