in «daisy sisters» von henning mankell. sosehr ich seinen wallander liebte, sowenig kann ich jetzt das buch lesen. es ist aus einer art dritten perspektive erzählt, mit sehr wenig zitaten, immer diese dritte perspektive, und das macht mich ganz wuschelig. ich würds also verschenken, liebes brigitte-mami, hätten sie oder ihre tochter interesse? (ich bin drum grad teile des inventars der häxli-gotti-familie am rüberschieben, aber falls die damen nicht wollen, kanns auch ein anderer haben.)
dafür neu auf dem nachttisch: das buch vom verstorbenen ta.gi-red.akt.or (das war so ausverkauft, dass ich den titel nicht ausschreibe aus angst, es kommen noch mehr arbeitskollegen via google zu mir lesen :-)), und ein älteres von meiner neuentdeckung joey goeb.bel: «freaks».
die kiz sind weg, der kizvater auch: alle drei ins bündnerland abgedampft. hausbesichtigung (in zwei wochen ist aufrichte), geld verdienen, football kucken – der pläne sind viele. der eb lag die letzten beiden tage praktisch nur im bett. was ihn dahin brachte, ist ein rätsel: schüttelfroste, gliederschmerzen, aber kein fieber. wahrscheinlich erschöpfung: der mann schläft nächtens nicht und hatte viel stress.
derweil sitzt frau rage home alone vor der kiste, weil sie keine lust zum chatten hat, und schaut zum ersten mal seit dem kinobesuch wieder einmal «mitten ins herz». (total zufällig hab ich letztens den soundtrack gehört, als ich durch meine itunes-einkäufe gesurft bin.) nach knapp einer stunde kam die erste werbepause, und da sagt doch eine liebe mutti zu ihren reizenden kindern: «heute gibt es hacktätschli nach grossmutter art!»
im fernsehen jubeln die kinder freudig erregt, wahrscheinlich durften sie schon länger nicht mehr in fleisch beissen oder was weiss ich. ich weiss nur eins: «heute gibt es hackbraten nach grossmutter art» sagt man nicht zu kindern. meine kinder würden da auch nicht jubeln, sondern der bollo würde sagen: sind das kanonenkugeln? ist das fleisch? papi hat fleisch nicht gern! und das häxli würde irgendwas anderes entdecken, es in die hand nehmen und irgendwo hinbringen, wo es nicht hingehört und ganz schnell da hin gehen, weil es weiss, dass das, was es in der hand hat, nicht da hin gehört, wo es gleich landen wird. jubeln würden sie nicht. die redensart «grossmutter art» kennen sie auch nicht.
gott, ist werbung dämlich. ich habe die angewohnheit, bei allzuviel tv-konsum einzuschlafen, und schon mehr als einmal wurde ich durch schockierende tatsache geweckt: jede keineahnungwievielte hat bakterien oder sonst was grusiges in ihrem geburtskanal. da fühl ich mich regelrecht erwischt amix, und zwar nicht, weil ich unter dem problem leide, sondern weil mir dann klar wird: mädchen, da hast was geschaut, das war garantiert nur für frauen.
da hat kein mann mitgekuckt, weil sonst wär die werbung nicht gekommen. das sind sendungen, über die red ich dann nie, weil eben, zu peinlich. und mit männern kann man eh nicht drüber reden, die waren offensichtlich nicht in der zielgruppe, sonst wär danach ein cooles auto einer coolen felswand entlang gefahren, und am ende hätte es geheissen: «ich würde meine brille von anfang an bei fielmann kaufen.»
wir waren ja mit dem familienferienreiseanbieter am gardasee und es war zwar schön, aber sehr dreckig. zigarettenstummel entsorgen vor dem appartement, klebestreifen von damenbinden und sonst allerlei grausliges zeug, das find ich einfach nicht lustig, sorry. es war dann aber doch zu wenig, um grad vor ort zu reklamieren (und ich war vom quartett auch die einzige, die das wirklich störte), und so hab ich erst moniert, als wir schon wieder zuhause waren.
resultat: zwar keine reisechecks (schade :-)), dafür aber eine echte berner spezialität, die die kinder sicher verschlingen werden. :-))
«kannst du nicht bitte drei stühle holen?», bittet die mutter den sohn. «nein», sagt der, «das geht nicht. ich habe nur zwei hände.»
in dieser ärzteserie, da studier ich ganz gern den teletext. will ich mastdärme sehen, die aus bäuchen quillen? will ich kaputte ellenbogen sehen und ärzte, die sagen: asphalt-pizza und dann sagt der andere: nein, das ist ein held, er sollte unterm bus liegen?
nein. da reicht der ton. ich hätte, edit, sehr gern noch ein paar wortwechsel in der art: hast dus schon vergessen? nein. gib mir noch eine minute.
(das tu ich extra nicht erklären, ich will ja den claim nicht verraten.)
das und
das. ich habe italien nicht gekannt, bevor der eb in mein leben trat. seit dem eb ist nach siena vor siena :-)) da ist eine glückseligkeit, wenn ich an die letzte male denke, und eine vorfreude, wenn ich an die nächsten male denke - unbeschreiblich.
viva l'italia.
ereignislos ziehen die tage vorüber, und ständig erwarten wir das auftauchen aus dem ozean der gefühle; zumindest unsere einbildung braucht ihre tägliche nahrung. (das ist nicht von mir.)
bald schwimm ich in saumässig viel zeit für mich. aber: ich muss das zügeln vorbereiten.
ich beginne heute abend noch mit "daisy sisters" von henning mankell. der erste nicht-krimi von mankell, den ich lesen will.
gestern war ich einen nachmittag lang auf einem boot. danach war ich so fertig, dass ich um 21 uhr todmüde ins bett fiel.
es ist echt nix los im leben derzeit.