Sonntag, 13. September 2009

nerv!

drei tage war ich mit den kiz auf urlaub im osten, wo noch zwei weitere kinder dazu gestossen sind. cousinenalarm! hiess das für meine zwei zaubermäuse, was sie sehr genossen haben. natürlich. eine neunjährige, die aus einem ballon ein schwert baut (und noch eins und noch eins und noch eins da capo al fine), die bastelt sich direttissima in des bollos herz.

und dann komm ich nach hause, will nur eins: ablenkung vorm tv, und es ist alles nur schrott, was kommt. die gelben männchen: interessieren mich nicht. krimi: anfang verpasst. duellierende staatsleute im öffentlichen und privaten fernsehen: ohne mich.

eine schande, das. dann doch lieber kiz-tv. ich habe nicht eine einzige nachrichtensendung mit der «süssen ana» (teenie) gesehen, aber dass sich dann eine grössere schweizer zeitung auf einer seite darüber ausbreitet, dass die sendung nicht live übertragen wurde, sondern bei der ausstrahlung schon eine halbe stunde alt ist, damit die «süsse ana» nicht zu nervös wird, das ist dann schon mehr als hüstel hüstel. mehr noch: mir sch****egal. sooo viel passiert nun doch nicht in einer halben stunde, als dass man das kiz-projekt nicht einmal in 100 jahren während einer woche wagen dürfte.

Freitag, 11. September 2009

lauren.zia, liebe lauren.zia

mein - wann wollen wir wieder beisammen sein? am montag! haben die kinderkrankenschwester und ich mit drei kindern am hals mit voller inbrunst gesungen. in die knie sind wir wie junge rehlein, und wieder hoch wie junge rehlein, immer wieder, runter, rauf, runter, rauf, bis das lied zu ende ist.

never ever again. die sache hat zwei haken. der erste: ich bin ein wrack. das lied hat muskeln geweckt, die zu lange geschlafen haben. treppenlaufen: ein einziger spiessrutenlauf, so weh tut das. der zweite haken: das kleine kind will nur noch lauren.zia tanzen. wann immer mehr als zwei leute um sie rum sind - faktisch: mehr als sie und ich - zeigt sie einem, dass sie lauren.zia singen und tanzen will. mehr noch: sie bringt alle im näheren umfeld dazu, auch mit zu machen, und wenn sie mit schierer gewalt dahinter muss.

die bademeister, die kioskfrau, die alte freundin von früher im haus meiner eltern, meine mutter, einfach alle im dunstkreis des häxlis mussten dieses lied seit gestern morgen singen und tanzen. praktisch alle kennen es aus der pfadi, dem ce.vi oder sonst einem jugendverein, und wie ich beim stöbern auf dem clipkanal gesehen habe, in deutschland singt man das an eishockeymatchen.

anhand der qualität dieser aufnahmen lässt sich vor allem eines sagen: mir tun all die bahnhöfe leid, die das über sich ergehen lassen mussten und müssten. dennoch wird das ein traktandum für die ferien im engadin - damit die welt sieht, wie der mgb und ich tanzen können. :-))

Dienstag, 8. September 2009

over the top.

das häxli-gotti überredete mich heute zum twittern, und nachdem sie lange genug in mich gegangen war, stand ich am schluss auch mit einem twitter-account da. es macht spass, ohne frage, aber ich frag mich auch: was soll das jetzt noch? ich bin auf facebook, tu da abends regelmässig mit ganz alten, alten und nicht so alten freunden und verwandten chatten, ich hab diesen blog, durch den ich viele menschen kennen lernte, die ich heute meine freunde nenne und sonst, das muss man zugeben, wohl kaum jemals getroffen hätte. trotzdem gehören sie zu meinem leben, und ich kann beispielsweise jemanden wie seenia meine freundin nennen, obwohl ich sie höchstens fünf mal im jahr sehe. einfach weil ich vieles von ihr weiss, sie mich interessiert, mir ihr wohlergehen am herzen liegt und das wohl auf gegenseitigkeit beruht.

für all das braucht es kein fleisch und blut in echt, keine gegenüberstellung in einem lauten kaffee und auch sonst keine realität. natürlich weiss ich auch vieles von seenia nicht, aber würden wir uns mehr sehen, wüsst ich vielleicht mehr anderes, etwa, welche kleider sie trägt, könnte ein tischört sofort als neu deklarieren und würde wohl ihren lieblings-gc-spieler kennen. :-) aber: es spielt keine rolle, dass ich das nicht weiss, ich glaube, ich kann sagen, wir sind uns trotzdem nahe. und nach all diesen jahren wissen wir von uns beiden, wie wir funktionieren, wo sich fleisch von buchstaben unterscheiden und überhaupt.

auf facebook chatten tu ich, weil mir fernsehen je länger je mehr nichts mehr sagt, was in erster linie schuld des programms ist. all diese 10 000 dokusoaps: die einzige alternative ist arte, und auch dort interessiert mich an manchen tagen bernd das brot mehr als ein hübscher französischer problemfilm. ich will unterhaltung, keine gedankenauslöser, oder bildung ohne zeigefinger, und beides ist eher rar. ich würde mich übrigens trotzdem nicht als oberflächlichen mensch betrachten. es ist eher so: seit ich kinder habe ist die aufnahmefähigkeit begrenzt.

und jetzt noch twittern. diese unermüdliche, endlose ansammlung von facebook-statusmeldungen. meine freundinnen, mit denen ich oft maile, deren blogs ich lese, auf facebook chatte, die les ich jetzt auch noch auf twitter. irgendwann muss gut sein. ich bin gespalten. es ist lustig, ja, aber es ist auch ein grund mehr, abends nicht einschlafen zu können: zuviel denken vorm bildschirm macht mich nicht müde, sondern aufgeregt.

Sonntag, 6. September 2009

for seenia, with love.

brotha1

die liebe seenia, die kam eines tages vor einem jahr, da war das häxli glaubs schon nicht mehr im spital, an den schönen zürichsee zu uns, genoss ein risotto und liess ein paar gschenkli da. zwei schöne gschenkli: eins für den bollo, wo drauf steht, grosser bruder, und eins für das häxli, wo drauf steht: kleine schwester.

beide trugen beides oft, nur leider kam es nie auf ein foto. das zweite kind wird sowieso praktisch nie fotografiert, da sind wir nicht die einzigen schlimmen rabeneltern, und mittlerweile ist der body mit der aufschrift «kleine schwester» dem häxli zu klein. aber damit die liebe frau seenia, die mir übrigens noch ein anderes süsses geheimnis erzählt hat, einmal sieht, wie cool der bollo mit ihrem t-schört aussieht, hier: live from the oldest town in switzerland, live from the football-field – the bollo and his t-shirt.

Samstag, 5. September 2009

gestern in der stadt.

es ist dunkel, es regnet. auf der see.feldstrasse darf man nicht fahren, die sind irgendwas am bauen. auch die busse haben verbot da, das tram fährt gar nicht, es wird durch busse ersetzt, die der duf.ourstrasse entlangfahren. auf der duf.ourstrasse darf man nur 30 fahren. damit die strasse nicht für gar alle zur ausweichstrasse wird, wenn auf der bel.lerivestrasse soviel verkehr ist, dass es sich bis zum tie.fenbrunnen staut, wurden parkplätze geschaffen. das wiederum nennt sich verkehrsberuhigung und führt dazu, dass an guten tagen schneidig slalom fahren kann/darf/muss.

gestern war kein guter tag, denn trotz des regens, des sturms und der kälte waren ein paar leute in der stadt, die alle über die du.fourstrasse wieder in ihre vororte zurück mussten/wollten/sollten. die kolonne ist also lang, und mitten in dieser kolonne sind zwei busse von normaler grösse, die ebenfalls slalom fahren.

skifahrer stoppen beim slalom, weil sie sich verkanten, sie fahren aus der spur und landen im besten fall im auffangnetz, wo sie zwar enttäuscht, aber unverletzt wieder aufstehen. mit gegenverkehr muss man in aller regel nicht rechnen. beim bus ist das leider nicht so einfach: die strasse, insbesondere die duf.ourstrasse, geht geradeaus, und es hat sehr viel gegenverkehr.

blöd ist aber, wenn zwei busse sich kreuzen wollen, und das viel zu spät merken. also erst dann, wenn beide schon praktisch verkantet in der kurve sind und keiner kann einen schritt zurück, weil, eben, hinter ihnen sich die autokolonne der heimkehrer staut. zum glück war die polizei (oder der verkehrsdienst?) ganz schnell vor ort.

es war realsatire: zwei riesen, beide blockiert, beide blockierten den verkehr, und keiner wusste recht, was zu tun war. passanten halfen beim rückwärtsmanövrieren; der stadtwärts fahrende bus musste ein ganzes stück rücktwärts fahren, und schliesslich, nach etwa einer halben stunde, war das problem gelöst, die strasse wieder frei. so lebt man zürich gern: wenn auch die öffis noch ein schauspiel bieten, an dem man lange zu lachen hat.

lustig auch: die verspätung der beiden busse betrug in etwa eine halbe stunde. bis dahin hatten sich alle andren busse, die auch als tramersatz vom tie.fenbrunnen in richtung stadt fuhren, hinter dem blockierten bus gestaut, es gab, wie der bollo das sagen würde, eine richtige bus-parade zu sehen. wenn die z.v.v. das malheur hätte kommen sehen, hätten sie sich ganz viele busse, die dann alle gleichzeitig ihr bestimmungsort erreichten, sparen können. :-))

rage.

reloaded.

tomatenfaen

how much?

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