heute den dunklen wolken am himmel getrotzt und in der pergola zmittag gegessen: ich, die kiz, die kinderkrankenschwester und die kioskfrau.
abends eine pergola-einweihungsparty mit den nachbarn gefeiert. war ein voller erfolgt.
wer nicht mehr weiss, wie die geschichte vom wilhellm tell geht, hätte dem bollo und seiner freundin zuhören sollen: die fielen sich gegenseitig ins wort, und jeder wusste es besser. (für diejenigen, die das mit den kindern auch ausprobieren möchten, denen sei das entsprechende globi-buch ans herz gelegt.)
der bollo, die kinderkrankenschwester und ich hielten am längsten durch. beim aufräumen wollte die kinderkrankenschwester dem bollo noch ein paar snacks in die hand drücken, und er sagte im vollen ernst: «nein, das brauchen wir nicht, danke.»
meine erinnerung an «ele.ment of cri.me» ist gut: das ist musik, die zum herbst gehört. manche lieder glühen wie gelbe blätter in der sonne des altweibersommers. andere hingegen vergehen wie die schwaden von bodennebel an einem trüben herbsttag.
ich war an einigen konzerten, in guter stimmung, in schlechter stimmung, aber immer haben sie mich berührt, und wenn es nur eine einzige zeile war wie etwa «am liebsten wär ich ein astronaut und fliege auf sterne, wo gar nichts vertraut und versaut ist durch eine berührung von dir» oder das lied, wo die frau nach hause geht und er schaut ihr nach, es will mir grad nicht einfallen :-)
jetzt haben die mannen, deren frontmanns buch ich nie gelesen habe, ein neues album gemacht, und je mehr ich drüber lese, wie gut es sein soll, desto mehr hab ich angst davor, es zu hören, auch nur fragmente davon. ähnlich dem geschenk, von dem man genau weiss, dass man es bekommt, und im moment des öffnens genau weiss: jetzt ist die freude vorbei. jetzt ist die realität. diese freude darauf wird es nie mehr geben.
deshalb wart ich noch ein wenig. der herbst könnte ja auch noch dauern. weil: ein herbst ohne die männer, das geht nicht.
endlich, endlich hat sich ein traum vom eb erfüllt: wir sind mit der seilbahn rig.iblick gefahren. von da in den zoo gelaufen, dort rumgelaufen, zur dol.derbahn spaziert, spielplatz beim kre.uzplatz bespielt, nach hause gefahren, das trampolin bespielt und dann: aus die maus, doppelmaus.
verlorene kalorien: ca 5000 :-)) gegenwert für tageskarte: 300 % :-)) frischluftbetankung: 7,5 stunden nonstop. allgemeine wetterlage: happy und erschöpft. snobby-faktor auf dem spielplatz: goldküstentauglich.
richtet die sünnelipartei einen flohmarkt aus im dorf, und wir waren heute zweimal da. einmal, da bekam der bollo vom götti eine garage geschenkt, und einer der schönsten momente des heutigen tages war, als die beiden kiddies am abend an dieser garage standen, die höher ist als das häxli, und miteinander autos herunterfahren liessen und sich dabei kaputtlachten. immer und immer wieder, ohne beisein der eltern. das ist es dann, wo mein herzchen lacht und ich denke: das ist es, familie. oder, wie das im internen sprachgebrauch heisst: 'oha.na.
beim zweiten mal waren die kiz im kinderwagen am schlafen und die grossen hatten endlich mal zeit zum kucken. ich bin recht stolz: ich hab einen haufen kleider für das häxli inklusive das kochbuch eines zürcher vegetariers für zusammen 20 stutz bekommen! das kochbuch wollt ich schon lange, aber 50 stutz dafür waren mir immer zuviel. die rezepte sind fein, sehen auch schön aus, aber es sind dann doch zu wenig insgesamt, die zusammen einen preis von 50 stutz rechtfertigen würden. (ja, ich weiss, bei dem ist mir alles zu teuer, ich weiss auch nicht warum.) jetzt für mit süssen mädchenkleidern wars ok und morgen gibz auch schon das erste rezept zum znacht. :-))
mit ihr, ihr, ihr, ihr und ihr war ich gestern hier. ich kam ein bisschen später, und anders als früher war ich nicht von der arbeit, sondern von den kindern aufgehalten worden. mehr noch: sie hatten mich sogar fast dazu gebracht, nicht zu kommen. einfach weil ein tag mit kindern manchmal sehr anstrengend ist und die aussicht auf 45 minuten weg mal zwei, spätes insbettgehen und frühes aufstehen nicht helle begeisterungsstürme mehr auslöst, weil: auch am nächsten tag gibt es kinderpflichten zu erledigen.
das ist es, was anders ist als früher. früher hätten wir aber auch nicht alle unsere iphones dabei gehabt und ab und zu eine meldung getwittert. früher hätte ich auch nicht die nachhausefahrt damit verbringen können, zu sehen, was die anderen schon alles getw.ittert haben. und wenn ein noch früheres früher nicht gewesen wäre, hätte ich all die herren vom tisch neben an nicht gekannt.
der abend war, obwohl ich wirklich eine viertel stunde lang davor war, ihn zu canceln, wunderschön. nicht dass ich mangel an kinderloser betätigung hätte. und, auch wenn ich die girls ohne das internet nicht kennen würde (diese vorstellung an sich ist schon schwierig genug), blog lesen, twittern, whatever: der unterschied zwischen blossen buchstaben und gegenübersitzendem fleisch ist eben doch da. und ich will ihn – und damit unsere abende – nicht missen. twittern dazu ist aber auch sehr lustig. :-)
die bunde.sratswahl war mir heute fast zu unspannend. der einigermassen bekannte kantonspolitiker aus der sünn.elipartei, mit dem ich heute später am tag noch zusammensass, fand: recht so. es darf kein krimi sein, keine blöden spiele unter den parteien, einfach nur: kommen, wählen, siegen. (oder auch verlieren, aber das ist ein anderes thema.) es sei ein skandal, dass die bunde.sratswahl zum medienereignis geworden sei, denn ein bunde.srat sei niemals ein könig und selbst der bunde.spräsident sei nie der höchste schweizer, das sei nämlich der nation.alratspräsident. (das ist so richtig.)
ich persönlich bin gar nicht seiner meinung. ich halte zwar rein gar nix mehr davon, dass das säbelrasseln schon monate vorher beginnt, um mal reaktionen zu auszutesten. und dass manchmal namen rumgeboten werden, bei denen man von anfang an weiss: du bist jetzt einfach ein sprengkandidat, und die partei – welche auch immer, da sind sie alle gleich – keinen augenblick zögert, dich auf dem altar der konkordanz zu opfern. aber ich mags, dass ich als unbeteiligte zuschauerin am morgen den fernseher einschalten kann und bei manchen wahlen keine ahnung habe, wie es heraus kommt. die wahl der schlumpfine war so ein glanzstück, für das es sich lohnt, stundenlang vor dem fernseher zu sitzen. und nicht zuletzt auch deswegen, weil, wenn alle zu wort kommen, mindestens 246 verschiedene definitionen von konkordanz zum besten gegeben werden.
ich hab noch nicht herausgefunden, welche mir am besten gefällt.
man kennt das: jahre hat man ein lied vergessen. und dann hört man es wieder, und plötzlich realisiert man, dass man jedes wort versteht. die undefiniebaren buchstabenfolgen aus der zeit, wo man abends endlich alleine radio hören durfte, werden im ohr zu einem wort zusammen gesetzt, einem richtigen wort! aus den wörtern werden sätze, und das ganz erstaunliche: man versteht sie sogar! man versteht den sinn, die absicht, einfach alles.
genauso ging es mir vorhin, als ich bei ihr das lied vom tanzenden geist hörte.
und dann wurde ich doch noch sehr traurig. der tanzlehrer, der gehörte irgendwie zur jugend. ich werd nie vergessen, wie ich mit einer freundin nach der anleitung aus der bravo die tanzschritte übte. ich werd auch den girlsabend nie vergessen, als ich, schon über 20, den film nach jahren zum ersten mal wieder sah. seither lief er ein paar mal im fernsehen. kürzlich sogar auf drei sendern gleichzeitig, und ich dachte schon, dass er gestorben sei, ohne dass ich es gemerkt hätte.
trotzdem: wenn er versuchte, ein tragisches gesicht zu machen, wirkte er einfach nur dämlich. es gibt noch andere von der sorte, bruce willis etwa, oder, ganz extrem schlimm: der brav.eheart. das hab ich nie ertragen. und das war es wohl, was ihn zumindest in meinem herzen nicht zum superstar machte. diesbezüglich muss ich zugeben: gh.ost ist einer der allerschlimmsten filme, die ich je gesehen habe – töpferszene hin oder her, das ist dann der gipfel der tragik.
ich hatte dich trotzdem lieb, johnny. «dein baby gehört dir!»
ja, ich bin froh, dass die hutterin ihre drohung wahr macht und jetzt aufs kind statt aufs land schaut. wie wird da an sauerstoff gespart, wenn wir ihre statements nicht mehr hören müssen! ja, ich bin traurig, dass der tanzende geist gestorben ist. obwohl ich ihm stundenlang die fresse hätte polieren können, so ein gesicht hat der. trotzdem war sein film kult. und so ein schicksal wünscht man keinem. ja, lieber eb, der wahn von morgen hat mich doch noch gepackt. ich bin saumässig gespannt, wer morgen das rennen machen wird und saumässig traurig, dass ich nicht den ganzen tag vor dem fernseher sitzen darf. (die letzten male waren wirklich zufällig immer eines der kinder krank. hoff ich jetzt aber nicht für morgen.) ja, ich bin traurig, dass der sommer vorbei ist, obwohl ich den herbst liebe. ja, ich glaube, das ip.hone und ich freunden uns langsam an - und das ganz ohne hilfe meines persönlichen feuerwehrmannes. laurenzia!