Dienstag, 15. September 2009

tanzender geist.

man kennt das: jahre hat man ein lied vergessen. und dann hört man es wieder, und plötzlich realisiert man, dass man jedes wort versteht. die undefiniebaren buchstabenfolgen aus der zeit, wo man abends endlich alleine radio hören durfte, werden im ohr zu einem wort zusammen gesetzt, einem richtigen wort! aus den wörtern werden sätze, und das ganz erstaunliche: man versteht sie sogar! man versteht den sinn, die absicht, einfach alles.

genauso ging es mir vorhin, als ich bei ihr das lied vom tanzenden geist hörte.



und dann wurde ich doch noch sehr traurig. der tanzlehrer, der gehörte irgendwie zur jugend. ich werd nie vergessen, wie ich mit einer freundin nach der anleitung aus der bravo die tanzschritte übte. ich werd auch den girlsabend nie vergessen, als ich, schon über 20, den film nach jahren zum ersten mal wieder sah. seither lief er ein paar mal im fernsehen. kürzlich sogar auf drei sendern gleichzeitig, und ich dachte schon, dass er gestorben sei, ohne dass ich es gemerkt hätte.

trotzdem: wenn er versuchte, ein tragisches gesicht zu machen, wirkte er einfach nur dämlich. es gibt noch andere von der sorte, bruce willis etwa, oder, ganz extrem schlimm: der brav.eheart. das hab ich nie ertragen. und das war es wohl, was ihn zumindest in meinem herzen nicht zum superstar machte. diesbezüglich muss ich zugeben: gh.ost ist einer der allerschlimmsten filme, die ich je gesehen habe – töpferszene hin oder her, das ist dann der gipfel der tragik.

ich hatte dich trotzdem lieb, johnny. «dein baby gehört dir!»

dies und das.

ja, ich bin froh, dass die hutterin ihre drohung wahr macht und jetzt aufs kind statt aufs land schaut. wie wird da an sauerstoff gespart, wenn wir ihre statements nicht mehr hören müssen! ja, ich bin traurig, dass der tanzende geist gestorben ist. obwohl ich ihm stundenlang die fresse hätte polieren können, so ein gesicht hat der. trotzdem war sein film kult. und so ein schicksal wünscht man keinem. ja, lieber eb, der wahn von morgen hat mich doch noch gepackt. ich bin saumässig gespannt, wer morgen das rennen machen wird und saumässig traurig, dass ich nicht den ganzen tag vor dem fernseher sitzen darf. (die letzten male waren wirklich zufällig immer eines der kinder krank. hoff ich jetzt aber nicht für morgen.) ja, ich bin traurig, dass der sommer vorbei ist, obwohl ich den herbst liebe. ja, ich glaube, das ip.hone und ich freunden uns langsam an - und das ganz ohne hilfe meines persönlichen feuerwehrmannes. laurenzia!

Sonntag, 13. September 2009

nerv!

drei tage war ich mit den kiz auf urlaub im osten, wo noch zwei weitere kinder dazu gestossen sind. cousinenalarm! hiess das für meine zwei zaubermäuse, was sie sehr genossen haben. natürlich. eine neunjährige, die aus einem ballon ein schwert baut (und noch eins und noch eins und noch eins da capo al fine), die bastelt sich direttissima in des bollos herz.

und dann komm ich nach hause, will nur eins: ablenkung vorm tv, und es ist alles nur schrott, was kommt. die gelben männchen: interessieren mich nicht. krimi: anfang verpasst. duellierende staatsleute im öffentlichen und privaten fernsehen: ohne mich.

eine schande, das. dann doch lieber kiz-tv. ich habe nicht eine einzige nachrichtensendung mit der «süssen ana» (teenie) gesehen, aber dass sich dann eine grössere schweizer zeitung auf einer seite darüber ausbreitet, dass die sendung nicht live übertragen wurde, sondern bei der ausstrahlung schon eine halbe stunde alt ist, damit die «süsse ana» nicht zu nervös wird, das ist dann schon mehr als hüstel hüstel. mehr noch: mir sch****egal. sooo viel passiert nun doch nicht in einer halben stunde, als dass man das kiz-projekt nicht einmal in 100 jahren während einer woche wagen dürfte.

Freitag, 11. September 2009

lauren.zia, liebe lauren.zia

mein - wann wollen wir wieder beisammen sein? am montag! haben die kinderkrankenschwester und ich mit drei kindern am hals mit voller inbrunst gesungen. in die knie sind wir wie junge rehlein, und wieder hoch wie junge rehlein, immer wieder, runter, rauf, runter, rauf, bis das lied zu ende ist.

never ever again. die sache hat zwei haken. der erste: ich bin ein wrack. das lied hat muskeln geweckt, die zu lange geschlafen haben. treppenlaufen: ein einziger spiessrutenlauf, so weh tut das. der zweite haken: das kleine kind will nur noch lauren.zia tanzen. wann immer mehr als zwei leute um sie rum sind - faktisch: mehr als sie und ich - zeigt sie einem, dass sie lauren.zia singen und tanzen will. mehr noch: sie bringt alle im näheren umfeld dazu, auch mit zu machen, und wenn sie mit schierer gewalt dahinter muss.

die bademeister, die kioskfrau, die alte freundin von früher im haus meiner eltern, meine mutter, einfach alle im dunstkreis des häxlis mussten dieses lied seit gestern morgen singen und tanzen. praktisch alle kennen es aus der pfadi, dem ce.vi oder sonst einem jugendverein, und wie ich beim stöbern auf dem clipkanal gesehen habe, in deutschland singt man das an eishockeymatchen.

anhand der qualität dieser aufnahmen lässt sich vor allem eines sagen: mir tun all die bahnhöfe leid, die das über sich ergehen lassen mussten und müssten. dennoch wird das ein traktandum für die ferien im engadin - damit die welt sieht, wie der mgb und ich tanzen können. :-))

Dienstag, 8. September 2009

over the top.

das häxli-gotti überredete mich heute zum twittern, und nachdem sie lange genug in mich gegangen war, stand ich am schluss auch mit einem twitter-account da. es macht spass, ohne frage, aber ich frag mich auch: was soll das jetzt noch? ich bin auf facebook, tu da abends regelmässig mit ganz alten, alten und nicht so alten freunden und verwandten chatten, ich hab diesen blog, durch den ich viele menschen kennen lernte, die ich heute meine freunde nenne und sonst, das muss man zugeben, wohl kaum jemals getroffen hätte. trotzdem gehören sie zu meinem leben, und ich kann beispielsweise jemanden wie seenia meine freundin nennen, obwohl ich sie höchstens fünf mal im jahr sehe. einfach weil ich vieles von ihr weiss, sie mich interessiert, mir ihr wohlergehen am herzen liegt und das wohl auf gegenseitigkeit beruht.

für all das braucht es kein fleisch und blut in echt, keine gegenüberstellung in einem lauten kaffee und auch sonst keine realität. natürlich weiss ich auch vieles von seenia nicht, aber würden wir uns mehr sehen, wüsst ich vielleicht mehr anderes, etwa, welche kleider sie trägt, könnte ein tischört sofort als neu deklarieren und würde wohl ihren lieblings-gc-spieler kennen. :-) aber: es spielt keine rolle, dass ich das nicht weiss, ich glaube, ich kann sagen, wir sind uns trotzdem nahe. und nach all diesen jahren wissen wir von uns beiden, wie wir funktionieren, wo sich fleisch von buchstaben unterscheiden und überhaupt.

auf facebook chatten tu ich, weil mir fernsehen je länger je mehr nichts mehr sagt, was in erster linie schuld des programms ist. all diese 10 000 dokusoaps: die einzige alternative ist arte, und auch dort interessiert mich an manchen tagen bernd das brot mehr als ein hübscher französischer problemfilm. ich will unterhaltung, keine gedankenauslöser, oder bildung ohne zeigefinger, und beides ist eher rar. ich würde mich übrigens trotzdem nicht als oberflächlichen mensch betrachten. es ist eher so: seit ich kinder habe ist die aufnahmefähigkeit begrenzt.

und jetzt noch twittern. diese unermüdliche, endlose ansammlung von facebook-statusmeldungen. meine freundinnen, mit denen ich oft maile, deren blogs ich lese, auf facebook chatte, die les ich jetzt auch noch auf twitter. irgendwann muss gut sein. ich bin gespalten. es ist lustig, ja, aber es ist auch ein grund mehr, abends nicht einschlafen zu können: zuviel denken vorm bildschirm macht mich nicht müde, sondern aufgeregt.

Sonntag, 6. September 2009

for seenia, with love.

brotha1

die liebe seenia, die kam eines tages vor einem jahr, da war das häxli glaubs schon nicht mehr im spital, an den schönen zürichsee zu uns, genoss ein risotto und liess ein paar gschenkli da. zwei schöne gschenkli: eins für den bollo, wo drauf steht, grosser bruder, und eins für das häxli, wo drauf steht: kleine schwester.

beide trugen beides oft, nur leider kam es nie auf ein foto. das zweite kind wird sowieso praktisch nie fotografiert, da sind wir nicht die einzigen schlimmen rabeneltern, und mittlerweile ist der body mit der aufschrift «kleine schwester» dem häxli zu klein. aber damit die liebe frau seenia, die mir übrigens noch ein anderes süsses geheimnis erzählt hat, einmal sieht, wie cool der bollo mit ihrem t-schört aussieht, hier: live from the oldest town in switzerland, live from the football-field – the bollo and his t-shirt.

rage.

reloaded.

tomatenfaen

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