Sonntag, 27. September 2009

hmm.

ich liebe den film «der pianist». trotzdem mag ich nicht in das allgemeine aufheulen einstimmen, das jetzt ausgebrochen ist, weil der regisseur bei der landung in zürich verhaftet wurde. (er hätte, für die lieben leser aus dem ausland, am zur.ich fil.mfesti.val das goldene auge für sein lebenswerk verliehen bekommen sollen.) der mann wird per internationalem haftbefehl gesucht. es ist richtig, wie eine schweizer bundesrätin erklärte, dass wir das mit herrn müller oder meier auch so gemacht hätten. warum nicht mit ihm, wenn wir schon genau wissen, dass er gesucht wird?

es ist noch nicht so lange her, da hat der herr ein begnadigungsgesuch oder sonst was in der art gestellt in den usa. es wurde abgelehnt; mit der begründung, dass der herr nicht höchstselbst dort erschienen ist. ich find, wenn er will, dass er begnadigt oder sonst was wird, dann soll er das selbst erledigen. immerhin, das wusste er, hätte er jederzeit verhaftet werden können, eben: er wird ja per internationalem haftbefehl gesucht. als sein gesuch abgelehnt wurde, wurde ausdrücklich darauf hin gewiesen, dass der haftbefehl bestehen bleibt.

mögen andere länder zusehen und ihn rumreisen lassen, ich glaube, es war richtig blauäugig von ihm, zu glauben, dass er den rest seines lebens unbehelligt bleibt – man stelle sich nur vor, er wäre in libien gelandet :-) scherz beiseite, dass es jetzt in der schweiz war, das kann man so oder so sehen, ich bin nicht unbedingt stolz darauf. ich sage nur: der mann musste damit rechnen, irgendwann festgenommen zu werden.

es heisst, das opfer, weswegen der arme herr überhaupt gesucht wird, das vergewaltigungsopfer, das habe ihm bereits verziehen und dies auch öffentlich gemacht. es heisst auch, sie habe ihm gesagt, sie sei 16, dabei war sie erst 13, darum sei er mit ihr in den jacuzzi gestiegen. er selbst war damals 43, und ich finde, wer so blöd und geil ist, dass er dann ein derart junges mädchen gefügig macht, der muss dafür büssen – in welcher form auch immer. es kommt für einen 43-jährigen nicht drauf an, ob sie 13 oder 16 war, ich bin sicher, der sah nur: jung, geil, leicht gefügig machend. vielleicht war das vor 30 jahren so üblich, dass er nicht der einzige war, der so etwas tat, aber er war schon damals der, der er heute ist, und dann muss man halt damit rechnen, dass es höhere wellen schlägt.

aber am ende war alles eh nur ein pr-gag.

Freitag, 25. September 2009

schnöpseleien.

  • heute den dunklen wolken am himmel getrotzt und in der pergola zmittag gegessen: ich, die kiz, die kinderkrankenschwester und die kioskfrau.
  • abends eine pergola-einweihungsparty mit den nachbarn gefeiert. war ein voller erfolgt.
  • wer nicht mehr weiss, wie die geschichte vom wilhellm tell geht, hätte dem bollo und seiner freundin zuhören sollen: die fielen sich gegenseitig ins wort, und jeder wusste es besser. (für diejenigen, die das mit den kindern auch ausprobieren möchten, denen sei das entsprechende globi-buch ans herz gelegt.)
  • der bollo, die kinderkrankenschwester und ich hielten am längsten durch. beim aufräumen wollte die kinderkrankenschwester dem bollo noch ein paar snacks in die hand drücken, und er sagte im vollen ernst: «nein, das brauchen wir nicht, danke.»
  • Sonntag, 20. September 2009

    schade um die schönen rosen.

    meine erinnerung an «ele.ment of cri.me» ist gut: das ist musik, die zum herbst gehört. manche lieder glühen wie gelbe blätter in der sonne des altweibersommers. andere hingegen vergehen wie die schwaden von bodennebel an einem trüben herbsttag.

    ich war an einigen konzerten, in guter stimmung, in schlechter stimmung, aber immer haben sie mich berührt, und wenn es nur eine einzige zeile war wie etwa «am liebsten wär ich ein astronaut und fliege auf sterne, wo gar nichts vertraut und versaut ist durch eine berührung von dir» oder das lied, wo die frau nach hause geht und er schaut ihr nach, es will mir grad nicht einfallen :-)

    jetzt haben die mannen, deren frontmanns buch ich nie gelesen habe, ein neues album gemacht, und je mehr ich drüber lese, wie gut es sein soll, desto mehr hab ich angst davor, es zu hören, auch nur fragmente davon. ähnlich dem geschenk, von dem man genau weiss, dass man es bekommt, und im moment des öffnens genau weiss: jetzt ist die freude vorbei. jetzt ist die realität. diese freude darauf wird es nie mehr geben.

    deshalb wart ich noch ein wenig. der herbst könnte ja auch noch dauern. weil: ein herbst ohne die männer, das geht nicht.

    treibgut.

    endlich, endlich hat sich ein traum vom eb erfüllt: wir sind mit der seilbahn rig.iblick gefahren. von da in den zoo gelaufen, dort rumgelaufen, zur dol.derbahn spaziert, spielplatz beim kre.uzplatz bespielt, nach hause gefahren, das trampolin bespielt und dann: aus die maus, doppelmaus.

    verlorene kalorien: ca 5000 :-)) gegenwert für tageskarte: 300 % :-)) frischluftbetankung: 7,5 stunden nonstop. allgemeine wetterlage: happy und erschöpft. snobby-faktor auf dem spielplatz: goldküstentauglich.

    so1

    so4

    so5

    so6

    so2

    so3

    so7

    Samstag, 19. September 2009

    once a year

    richtet die sünnelipartei einen flohmarkt aus im dorf, und wir waren heute zweimal da. einmal, da bekam der bollo vom götti eine garage geschenkt, und einer der schönsten momente des heutigen tages war, als die beiden kiddies am abend an dieser garage standen, die höher ist als das häxli, und miteinander autos herunterfahren liessen und sich dabei kaputtlachten. immer und immer wieder, ohne beisein der eltern. das ist es dann, wo mein herzchen lacht und ich denke: das ist es, familie. oder, wie das im internen sprachgebrauch heisst: 'oha.na.

    beim zweiten mal waren die kiz im kinderwagen am schlafen und die grossen hatten endlich mal zeit zum kucken. ich bin recht stolz: ich hab einen haufen kleider für das häxli inklusive das kochbuch eines zürcher vegetariers für zusammen 20 stutz bekommen! das kochbuch wollt ich schon lange, aber 50 stutz dafür waren mir immer zuviel. die rezepte sind fein, sehen auch schön aus, aber es sind dann doch zu wenig insgesamt, die zusammen einen preis von 50 stutz rechtfertigen würden. (ja, ich weiss, bei dem ist mir alles zu teuer, ich weiss auch nicht warum.) jetzt für mit süssen mädchenkleidern wars ok und morgen gibz auch schon das erste rezept zum znacht. :-))

    garage

    gestern.

    mit ihr, ihr, ihr, ihr und ihr war ich gestern hier. ich kam ein bisschen später, und anders als früher war ich nicht von der arbeit, sondern von den kindern aufgehalten worden. mehr noch: sie hatten mich sogar fast dazu gebracht, nicht zu kommen. einfach weil ein tag mit kindern manchmal sehr anstrengend ist und die aussicht auf 45 minuten weg mal zwei, spätes insbettgehen und frühes aufstehen nicht helle begeisterungsstürme mehr auslöst, weil: auch am nächsten tag gibt es kinderpflichten zu erledigen.

    das ist es, was anders ist als früher. früher hätten wir aber auch nicht alle unsere iphones dabei gehabt und ab und zu eine meldung getwittert. früher hätte ich auch nicht die nachhausefahrt damit verbringen können, zu sehen, was die anderen schon alles getw.ittert haben. und wenn ein noch früheres früher nicht gewesen wäre, hätte ich all die herren vom tisch neben an nicht gekannt.

    der abend war, obwohl ich wirklich eine viertel stunde lang davor war, ihn zu canceln, wunderschön. nicht dass ich mangel an kinderloser betätigung hätte. und, auch wenn ich die girls ohne das internet nicht kennen würde (diese vorstellung an sich ist schon schwierig genug), blog lesen, twittern, whatever: der unterschied zwischen blossen buchstaben und gegenübersitzendem fleisch ist eben doch da. und ich will ihn – und damit unsere abende – nicht missen. twittern dazu ist aber auch sehr lustig. :-)

    (übrigens, wo ist jetzt die jeans?)

    Mittwoch, 16. September 2009

    keine ausweitung der kampfzone.

    die bunde.sratswahl war mir heute fast zu unspannend. der einigermassen bekannte kantonspolitiker aus der sünn.elipartei, mit dem ich heute später am tag noch zusammensass, fand: recht so. es darf kein krimi sein, keine blöden spiele unter den parteien, einfach nur: kommen, wählen, siegen. (oder auch verlieren, aber das ist ein anderes thema.) es sei ein skandal, dass die bunde.sratswahl zum medienereignis geworden sei, denn ein bunde.srat sei niemals ein könig und selbst der bunde.spräsident sei nie der höchste schweizer, das sei nämlich der nation.alratspräsident. (das ist so richtig.)

    ich persönlich bin gar nicht seiner meinung. ich halte zwar rein gar nix mehr davon, dass das säbelrasseln schon monate vorher beginnt, um mal reaktionen zu auszutesten. und dass manchmal namen rumgeboten werden, bei denen man von anfang an weiss: du bist jetzt einfach ein sprengkandidat, und die partei – welche auch immer, da sind sie alle gleich – keinen augenblick zögert, dich auf dem altar der konkordanz zu opfern. aber ich mags, dass ich als unbeteiligte zuschauerin am morgen den fernseher einschalten kann und bei manchen wahlen keine ahnung habe, wie es heraus kommt. die wahl der schlumpfine war so ein glanzstück, für das es sich lohnt, stundenlang vor dem fernseher zu sitzen. und nicht zuletzt auch deswegen, weil, wenn alle zu wort kommen, mindestens 246 verschiedene definitionen von konkordanz zum besten gegeben werden.

    ich hab noch nicht herausgefunden, welche mir am besten gefällt.

    rage.

    reloaded.

    tomatenfaen

    how much?

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