als der eb bei mir einzog, brauchte er unbedingt espn. das gab es damals bei cab.lecom. darum hatten wir das package und fanden es extrem geil, all die dokukanäle und was es so gibt rauf und runter zu schauen. ungefähr einen monat lang.
als wir umzogen, hatten wir den ärger mit der cablecom schon satt und hatten schon vorher alle abos gekündigt. seither haben wir das blu.ewin-tric.asa-paket. zwischen cablecom und blu.ewin-tv klaffte aber eine ungefähr eine woche lange lücke, während der gar nix im fernsehen geschaut wurde mit ausnahmen von trickfilmen der kiz.
seit blu.ewin-tv aber installiert ist, frag ich mich, wie wir jemals etwas anderes haben konnten. die installation dauerte höchstens zwei minuten; auch mit dem sender, der das signal vom untersten stockwerk ins mittlere sendet, wo der fernseher steht. die verzögerungen beim zappen, die es beim anderen immer gab, sind weg. und die sender eh noch viel geiler.
aber: während man bei der cab.lecom die filme nur zu einer bestimmten zeit und nur sehr kompliziert runterladen konnte, geht es bei blu.ewin-tv keine zwei minuten, und man hat ihn. wann immer man will. man kann sendungen aufnehmen ohne zusatzgerät und ohne grosse probleme, und die paar fussball-matche, die man gern sehen würde, kann man ebenfalls ohne probleme "kaufen".
irgendwie macht das mehr spass. und auch wenns nicht das gelbe vom ei wäre; ich mag einfach die andere firma nicht mehr unterstützen. die haben uns sogar, trotz kündigung, die rechnungen weiterhin geschickt: hätte ja, ergab ein erboster anruf, sein können, dass wir es doch wieder gewollt hätten. nee.
ich lese und lese von eltern, die ihren kindern eier versteckten und osterhasen, und stelle fest: wir auch. aber nicht viel. überhaupt haben wir die schoggi-schwemme gut über die runden gebracht; es gab nämlich praktisch keine. von vieren, die es bis und mit heute gab, existieren noch immer dreieinhalb, und so wie ich das sehe, werden sie als teil eines muffins enden.
überhaupt lese ich von vielen glücklichen familien die lustiges eiersuchen zusammen gespielt haben. wir: nicht. der eb und ich setzten uns schon am samstagmorgen nach basel ab, fuhren danach weiter in die ostschweiz, wo der liebe onkel seinen sechzigsten bei einer karaoke-party feierte. (man muss dazu wissen: bei uns in der familie ist es usus, dass man die anderen mit einer show besingt, wenn eine party steigt.) der eb und ich übten von basel in die ostschweiz ganz lange und gut den bananaboatsong, kauften in einer raststätte extra noch bananen, um uns lustige röckli zu basteln und dann: bekamen wir den preis für die reifsten bananen. ich bin mir sicher, hätten wir die tochter dabei gehabt, die diesen song praktisch perfekt singen kann, wäre der osterhase, den es als preis gab, mindestens eine stufe grösser gewesen. :-))
am sonntag holten wir die kiz wieder zu uns. erst heute morgen durften sie "unsere" hasen suchen: ein häsli für die tochter, einen piraten für den sohn. dazu gabs für jeden ein kleines geschenk. am nachmittag kamen der onkel, der cousin und die cousine vorbei und wir verbrachten sicher zwei stunden draussen bei schönstem wetter und spielten hockey. also: die jungs vor allem. die mädchen kümmerten sich, dass die richtigen hasen im stall im garten der nachbarin ganz sicher genug zu essen bekamen.
und, ich muss es los werden, obwohl es nicht hierhin gehört: die mutter meines kleinen halbbruders (16) heiratet. eine frau. das war irgendwie so die nachricht, die am meisten eingeschlagen hat.
ich war heut im nasobem und hab mich verliebt. in das sonnige gelb des logos, in das gemütliche sofa, in die vintage-küchentische und den latte macchiato. (und, soweit man zwischenmenschliche begegnungen klassifizieren kann, auch ein bisschen in die gastgeber.)
despudelskern sass schon am sofatisch, den kuchen für ihren morgigen geburtstag hatte sie schon gegessen. die kerze war schon abgebrannt, und ich setzte mich aufs sofa und fühlte mich wie zu gast bei freunden. es waren nicht nur die gastgeber und die pudelin, die dieses Gefühl auslösten, es waren auch: die bücher. unaufällig waren sie an der Wand aufgereiht, der ideale rahmen für einen kaffee in einem raum, in dem dichten und denken und darüber reden nie aufzuhören scheint.
"sie kam und blieb" heisst ein Buch von simone de beauvoir. ich wäre gern im nasobem geblieben. weil ich nicht kann, fordere ich euch auf: geht hin. bleibt ein Weilchen.
es gibt dinge, die sind auf dem land einfacher als in der periferie einer grossen stadt. zum beispiel: das hallenbad. wir waren heute wieder einmal im sportzentrum len.zerh.eide, das eines der schönsten kleinkinderbecken hat, das ich überhaupt kenne. wir waren kurz vor drei da, und weil so ein schöner tag war, hatte es praktisch keine leute drinnen, die waren alle draussen am skifahren. und, eher lustig: die meisten, die dort waren, waren touristen. im zollik.erberg, unsere bisherige lieblingsbadi, hätte man niemals um 3 uhr nachmittags an einem sonntag um einlass bitten dürfen.
ich habe, ich muss das zugeben, das brot meines lebens gebacken. oder besser: die brötchen. dazu nahm ich einen ganz normalen urdinkelteig vom orangen m, mischte die dinge, wie sie auf der packung standen, mit einer ausnahme: ich hatte keinen naturjoghurt und nahm statt dessen hüttenkäse. die brötchen wurden von den kindern mit weinbeeren und nüssen verziert - und sehen nicht nur schön aus, sondern haben einen göttlichen geschmack und eine super konistenz. und den hüttenkäse schmeckt man nicht; man kann also problemlos ein honigbrot daraus machen.
der bollo hat seine erste reifeprüfung («ich gehe alleine in die spielgruppe und wieder heim») bestens überstanden und ist stolz wie oskar.
«nein», sagte die tochter heute, «sicha nöd.» sie schlief heute erst um 21.30 uhr ein, wird aber wohl morgen lange schlafen, da sie gestern schon erst um die zeit einschlief und heute um 7.45 im schlaf angezogen werden musste: mein weg führte zu meiner ex-wohnung. in der krippe schlief sie auch nur anderthalb stunden und hätte gern noch weiter gepennt.
der sohn wollte heute erst noch ein buch angucken, was ich ihm gestattet habe, dann kam er, sehr süss, zur schwester und mir gekrochen und schlief, nachdem ich ihm den rücken gekratzt hatte, subito ein. auch da war es schon 21 uhr, ich denke, auch er wird morgen sicher nicht um sechs wach. :-)
morgen dann darf er das erste mal ganz alleine in die spielgruppe laufen, was sein innigster wunsch ist, und ich bin gespannt, wie das geht. der weg ist vögelieinfach: zwischen den häusern hindurch, unten rechts abbiegen und zwei häuser weiter die türe rein. mit der leiterin ist abgemacht, dass ich ein sms schicke, wenn er geht, und sie schickt eins, wenn er da ist. sie hat noch einen jungen, der das so macht; er wohnt in der nachbarschaft.
ich gebe zu: ich habe ein wenig mühe damit, ihm freiheiten zu lassen. was eigentlich grundlos ist, denn wenn man ihn was machen lässt, dann funktioniert es in der regel gut.
ich habe die wohnung abgegeben und war fürchterlich nervös: dabei musste ich das gar nicht sein. der parkett wurde nicht erwähnt, das büsi war nett und wo sie recht hatte, hatte sie recht: bad nicht gründlich genug geputzt (der kalk an den wänden), und sonst noch ein paar kleine dinge. die wände, die fast sauber waren, insbesondere die an impressionisten erinnernden bemalungen der kinder waren schon lange weg, werden gestrichen – ohne dass ich es zahlen muss. einen nachmieter für die kleine wohnung an wunderbarer lage gibt es noch nicht. das wundert mich: 1700 stutz ist saumässig billig für die lage; und wenn ich nicht zwei kinder hätte, ich wäre nie da ausgezogen.
ich traf noch eine nachbarin, die mir sagte, sie hätte mich schon lange nicht mehr gesehen, worauf ich ihr sagte: wir sind umgezogen. sie hatte null schimmer davon und zieht selbst im juli weg. so ändert sich alles. mich nimmt wunder, wie das wird, wenn ich im sommer einmal dort in die badi gehe.
diese helligkeit am abend, sie macht mich ganz wuschig. ich habe die neue, hochgelobte biografie von eva braun gelesen und bin: enttäuscht. es hiess, näher als die autorin sei noch keine an die frau gekommen, doch für mich stimmt das nicht, im gegenteil: so leer war ich selten nach einer biografie. die meisten buchstaben gehen übrigens für die erklärungen drauf, warum das und das nicht stimmen kann und wie zweifel- oder ehrenhaft etwelche quellen sind.
ganz sonderbar war die rolle des great dictators, zumindest im ersten atemzug. erst nach und nach kristallisierte es sich heraus, dass da ein mann einmal als mann, als geliebter gezeichnet wurde, und nicht oder nur nebenbei als despot. auch er blieb aber seltsam blass. die ankündigung, dass eva braun kein dummes huscherl war, sondern durchaus informiert war über die vorgänge im dritten reich, die war irgendwie komisch, denn so wie es dann im buch geschrieben stand, war alles mit logischem menschenverstand nachzuempfinden.
eva braun kam mir nicht näher, das ist schade. wer den spiegel zum thema gelesen hat: er reicht vollkommen. ich glaube, von den erinnerungen von traudl junge konnte ich diesbezüglich mehr profitieren. ich glaube, ich bestelle mir die kershaw-hitler-bio oder, was ich auch schon lange gern lesen täte: speer und er.
aber zuerst: weiter im text mit «alles über sally».