wir waren im leg.oland und es war hammer. dabei spielten wir kaum lego, sondern eroberten das terrain auf den zahlreichen bahnen. der zeitpunkt war ideal gewählt, noch waren nirgendwo ferien. wir hatten den park praktisch für uns. (ich merke, je älter ich werde, desto mehr geh ich menschenansammlungen aus dem weg. und lärm mag ich eh nicht, schon gar nicht aus elektrischen tonfolgen.) wir schliefen im zelt und hatten grausam kalt, der eb und ich kuschelten, nein, pressten uns auf 90 zenti aneinander und froren trotzdem. und dennoch: ich würde sofort wieder gehen.
das dazugehörige feriendorf ist, im gegensatz zum reka-feriendorf vom letzten jahr, total sauber und gepflegt. es gibt einen zeltplatz, wo wir eben in einem ritterzelt schliefen, und bungalows, die keine küche haben. gegessen wird in einem grossen resti, wo das frühstücksbuffet auch aufgetragen wird. auch hier: super schön, super hygienisch. ehrlich, ich hab mich nicht einmal gegruust, und das geht bei mir relativ schnell. es war einfach sauber, auch die campingduschen und die lavabos. (ich schreib das so, weil mich das alles nach dem reka-flop vom letzten jahr extrem freute.) die anlage hat beim resti noch einen kleinen see, und wie immer war meinen kindern egal, dass die anderen kinder in faserpelzen und daunenjacken rumliefen, sondern zogen sich bis auf die unterhose aus und machten sich nass.
für den bollo wars ideal, er hatte die ganze welt der ritter und piraten für sich. das häxli war ein grenzfall: für vieles war sie zu klein, und da sind die aufseher pickelhart – zu recht. ich wollte sie einmal in eine art bergundtalbahn schmuggeln, durfte nicht, und dann wars so schnell, dass es gut war, dass sie nicht dabei war. :-) der bollo, der grad zuvor auf der ultrakrassen drachenbahn gewesen war - unabsichtlich - hielt mich während eben dieser bergundtalbahn fest in den armen und sagte: musst keine angst haben, mami. mami hatte aber auch keine angst, der war nur kotzübel und kämpfte damit, den nicht vorhandenen zmittag in sich drin zu lassen. :-)) zurück zum häxli: sie checkte halt, dass der bollo mehr durfte als sie. aber sie will alles machen, was der bollo macht, was ein paar mal zu tränen führte. sie liess sich aber zum glück schnell ablenken. am besten gefiel ihnen übrigens die kleine stadt, wo lauter sehenswürdigkeiten aus lego nachgebaut wurden. ähnlich wie bei swis.sminiatu.re. auf den strassen dieser städte gab es züge, büsse, unfälle – einfach alles, was wir jetzt zuhause mühsam nachbauen müssen. :-)))
alles in allem: ein echter zeitverbringdingtrip, ich würd nur nie in der hochsaison gehen. :-)

es war heute in der letzten italienisch-stunde vor den ferien, als ich den satz sprach: «sono casalinga.» es zerbrach mir fast das herz, als ich das sagte, und gleichzeitig dachte ich: ich hätte nie gedacht, dass ich diesen satz einmal sagen muss. ist doch wahr. ich habe dann und wann ein paar projektli, aber so wirklich arbeiten tu ich nicht. die kinder sind zwei tage in der krippe, und die nachbarn haben schon realisiert, dass mein mann öfters als die ihren zu hause ist. wir führen sozusagen ein herrenleben in einer familiensiedlung. :-))
wie auch immer, es tat weh, das sagen zu müssen. irgendwie. ich war das noch nie so richtig und wollte es auch nie so richtig sein. in meinem leben waren immer kinderfreie zonen. und jetzt, wo ich langsam merke, dass es wohl länger geht, bis ich wieder arbeit finde – und wohlgemerkt, die zeit doch auch geniesse – fehlen mir die kinderfreien zonen. die gebiete, wo es nicht ums windelwechseln und sprachfortschritte und so geht, sondern darum, dass einer mich dafür bezahlt, dass ich am abend einen leistungsausweis vorweise.
wird schon wieder. bis dahin geb ich noch ein bisschen die casalinga und putze morgen vor der abreise nach tüütschland die böden, wo die racker mal wieder aushäusig sind. hatten wir ja auch schon lange nicht mehr. :-))
berichtete ich schon, dass der kleine indianerjunge, der mit den tieren sprechen kann, der neue beste freund meiner kinder ist? nein? dann sei es hiermit gesagt. zum clan, für diejenigen, die es nicht wissen, gehören ausser dem jungen sioux noch sein freund kleiner dachs, seine freundin regenbogen, grosser adler und natürlich kleiner donner. die kiz haben von ihrem papa eine dvd mit ein paar folgen und dazu ein bettdeck mit yak.ari drauf geschenkt bekommen.
weil meine tochter seither jedes pferd kleiner donner nennt, lässt es sich gut herausfinden, wer die serie – lief zum teil auf arte gleich nach dem san.dmännchen – ebenfalls kennt. ein mädchen, bei dem wir kürzlich zu besuch waren, erklärte nach einen blick auf ihr eigenes rosa quietschpferd aber, dass kleiner donner total anders aussähe. und gestern, beim lieblingscousin, der sich ebenfalls als fleissiger gucker outete, beugte sich das häxli ganz wichtig zum cousin hinüber und flüsterte, wie wenn es ihr allergrösstes geheimnis wäre, ihm ins ohr: grosser adler!
auch legotechnisch müssen wir natürlich bei den gefühlt 1000 körperteilen, die kopflos rumliegen, einen yaka.ri basteln. den besten bot froilain tochter aber heute abend im bett. auf meine frage, ob sie auch eine junge sioux sei, antwortete sie: «nei. häxli. jux.»
unser fernseher wird nicht mehr an den strom angeschlossen. nachdem ein wahlweise dunkler oder heller bildschirm, eine art blitzlicht, nicht mit meiner angst vor feuer kompatibel ist, wurde ihm der lebenssaft entrissen und dabei bleibt es auch. der zeitpunkt ist ideal: nicht mal prinzessinnenhochzeit konnt ich mehr fertig schauen. den kindern wars lustigerweise fast egal, der sohn hat nicht einmal danach gefragt, die tochter ein paar mal, und als sie dann bemerkte, dass wirklich nix geht, hat sie sich eine andere beschäftigung gesucht.
weil unser liebster ersatz-babysitter ausfiel, durfte muttern ran, und da wir ja seit ein paar wochen im besitze einer riesenschachtel voller legos sind, bauten wir aus den vorhandenen steinen und platten eine stadt. wir haben also, eliane sei dank, ein gefängnis, zwei identische einfamilienhäuser mit angebauter garage, ein rossstall für kleiner donner und seine freunde, eine burg und diverse autos, darunter auch ein ferrari.
dazu kommen noch zwei inseln, diverse boote und gemüsebeete. die hat aber der sohn gebaut. ein paar mal gerieten wir beim bauen aneinander, die meiste zeit aber bauten wir hand in hand. zwei dinge muss der sohn aber noch lernen: wenn ich baue, dann baue ICH. tipps sind nicht erwünscht. und: ich mag zwar bauen, aber spielen damit eher nicht. dafür hat man die kleine schwester. die kommt sicher gern mit kleiner donner auf besuch.
es ist manchmal lustig, zu hören, was kinder für wörter entwickeln. der bollo nannte lampions eine zeit lang stur lampionumzug, das gehörte für ihn einfach zusammen. es gab allerdings seither, wenn ich mich recht entsinne, auch keine lampions mehr. ich weiss also nicht, wie er das jetzt nennen würde.
was badis betrifft, so kennt das häxli nur zwei begriffe. einer heisst badi winkel, unsere ehemalige hausbadi. es dauerte seine zeit, bis ich herausfand, dass das häxli alles, was entfernt an schwimmbecken erinnert, so nennt. es war lustigerweise im baumarkt eines grossverteilers, wo sie ein planschbecken erblickte und freudig erregt erklärte: «badi winggel gseh!» (sie verweicht das k, und ich weiss noch nicht, ob das ein kindlicher entwicklungsschritt ist oder sie das heimische idiom schon übernommen hat.) das andere wort wäre hallenbad.
hallenbäder mit dreimeter-sprungbrett sind derzeit tabu für sie, glaub ich. und es ist nicht so, dass ich jemals gedacht hätte, dass ich einen solchen satz schreiben muss. :-)
wir waren im hallenbad, auf wunsch des häxlis. was heisst hier wunsch: auf ihre vehemente forderung, wohlbemerkt. wir waren, weil der eb für seine footballer einen platz sucht, auf dem sportplatz im ort, und dort steht auch das mini-hallenbad. es war leer, und die tochter meinte, als sich der weg in der scheibe spiegelte, es handle sich um eine riesige rutschbahn. es tat weh, sie enttäuschen zu müssen: das bad ist so gross wie eine turnhalle. und heute abend ist es für den pöbel nur von 20 bis 22 uhr offen. normalerweise ab 17 uhr. ausser an donnerstagen. wissen wir nun.
bevor wir ins hallenbad gingen, mussten wir noch einen anderen platz besichtigen, er liegt zufällig im wohnort einer bundesrätin. dort gäbe es gleich neben dem feld einen spielplatz, was ich zuerst super fand. bis die tochter cool «hallo» von der kletterwand runterrief und gar keine freude an meiner meinung von wegen sie sei noch zu klein dafür hatte. gut, musste sich die tochter gedacht haben, gehen wir halt auf den anderen turm, da kann ich dann auf der rutsche runter. weil es mir nicht ganz geheuer war, ging ich auch auf den turm, aber bevor ich sie fangen konnte, rutschte das töchterlein runter.
blöderweise war es eine gewellte rutschbahn, und in der zweiten welle schlug es sie nach vorn und bevor ich irgendwas tun konnte, landete sie kopfvoran auf dem boden. eine harte landung. das mädchen schrie herzzerreissend, und wie es sich herausstellte, hatte sie sich ausgerechnet die haut dort aufgerissen, wo das ohr auf die kopfhaut trifft. autsch! eine andere frau nahm sie aber sofort hoch, bis ich unten war. und keine fünf minuten später stand das häxli wieder auf dem kletterturm, worauf beschlossen wurde, das feld zu räumen.
im hallenbad dann der nächste ärger für fräulein tochter: anders als ihrem bruder wurde es ihr nicht erlaubt, vom dreimeter brett zu springen. ein meter, fand sie nach gefühlt 1000maligem runterspringen, muss was für babies sein. :-) der bollo hingegen war kaum zu stoppen, nachdem er einmal runtergesprungen war. (der bademeister fand übrigens, sie könne schon, wenn wer von uns unten warte und sie unbedingt wolle. aber das unfallrisiko sei wohl zu gross, wenn sie auf den bauch oder den kopf prallt.)
der junge muss schwimmen lernen. ich werde mich bald mal erkundigen. wasserangewöhnung und so braucht er wohl kaum, er ist es sich ja, wie seine schwester auch, seit frühester kindheit gewohnt, im see, gegen den wind und die wellen, aufs floss zu schwimmen. tauchen kann er auch, also er hat das prinzip begriffen und praktiziert es auch, soweit ihn die weste lässt. die weste ist übrigens vom ja.ko-o, 35 stutz und jeden einzelnen franken wert.