meine damen und herren, wir unterbrechen das programm für eine mütze schlaf. nicht dass es zuwenig gab davon; ich fühle mich derzeit einfach wie früher nach einer zweitägigen kampfwanderung im alpstein.
die kinder gingen heute mit dem eb raus. es war noch nicht ganz neun, alle noch im pischi (ausser der eb, der musste zur arbeit), und da blieben wir dann, bis es ungefähr 14 uhr war. dazwischen wurde noch die kinderbank geliefert und zusammen gesetzt, und weils so schön war, haben die kiz und ich auch gleich auf der gegessen. eigentlich wäre ein besuch im freibad auf dem programm gestanden, aber meine nachbarin fand die wolken zu krass, weshalb der besuch auf morgen verschoben wurde.
gegen 16 uhr wurde der bollo immer stiller und klagte über kopfschmerzen. er lag aufs sofa und hatte bald fast 40 grad fieber. er schlief relativ schnell ein. man kann sich das gar nicht vorstellen, wie still es ist, wenn es dem buben nicht gut geht. man leidet grad mit.
zum znacht kam besuch, und weil ich echt keine lust auf grilladen hatte, gab es salate. noch so ein punkt, an dem man merkte, dass es dem bollo echt nicht gut ging: er wollte seine lieblingsfreunde gar nicht begrüssen. als sie wieder gingen, schlief er, und er hat bitterlich geweint, weil er nicht ade sagen konnte. hoffen wir auf morgen, und falls er noch immer krank ist, dann darf das häxli alleine mit ihrer freundin in die badi. (sie wollte natürlich «alli zämä», aber das geht wohl nicht.)
es war heiss heute, sogar der wind, der wie immer gegen mittag zu blasen begann, war heiss. die kiz waren abgeschoben, wie immer mittwochs, und weil es so heiss war, beschloss ich, drinnen zu bleiben. soviel hausarbeit wie heute hab ich schon lange nicht mehr gemacht: betten abgezogen, böden gesaugt und gewienert, bad deluxemässig geputzt, dusche ebenfalls, und dann, im untern stock, gab der staubsauger den geist auf. auch er hatte offensichtlich: heiss.
zur abkühlung bin ich nicht etwa in den kinderpool gehüpft, sondern habe mich, nachdem ein experiment am montag scheiterte, nekatrinensirup gemacht. die vorigen früchte hab ich püriert und dem eb als späten dessert mit quark zum frass vorgeworfen. mädels, jungs: so was feines habt ihr noch nie gegessen. gott, war das göttlich. meine güte!
nicht ganz in mein programm passte dann allerdings, dass der bollo beim znacht seinen becher zweimal! zweimal! umgeworfen hat. ich hätte heulen können. dabei machte er es nicht mal absichtlich. und ebenfalls schlecht war die idee mit der pizza aus blätterteig zum znacht – die beseitigung der brösel danach trieb mir ebenfalls die tränen in die augen.
fazit: das nächste mal grossputz mach ich, wenn ich weiss, dass mindestens zwei tage perfekte sauberkeit herrscht. und morgen gehe ich mit den kiz und der nachbarin in die badi. :-)
ach ja. gewittert haz hier bisher nicht. obwohl das häxli dauernd auf regen wartet. sie hasst regen. wenn auch nur das wort regen ertönt, geht sie ins haus, selbst bei strahlendem sonnenschein.
der bollo fiel aus versehen in einen gebirgsfluss, wo sein götti ihm einen kleinen weiher gebaut hat. (unweit der brücke, miss lavender.) prustend taucht das kind wieder auf und sagt: «wer hat hier eis reingetan?» (ausserdem warf er seiner grossmutter einen schneeball den rücken runter. ja, ist wahr.)
fahre ich mit dem göttimaiteli vom eb durch ihr dorf und denke, da ist ne schule, da ist sicher tempo 30. sag ich: «ist hier tempo 30?» sagt sie: «mein papa fährt hier schneller.»
(ich hatte soooo viel im kopf. alles weg.)