Dienstag, 27. Juli 2010

ein mojito auf frau seenia.

der eb und ich, wir reisen am 11. august wieder nach siena. bis zum 17. august. «und wir zwei?» fragte das häxli, als ich ihr und ihrem bruder das mitteilte. nämlich, dass sie zuhause bleiben müssen. «wer schaut auf uns?», fragte auch der bollo. meine antwort: «oma.» dem bollo entgleisten für einen kurzen moment die gesichtszüge; dann meinte er: «ooooch. und wann kommt frau seenia wieder zu uns?»

darauf, meine lieben kinder, hab ich im moment auch keine konkrete antwort. aber ich verstehe die kiz nur zu gut. vorletztes wochenende, als sie als gast des hauses da war, da dauerte es ungefähr bis donnerstag, bis ich, als ich von der ersten zigi vom balkon wieder ins haus kam, nicht dachte: «ist frau seenia auch schon wach?» und, ich schwörs: von all den leuten, die wir kennen, teilweise auch regelmässig sehen und sie durchaus mag, gibt es keine einzige person, die das häxli körperlich so nahe ranlässt wie sie. als wir sie am freitag am bahnhof abholten, da sprangen ihr beide in die arme - so sehr haben die beiden sie ins herz geschlossen.

tja. es ist natürlich immer einfacher, sich zu zweit um zwei kinder zu kümmern, aber wenn man das glück hat, sich mit frau seenia um zwei kinder kümmern zu dürfen, dann kann man nicht mehr als von glück reden. und sobald ich die fotos mal endlich hochgeladen habe, gibz bilder satt. :-)) bis dahin: erheben wir ein glas mojito auf frau seenia, den besten babysitter wo giz. viva!

Montag, 26. Juli 2010

drunk in farbe :-)

bern1

das wären der liebe schwager, der mich heute am telefon mit «hi, drinking buddy» begrüsste, und ich in action. man darf drei mal raten, was ich in meinen händen halte. :-) ein rest des kopfes blieb, damit mal alle wieder sehen, dass ich durchaus eine frisur haben kann :-)

bern2

vorher, als ich noch nüchtern war, hab ich an die 150 fotos gemacht, und das ist eines der besten, das dabei herausschaute. danach gabs kaum mehr pix :-)

Sonntag, 25. Juli 2010

drunk.

die schweizer meisterschaft, das ist einmal im jahr der tag, an dem ich mich mit meinem schwager betrinke. sehr gezielt. es eine art wetttrinken zu nennen, wäre nicht falsch, trifft aber haarscharf am ziel vorbei. nachdem ich letztes jahr wegen der anwesenheit meines sohnes aussetzen musste, habe ich ihn und seine schwester dieses jahr in die liebevollen hände von frau seenia gegeben und mich gehen oder auch: treiben lassen.

ich bin nicht der typ, der nur lustig ist, wenn er sich betrinkt, und an ungefähr 350 tagen im jahr trink ich keinen einzigen schluck alkohol. ich ertrage, seit ich die gallenblase los wurde, keinen rotwein mehr, sondern halte mich meist an weisswein. ausser an der schweizer meisterschaft. da wird immer und nur bier getrunken. anders früher: da wurde bier gesoffen, weil es billiger war, und wenn wir uns betrinken wollten, so richtig mit vorsatz, gab es noch ein paar tequilas dazu. am liebsten die goldenen, die mit zimt und orangen.

auch der eb liess sich gehen; wir tanzten zu einem imaginären lied auf der tartanbahn, jeder mit einem becher bier in der hand. es war kalt, wir waren warm eingepackt, und ein wenig kam die unbeschwertheit der ersten tage wieder zurück. man vergisst das, zu oft, wenn man mit dem schiff des alltags untergeht, dass man auch noch nur zu zweit ist oder sein kann. dass die welt, die man in diesen ersten tagen der unbeschwertheit aus einer wolke von oben bestaunt, immer noch von oben bestaunt werden kann – man vergisst es einfach. wir lachten, wie man es nur unter alkoholeinfluss tut; über den grössten mist und die kleinste kleinigkeit. und es war gut so.

nur der kater, der einem am nächsten tag vom nacken in den kopf hinaufkriecht, den müsste man aussperren können, ohne dass er nachher die tür zerkratzt. weil kater und kinder: das passt einfach nicht.

Donnerstag, 22. Juli 2010

fräulein hexe ladet sich ein.

manchmal will das häxli mit unserem nachbarsmädchen spielen, das in der anderen hälfte wohnt. so wie heute, wo sie noch im pischi rüber ging und blieb. ich werkelte derweil was in der küche rum und irgendwann kommt sie, sagt was und geht wieder.

das nächste mal, wo ich sie sehe, hat sie einen tomatenmund. «hast du etwa nebenan gegessen?», frag ich sie. «ja», sagt sie. ich gehe rüber, und tatsächlich, da steht ein dritter kinderteller. auf meine nachfrage sagt die nachbarin: «ja, sie hat hier gegessen. ich hab ihr gesagt, sie solle fragen kommen, und sie kam zurück und sagte, es sei ok.»

aha, denk ich, deshalb dieser kurze besuch zu hause zwischendurch. :-)

abgesehen davon hat die kleine hexe nur einen wunsch: dass «mami, papi, bollo, häxli – alli zämä legoland go.»

tk

Montag, 19. Juli 2010

hüstel.

wer kinder hat, weiss: nicht alles, was in erziehungsratgebern steht, lässt sich in der praxis auch umsetzen. und kinder sind manchmal mehr, manchmal weniger, aber immer: eine herausforderung.

mein sohn hat angefangen, bei verboten (man hinterfragt sich ja dauernd: war das jetzt zuviel? wäre schweigen besser gewesen? usw.) die antwort zu geben: «ich darf machen, was ich will.» meine reaktionen hierzu fallen unterschiedlich aus; kommt auf die aussentemperatur, die innentemperatur, vorgeschichte und biorhythmus drauf an.

liegen wir also im bett und ich bin stinkesauer auf den sohn, weil er komplett verbotenerweise rüben aus dem beet gezogen hat und seine schwester dazu anstiftete, mit zu machen. irgendwann kommen wir im laufe des gesprächs darauf, dass er ja, wenn er ja eh machen dürfe, was er wolle, gar kein mami mehr brauche, weil er ja eh mache, was er wolle. (haben andere mütter, versicherten mir diese, auch schon zu ihren kindern gesagt.)

sohn, mit tränenschnute: «aber wer kocht dann für uns, wenn du nicht mehr da bist?»
mutter, schon weichgekocht, mit fragendem unterton: «papa?»
sohn, bricht vollends in tränen aus: «nein, der kann das nicht so gut!»

ende vom lied: ich musste mich, als er endlich schlief, ganz sanft aus seiner sehr festen umarmung lösen, weil er mich gar nicht mehr gehen lassen wollte.

rage.

reloaded.

tomatenfaen

how much?

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