schon eine woche nix geschrieben. und nix, das mir dazu einfällt, das loch zu flicken, das hier dadurch entstanden ist. tröpfelt alles vor sich hin. die einladungen für des sohnes party sind verschickt, der liebe onkel aus amerika hat sie gebastelt. ausserdem war der sohn vor einer woche erstmalig mit zwei freunden auf dem schulhausplatz zum fussball spielen, und auch das hab ich schon überwunden. dieses grosswerden abseits der elterlichen vier wänden. es war ja, ich gebs zu, ein wenig komisch, von einem vierjährigen gefragt zu werden, ob er auf den schulhausplatz gehen darf, aber andererseits auch: das ist, wo der kindergarten ist. er kennt weg, er kennt gebäude, er kennt leute. also. und hier, wo es eine art spielstrasse gäbe, ists im moment gar nicht lustig, weil vier häuser gebaut werden und der platz dauernd von autos versperrt ist, abgesehen davon, dass man nicht mehr einfach so mit dem velo auf die strasse fahren darf. dem häxli genügt eine schaukel und eine rutsche, dem bollo ist das irgendwann zu wenig, insbesondere, wenn seine freunde ein haus weiter dürfen.
der bollo wird fünf. ich fass es noch immer nicht und werde diesem thema einen eigenen beitrag widmen. :-) aber nicht jetzt. er selbst zählt bereits die tage bis zu seinem geburtstag, erzählt allen, dass er sich das playmobil-wohnmobil wünscht, und ich muss dann hinterrücks korrigieren, damit er am schluss nicht mit fünf wohnwagen da steht. wäre ihm zwar wurst, aber mir nicht. :-) und dem eb, dem ob der vielen kleinen teilchen, die hier schon rumschwirren, eh ganz anders wird, wäre es noch weniger recht.
der bollo durfte neun kinder einladen. das ist pädagogisch nicht sinnvoll, ich weiss, aber er durfte noch nie eine party machen und deshalb darf es jetzt mal ein wenig mehr sein. wir werden eh draussen sein, sofern das wetter mitspielt. und dann müssen auch noch alle zusagen, das ist dann das andere thema. aber wird bestimmt lustig. jedenfalls bekommen wir tatkräftige unterstützung von einer jungen frau mit spielgruppenleiterausbildung, da werden wir dieses kind schon schaukeln. hoff ich. :-)) und irgendwie sind das nachbarsmädchen, das hütekind und der cousin ja wie keine gäste, da fest in seinem leben verankert. :-))
(jetzt, wo ich das so aufschreibe, wird mir doch bange. neun kinder. und wenn das wetter nicht mitspielt, was dann? geht doch nicht! aber ja, wir haben im team einen lehrer und eine spielgruppenleiterin, das sollte gehen. es muss!)
«hab ich viel los», ist des sohnes neuer lieblingssatz. ist auch wahr: gestern wurde er vom grossvater himself im kindsgi abgeholt, zu den grosseltern gefahren und dann durfte er dem freund der familie zusehen, wie er den grossen, kranken baum im garten fällte. der mann war extra auf gestern bestellt worden, damit der lütte ihm zuschauen kann. das ist service! später am nachmittag musste er noch zu den spor.tkiz, und als wir abends nach hause kamen, meinte er eben: «hab ich viel los im moment» :-)
er ist soo ein goldiger kleiner kerl. in knapp zwei wochen wird der lausebengel fünf und wir müssen langsam anfangen, die party zu planen, die er endlich, endlich einmal haben darf. :-)
der mann ist in london. männerweekend. football. wenig schlaf, viel hochprozentiges. :-)
morgen muss ich als vertretung des vaters mit dem häxli ins elki-singen. problem: ich kann nicht singen. ich kann passabel geige spielen, ich kann auf dem klavier melodien aus dem kopf einfach nachspielen – ohne akkorde, da keine klavierstunden – aber ich kann nicht singen. armes häxli. das häxli hingegen hört ein lied ein, zwei mal, und ehe wir es versehen, kann sie es singen, und zwar glockenhell und klar. also das pure gegenteil meinerseits. ihr derzeitiges lieblingslied: «99 luftballons» und «leuchtturm». (nein, ich moche nena nie.) wir werden bald dem eb sein altes klavier im haus haben, und so fern es die zeit und so zulässt, werd ich mal ein paar stunden nehmen. einfach damit ich das gefühl dafür bekomme und das häxli auf dem klavier begleiten kann - mehr als nur einfach in tonfolgen. mein stiefvater und mein bruder spielten elektrische gitarre; wir hatten zuhause oft sort of rockkonzerte - und ich fand das immer wunderschön, musik machen zusammen.
mit legos ist es so: wenn man ein bestimmtes teil sucht, findet man es nie. nie, nie, nie. tagelang, ich schwörs. so geschehen mit einem langen teil, das man für den bau einer garage braucht, da es eine rille hat, in der das tor hin und herflutschen kann. heute habe ich es, zufällig, ich wollte die legos nämlich wegräumen, gefunden. knappe zwei stunden später hatte der bollo endlich ein legohaus mit angebauter garage und war der glücklichste bollo der welt.
gestern auf dem spielplatz im nachbardorf wieder ein gesicht aus der alten heimat entdeckt. sie kam zu mir und sagte: ich kenne dich. du erinnerst mich an jemanden, der so heisst, wie ich halt heisse. und ich wars dann. :-) war lustig, weil sie war zwei klassen über mir und ich hab keine ahnung, warum ich ihr im gedächtnis blieb. (ich fiel nicht gross auf in der schule :-))
der fussballclub aus meiner alten heimat kriegt keine millionenspritze von der stadt. das ist in etwa, was ich weiss. der eb erzählte mir noch von einem beitrag im fernsehen, in dem es hiess, der fussballverein sei zu schnoddrig aufgetreten und hätte argumentiert, die stadt brauche den fussballverein. ich habe als kind ganz in der nähe des alten stadions gewohnt; die besucher parkten immer auf dem schulhausplatz, wo wir mit den velos unsere runden drehten, und der jubel und die pfiffe waren jeweils bis zu uns zu hören. später, als ich schon zweimal umgezogen war, kehrte ich zum alten stadion zurück – und machte die kv-lehre in einem betrieb, der gleich neben dem stadion lag. und als sie damals, in den frühen nullern, meister wurden, freute ich mich natürlich mit allen anderen. dass eine tante von mir eine affäre mit einem seiner prominentesten fussballern hatte, bleibt unter uns.
ich habe also eine gewisse emotionale bindung zu dem club; obwohl ich nach dem meistertitel die präferenzen in die nordwestschweiz verlagerte, gehören viele meiner kindheits- und anderen erinnerungen zu diesem club. an was ich mich aber auch erinnere: wie jeweils in der zeitung geld gesammelt wurde. es war so sicher wie das amen in der kirche: das sommerloch gehörte dem fussballclub und dem balken, wieviel geld schon im pott ist und wieviel es noch braucht, damit es weiter gehen kann.
ich hab es damals nicht verstanden, um was genau es ging, die grün-weissen balken waren einfach lustig und überhaupt. aber es ist das, was mich dazu bringt, zu sagen: es ist recht, dass der club nicht schon wieder geld bekommt. wenn sie es nicht schaffen, mit dem zu kutschieren, was sie haben, dann müssen sie halt mal untendurch. natürlich, es geht um arbeitsplätze, wirtschaftsfaktoren, was weiss ich – aber es geht auch darum, wieder auf den boden zu kommen. wenn nötig, auf die harte tour.
fuhr der eb gestern mit dem fräulein tochter nach hause, blieb im stau stecken, und was sagte die kleine maus ihrem einzigen helden? «machsch tschatschigga?»
tschatschigga, das ist der bei «cars», der in den rennen immer die anderen überholt und rauscheckt. und nein, damit macht man sich im bündnerland nicht beliebt. wäre aber cool, das dem polizisten als begründung anzugeben, warum man mit 120 durch die 50er zone gefahren ist und dann und wann ein auto gestreift hat: «meine tochter meinte, ich solle tschatschigga machen.»
ich hab es schon mal erwähnt: ich führe derzeit einen persönlichen kleinkrieg gegen unerwünschte post. das thema nimmt im alltag keinen grossen platz ein; ich habe in der tat viel, viel anderes zu tun und zu denken. aber ich habe es mir mittlerweile angewöhnt, bei unerwünschter post dem absender sofort anzurufen und ihn zu bitten, uns nie mehr mit seinem zeug zu beschenken.
ein beispiel: das telefonbuch und die gel.ben seiten. ich habe seit jahren, wirklich seit jahren nie mehr ein telefonbuch in die hand genommen, und sehe nicht ein, weshalb wir ein solches bekommen müssen. rufe ich also die service-nummer an, wo man mir sagt, ich müsse mich an die post wenden. «ach», sagt da die dame, «das wäre also ein viel zu grosser aufwand, dem pöstler zu sagen, dass sie das nicht mehr wollen.» hä? denk ich. ist das service public? die frau verweist mich auf die robin.son-liste, worauf ich der dame erklärte, dass wir die nicht nötig hätten, weil wir ja eben nicht mal im telefonbuch stehen.
ich konnte danach wirklich hören, wie die frau in gedanken sagte: tun sie das zeug doch einfach ins altpapier. und genau da ist der punkt: ich mag nicht mehr. wir können das altpapier nicht einfach vors haus stellen, und wenn ich die beigen ansehe, wo die ansammlung unerwünschter post etwa die hälfte ausmacht, dann mag ich nicht derentwegen zwei mal mehr dahin laufen, wo man das altpapier deponieren kann. das ist ein grund. der zweite ist: ich habs einfach satt. wenn ich was will, weiss ich, wo ich es bestellen kann. modekataloge zum beispiel; was in katalogen kommt, ist nie das, was ich tragen will. nie. und auch sonst. :-) nein, ich mach jetzt da weiter, bis es aufhört. nicht jeden tag, nicht jede woche, aber ab und zu.