now i know. warum mir dauernd schlecht war. warum es zog im magen. warum ich ein paar kilo zunahm, obwohl ich gar nicht mehr gegessen habe.
er wird vater.
die erkenntnis kam am freitag um 12.30 uhr. beim arzt. er zeigte mir einen ultraschall mit einem pochenden etwas und sagte: das ist das herz. sechste woche.
und jetzt muss ich mehr essen. obwohl mir immer noch dauernd übel ist. und essen für mich schon immer meist ein muss war. aber er kocht für mich und sieht zu, dass ich nicht schwer lupfe. obwohl: krank bin ich ja nicht.
mein körper spielt verrückt. und ich liege/sitze/stehe da und bin fasziniert.
vier todesfälle und eine hochzeit - das muss der mensch erst verkraften. ich hab es noch nicht. ich bin noch nicht mal mit dem papst erledigt. und die nachrichtenagenturen auch nicht. dabei hab ich die schnauze schon voll. aber ich wiederhole mich.
auf jeden fall hat sich der fürst mühe gegeben, so lange zu warten, dass weder er dem papst noch der papst ihm die show stahl. die höchststrafe für prinz charles wäre wohl, wenn er am samstag beerdigt würde. dann könnten die wenigsten royals, die in windsor sein dürfen/wollen, gar nicht kommen, sondern müssten an die französische riviera, wo das wetter tod-sicher viel besser ist.
konklusion: prinz albert, jetzt fürst albert, ist ein reicher mann. ohne frau. und seine schwester stéphanie eine reiche frau ohne mann. mehr will ich gar nicht wissen.
vergib mir - ich habe gesündigt. einen hamburger hab ich gegessen, obwohl die pfunde nicht purzeln, im gegenteil: mein fetter werden hat eine zahl.
welche? das bleibt mein geheimnis. die waage, auf der ich stand, hat zum glück kein gedächtnis. und rumerzählen kann sie es auch nicht.
trotzdem hat der hamburger geschmeckt. und die pommes dazu auch.
er ist erst drei tage tot. und ich habe die schnauze schon voll vom vatikan. die sollen mich alle in ruhe lassen, die ruinis, die ratzingers, die hummes und die anderen ihrer sorte. sollen sie sich zurückziehen und weissen rauch aufsteigen lassen, wenn sein nachfolger gewählt ist, der nie zu meinem kirchlichen oberhaupt werden wird, weil ich niemals in meinem leben katholisch sein werde. nie.
ich respektiere leute, die um ihn trauern. menschen, deren tränen man im fernsehen sieht. das ist wie das romantische ende eines filmes oder eine prinzenhochzeit: man lebt mit, man ist dabei, fühlt mit - und kann die tränen manchmal selbst nicht zurückhalten.
aber ich finde, an den papst zu glauben ist zu einfach. das ist wie alles glauben, was blocher sagt. man muss auch selber denken, und wenn man keine kinder will und keine pille, dann soll auch der katholike einen pariser benutzen, punkt. und das macht mich grad wieder mega sauer auf den mann, den meine onkel in meiner jugend despektierlich "trämper-päuli" genannt haben. "trämper-päuli" hat seine letzte reise angetreten.
und das schweizer fernsehen hat einmal mehr gezeigt, wie schnell es reagieren kann: nämlich gar nicht. aber das wusste man ja schon.
und dann muss ich mal an die frische luft und ganz laut herausschreien.
an solchen tagen verbindet mich mit meinem job eine tiefe, leidenschaftliche hass-liebe.