die herren von der versicherung hab ich heute im pijama empfangen. ich hatte ihren besuch total vergessen. wenigstens hatte ich die zähne schon geputzt.
eigentlich würd ich jetzt gern über meinen namen schreiben. und darüber, wieviele versionen ich im laufe meines lebens schon über mich ergehen lassen musste, weil es leute gibt, denen die richtige schreibe meines namens egal ist.
mir ist es nicht egal. ich finde, ich habe ein recht darauf, dass mein name richtig geschrieben wird. dass müller oder meier einfacher ist, ist mir ebenfalls klar. einen der beiden oben genannten namen hatte ich sogar schon mal. das war, bevor meine mutter heiratete.
mein name, und ich mein damit meinen nachnamen, klingt holländisch, aber er ist belgisch. das ist auch so was: immer, wenn ich meinen namen nenne, dann sagen die leute: ah, holländisch! mit den jahren hab ich dann gelernt, ihn mit belgischem akzent auszusprechen, damit ich nicht unter f abgelegt werde.
dennoch: ich liebe meinen namen. warum ich auf obengenanntes gekommen bin? vor jahren hab ich mal eine arbeit über eine frauenstimmrechtlerin geschrieben (da, wo ich herkomme, ein dauerthema) und damit einen preis gewonnen. ein mann - mir persönlich bekannt - hat jetzt ein buch über diese frau geschrieben, in dem ich ebenfalls vorkomme. eben wegen dieser arbeit.
drei mal wird mein name erwähnt. in zwei verschiedenen versionen. und jedesmal falsch. ich bin trotzdem ein wenig stolz darauf.
so, und jetzt genug ego-trip!
meine tour de gestern: ikea. interio. möbel pfister. mobitare. möbel pfister. schubiger möbel. ertrag: ein schuhgestell von ikea. ein badezimmermöbel vom pfister.
man muss wissen: ich liebe möbel von ikea, und zwar im ernst. ich liebe es, sie zusammenzubauen - eine willkommene abwechslung in meinem kopflastigen alltag.
das badezimmermöbel von möbel pfister war schon zusammen gebaut. als ich die kiste in empfang nahm, brach ich fast in tränen aus. aber wenigstens durfte ich die füsse selber dranschrauben.
nur: dazu fehlten mir die schrauben. und der schraubenschlüssel, wie in der zeichnung abgebildet. überhaupt: zeichnungen sind für den müll. aber bei ikea haben mir noch nie, nie, nie die schrauben gefehlt.
dienstagabend. tatort: 12 apostel im seefeld. begleitung: ein alter freund aus alten zeiten. wir hatten uns lange nicht gesehen und darum viel zu erzählen. dazu tranken wir bier. er knabberte dazu nüsschen, ich selbst verzichtete darauf. den boden hatte ich mir zuvor bei einem anderen drink an einem anderen ort in anderer begleitung gelegt: eine butterbretzel.
sie reichte. das bier war ganz gut. wenn man ein paar getrunken hat, spart man sich das abendessen. schlimm wirds erst, wenn der gang zur toilette den schlücken aus dem glas diametral gegenüber stehen. es wurde gelacht, klatsch ausgetauscht und bücher besprochen. und die nzz.
später traf ich mich mit ihm. er kam direkt von der arbeit und hatte noch nix gegessen. wohin also? ins nächste restaurant. wo ich zu den drei bieren ein viertes nahm und noch eine rösti mit gemüse ass. um 23 uhr! ich hätte mir die biere also sparen können. aber ich liebe rösti.
sie blieb im magen, übrigens. und hier noch ein büchertipp: eine amerikanische familie. hab mich im tram erwischt: laut lachend, böse blicke erntend. danke, zürich.
der heutige tag sei den gummibärchen gewidmet. vor jahren hat mich mal jemand darauf hingewiesen, dass gummibärchen - im gegensatz zu schokolade!!!!!!!!!! - nicht dick machen. nach ein paar tüten war mir trotzdem speiübel.
ich hätte mich darauf wieder der schoggi zuwenden können, aber das ging irgendwie nicht. der gesichtsverlust meiner höchstens pms-bekämpfenden schoggi-hasserin-identität erschien mir zu hoch. schliesslich hasste ich schoggi schon so lange, dass ich es selbst glaubte. (ich mag schoggi wirklich nicht. ausser, eben: pms.)
und jetzt? früher am abend ass ich ein kleines päckchen gummibärchen. mir wurde speiübel. dann fand ich mich mit leerem bauch vor dem tv wieder. ein stück brot musste her. und ganz, ganz tapfer ohne nutella.
den aloeverajoghurt mit sensitiver formel, den er mir gebracht hatte - fürs innere feng shui - liess ich stehen. das heisst: mir wurde ebenfalls speiübel. ich glaub, der hat das innere gleichgewicht verloren.
der kühlschrank wäre voll. mein magen wäre leer. aber bevor ich maradonamässig ein magenband brauche, geh ich zurück vor den fernseher. die tides haben eine klare sprache gesprochen.
dr. sex hab ich in der zwischenzeit fertig gelesen. mir hat es gefallen - vor allem die naivität und die menschlichen zwickmühlen, in der john milk immer wieder steckte. liebevoll erzählt, ohne zu verurteilen - und wenn, dann durch die worte von dr. kinsey.
ich habe auch den film gesehen, kinsey. vier sterne ist er nicht wert, sorry. er ist höchstens 2, 5 sterne wert oder so, und das auch nur, weil der von mir eigentlich extrem gehasste liam neeson und die von mir sehr verehrte laura linney super gut spielen.
ansonsten: die blosse aneinanderreihung - und zufällige - aneinanderreihung von ereignissen im leben des dr. kinsey. es fehlt der rote faden, es fehlt ein story-strang. wie auch immer: ich war enttäuscht und werde den film hier und jetzt auf keinen fall weiterempfehlen.
auf kauai waren wir jeden morgen in einem breakfast-restaurant. es gab garden benedict, und nach jedem morgen hatte ich danach genug für den tag. garden benedict ist egg benedict ohne fleisch, dafür mit spinatblättern, tomaten, champignons (und oliven, aber das mag ich nicht). dazu ein pochiertes ei auf einem english muffin und hash brown. und alles mit einer sauce hollandaise überzogen.
ich könnte tonnenweise davon fressen. zum glück sind die hiesigen saucen hollandaise nicht so mastig. :-)
erkenntnis des tages: eier, die man mit schale auf eine herdplatte legt, haben erstens einen brandfleck und werden innerlich gekocht. die herdplatte muss dazu unbedingt aus versehen angestellt worden sein, sonst machts keinen spass. den irrtum sollte man jedoch möglichst schnell bemerken - was danach passiert, weiss ich nicht.