kind streckt fuss auf tisch.
papi: «abe!»*
mami: «abe!»*
sohn: «nei, ufe!»**
worauf mami und papi entgegen aller prinzipien in schallendes gelächter ausbrachen. ich sagte dann zum eb, das das genau sowas sei, das er bestimmt nicht aufhöre, wenn man darauf eingehe. worauf der bollo die füsse selber wieder runter nahm. :-))
* sinngemäss: runter damit!
** sinngemäss: nein, die bleiben oben!
fast hätte ich jemand angerufen und nach seiner frau gefragt. zum glück fiel mir früh genug ein, dass sie vor zwölf jahren 78 war und schaute nach, ob sie überhaupt noch lebt.
sie starb 2003. zum glück hab ich diesmal das hirn eingeschaltet.
gelesen. während der krankheit. die geschichte von zwei schwestern und wie sie am leben scheitern. die eine wird vom mann verprügelt und zur alkoholikerin (und stirbt schliesslich an der kombi von prügel und alk), die andere bleibt beziehungsunfähig und erinnert sich spät, aber klar, an die familienbande.
es war: zum sterben schön. schon nach 50 seiten musste ich eine zwangspause einlegen, weil ich wusste: wenn ich damit fertig bin, tut es weh. und es tat weh. gestern angefangen, heute erledigt.
jetzt tigere ich herum und frag mich: was kommt als nächstes?
r.e.m. auf der piazza grande. (armes fräulein tochter: mami verbucht schon die wochenenden, kaum ist es auf der welt.)
vier bis fünf mal am tag zähneputzen: ich mag das nicht mehr. nur mehr hinlegen können und auf den nächsten anfall warten: ich mag nicht mehr. ich mag mit meinen männern ins schwimmbad gehen, rumtollen und wasweissichwas – einfach nicht mehr rumliegen und darauf warten, dass herr noro wieder auslass begehrt. danke!
muss noch schnell die gedanken loswerden: das getue von wegen von der blumenindustrie vorgeschriebener feiertag und man solle sich doch bitte durchs jahr durch mehr gegenseitige freude schenken, finde ich, mit verlaub, ziemlich öde. nicht dass ich auch mal so gedacht habe, als ich noch ganz jung war und mit dem protest-gen schön versorgt.
heute finde ich es einfach schön, dass es ein paar tage im jahr gibt, wo man eben trotz allem daran erinnert wird, dass es einige besondere menschen im leben gibt, die man das spüren lassen kann/darf/will. oder nicht?
genauso halte ich es mit weihnachten. in unserer familie gabs mal ein paar jahre lang lösli-ziehen, was wir aber wieder aufgehört haben. ich mein: es gibt nun mal weihnachten, und es ist brauch, das man sich da was schenkt. und ehrlich gesagt, auch wenn ich aus extremer angst vor feuer niemals selbst einen baum anzünden würde, ich geniesse das wirklich, mir zu überlegen, was ich wem schenken und damit bewusst eine freude machen will.
wenn mir dieses jahr nix einfällt, hatte ich noch nie ein schlechtes gewissen, nix zu schenken. aber die ideen kamen immer. und mit kommerz und stress muss mir auch niemand kommen, es gibt schliesslich das internet, und wenn man zuhört, dann gibz immer eine freude zu schenken.
leider bekam der eb nix zu valentine von mir. nicht mal ein feines essen wie sonst (auch das: mal was zelebrieren. nicht immer routine abspielen. warum darf das keinen rahmen haben?). schuld daran: herr noro. aber ich bekam, dem eb sei dank, einen wunderschönen strauss von meinen geliebten mimosen.