nach dem ich zum dritten mal innert einen tages in das blau angelaufene gesicht meiner drei wochen alten tochter gesehen habe, fand das warten auf besserung zu hause ein ende und wird seither im kinderspital weitergeführt, wo mir nach weiteren drei blicken in ein blau angelaufenes kind und dem dazu gehörenden notfall-notruf die tränen übers gesicht gelaufen sind und seither eigentlich auch gar nicht mehr gestoppt wurden. das kind haben sie behalten und mir versprochen, dass es ganz sicher wieder gesund wird.
mit dem zweiten kind wird man gelassener, aber das stimmt nur bedingt. also erstens: wenn sie schreit und ich sitz auf der toilette, dann ist mir das piepegal. da lass ich sie einfach schreien, bis ich fertig bin (ja, ich war fähig, sogar den pipi zu unterbrechen).
aber wenn kind.02 nächtens hustet wie blöd, dann ist man schnell am anschlag. wenn man dann der kispi-notfallnummer anruft und die einem sagen, die kriegt eine luftblase beim trinken, ist aber nicht schlimm, dann ist man nur noch froh, dass man nachts nicht sehen kann, wie blau das kind anläuft, wenn es vor lauter husten nicht atmen kann.
trotzdem: so richtige sorgen mach ich mir keine. sie tut mir leid, wenn sie so hustet, aber ich bin sicher, das geht vorbei. und dass das alles so schnell vergehen wird, wie es gekommen ist. das häxli hat dann übrigens trotzdem eine famose nacht hinter sich gebracht und ich meine, die hustenanfälle sind am abklingen.
die erste schwetti, wie der schweizer sagt, geburtskarten ist verschickt und wie ich erfahren habe, auch schon angekommen. weil mein hirn noch recht sprunghaft funktioniert, hab ich zwar einerseits eine liste erstellt, die sich alphabetisch nach meinen handy-adressen orientiert, aber anderseits hab ich auch jeden bescheuerten einfall, der mir so kam, aufgenommen, was zu der extrem absurden situation geführt hat, dass die mutter meiner sandkastenfreundin heute schon eine karte erhielt und die sandkastenfreundin wahrscheinlich noch bis nächste woche darauf warten muss. der gedanke, der mich beim ausfüllen der adresse auf das couvert begleitete, war im übrigen: eltern von ex-freunden, und von da ists dann zu andern eltern von freunden nicht mehr weit, oder?
do not forget: morgen tix bestellen für die blonde dame, die auf dem flughafen singen wird. priority service! (und der eb schaut auf die kids.)
ich persönlich finde jetzt nicht, dass ein schweizer pass so viel wert ist, wie gewisse kreise es uns vormachen wollen. vielmehr gilt doch: wenn man schon lange hier wohnt, dann will man auch von rechten und pflichten (wahrscheinlich mehr von den rechten) profitieren.
nicht jeder, der einen schweizer pass will, ist kriminell.
die krassen verbrechen, die in der schweiz begangen wurden, wurden von schweizern begangen. hauert! osterwalder! camenisch! stürm! usw.
auch wenn man es meinem namen nicht ansieht: ich bin schweizerin. umso mehr finde ich diesen unterschweligen rassismus, der aus allen poren rauskommt, zum kotzen.
der stöffel ist irgendwie am ende seiner kräfte angelangt, hat man das gefühl.
das häxli dankt der familie
brüllen für die tollen buchstaben und lässt fragen, ob das jetzt klappt wie gewünscht, lässt dem
gotti ausrichten, dass es jetzt das gleiche ensemble wie vom gotti noch vom grossgotti in der weissen rock-version erhalten hat :-))) und dem gotti seinem
mann will es noch sagen, dass der vorgeschlagene termin nicht klappt wegen aushäusigkeit sämtlicher bewohner. und: dem häxli sein bruder hat heute gesagt: «manndli. liäbä.»
hätten wir das also erledigt.
enden mit dem beschissenen gefühl, den ganzen tag mit dem bollo geschimpft zu haben. irgendwie ist diese entwicklungsphase nicht mit der ankunft eines kleinen geschwisterchens kompatibel.
obwohl: das häxli liebt er heiss und innig. und er kann noch immer zaubern wie keine andere zaubermaus. und eigentlich ist er trotz allem der beste, dem trotz zum trotz.
geht das andern auch so? und wieviel davon ist man selbst?