Montag, 10. Mai 2010

«fliegen dürfen bei uns bleiben.»

mein kleiner sohn, der im sommer in den kindergarten kommt, dieser sohn, dieser wilde, kleine kerl mit einem messerscharfen verstand, dieser super bub, der ist ein: tierli-versteher.

während mama sich unwohl fühlt, wenn eine biene oder eine wespe um sie rumschwirren, die von rumeiernden schmeissfliegen nervös wird und sie am liebsten alle abklatschen würde, während sich in ihrem kopf dramen abspielen, in dieser zeit bleibt der bub: ruhig.

«weisst mama», pflegt er mir zur beruhigung zu sagen, «diese tierchen sind viel kleiner als wir. die haben angst vor uns! und wenn wir ihnen nichts machen, machen sie uns auch nichts.»

«aber», sage ich zum sohn, «wenn eine mücke um deinen kopf kreist und du nicht schlafen kannst und dich stechen will, dann darf ich sie abklatschen, ok?»

eine sekunde pause. dann hebt der sohn seinen kopf in meine richtung, zeigt beine, arme und bauch und sagt: «siehst du, sie haben mich nicht gestochen. das ist, weil ich ihnen auch nichts gemacht habe!»

«aber», sage ich: «mücken werde ich abklatschen. dafür dürfen die fliegen bleiben.» seither pflegt der sohn, wenn er was fliegen hört, zu sagen: «mami, das sind nur fliegen. die dürfen bei uns bleiben!»

(heute übrigens sah er einen käfer am boden, und er sagte zu mir: «da dürfen wir jetzt nicht draufstehen. weisst, die käfer wollen auch leben. die wollen nicht sterben.» derweil seine kleine schwester am samstag einen maikäfer am boden liegen sah und sagte: «wäh, kefer, güüsig, gell.» und dann jedesmal, wenn sie wieder da hin ging, vorsichtig schaute, ob er noch da war. :-))

Samstag, 8. Mai 2010

geschichten-crasherin.

dem eb sein abendritual dauert eine stunde; darin ist mindestens eine viertelstunde power-nap für ihn aber eingerechnet. meist erzählt er den kindern ein, zwei bücher und dann, wenn das licht schon gelöscht ist, noch eine selbsterfundene nemo-geschichte, dem bollo seine lieblingswelt. (warum, wissen wir auch nicht, er will den film eigentlich nicht mehr sehen.)

in des ebs nemo-geschichten geht es um schlangen, die sich nur von pasta ernähren, und um fische, die in den streichelzoo gehen und geisschen streicheln. dem bollo gefällt das, er kann kaum genug kriegen und hinterfragt die absurdidäten in der regel nicht. (der bollo hinterfragt sonst alles.)

an dieser stelle komme ich ins spiel; ab und zu hör ich nämlich zu und frag mich, warum der bollo das alles schluckt. eine pasta-fressende schlange, das ist ja noch lustig, die wurde in der badi zum running-gag. aber ein fisch bei den ziegen, bollo, wie geht denn das? darauf gibz keine antwort; ist halt so.

und ich, wenn ich frage, warum zum geier die meerjungfrauen glace und kuchen essen im meer, kriege nur böse blicke geerntet. dabei: das geht doch nicht, bollo, oder? «doch», sagt der sohn, «weisst, da ist eine scheibe und es hat nur ein wenig wasser.»

ja dann. schweig ich halt.

besuch.

wir hatten besuch; rein landkarterisch gesehen von weiter her, in stunden gerechnet wohl nicht die längste reise, die jemals hier her getan wurde. auf jedenfall waren dreiviertel der familie alcam da und damit auch die kleine lill'lill. ich weiss nicht, wer mehr freude hatte: der bollo am grossen mädchen oder das häxli am grossen mädchen und am kamikaze-bebe. auf jedenfall haben die beiden kleinen mädchen dem bollo jeden streich nachgespielt, den er ausgeheckt hat, besonders beliebt war: mit einem stuhl auf die sofalehne klettern und von dort runterrutschen. vor allem die mädchen konnten, einmal damit angefangen, kaum mehr damit aufhören.

das häxli hat vom besuch neues geschirr bekommen, das schon eifrig im einsatz ist, und vor allem gab es eine schürze, auf der ihr name steht. die schürze ist super und machte mich einmal mehr an, es auch mit nähen zu versuchen, es kann, muss, soll einfach nicht so schwer sein, wie ich mir das einbilde. :-) das am rande.

der bollo durfte lill'lill sogar mit in die spielgruppe nehmen und am nächsten tag in die badi, derweil das häxli das lill'lill-mami verköstigen durfte, was es glaub ein wenig darüber hinweg tröstete, dass es nicht in die badi mit gehen durfte. und als wir wieder zuhause waren, hatte das lill'lill-mami das coolste duplo-haus ever gebaut, das der bollo je gesehen hat. ich wollte es fotografieren, habs aber vergessen.

auch der eb hat sich mit kinderhüten, seiner leibbeschäftigung, versucht, und es zeigte sich, dass wir im kleinkindalter bewegungsmässig nicht dermassen gefordert waren: das kamikaze-bebe schaffte es tatsächlich, vom bett runter zu fallen und nasenbluten zu bekommen. eine sekunde wegschauen - und schon ists passiert. .-) die blauen flecken, die hat das kamikaze-bebe aber nicht von uns :-)))

Montag, 3. Mai 2010

aggro-content.

es war einmal eine frau rage, die musste ein wenig im kanton rumreisen. weil sie keine nerven für doofe frauenzeitschriften hatte (irgendwie keine interessanten themen auf dem cover), kaufte sie sich halt ein buch, dass da hiess: «das haus in den wolken» von judith lennox.

das buch handelt von isabel, einem dienstmädchen, das den reichen richard finborough kennen lernt, ihn heiratet, drei kinder bekommt und sooo schön und zufrieden mit ihm leben könnte, wenn da nicht ein dunkles geheimnis wäre. dieses geheimnis offenbart sich dem mann erst nach 25 gemeinsamen jahren, und ja, das ist natürlich ein grund, seine frau sofort zu verlassen und wie ein kleiner junge den betrogenen zu spielen, obwohl es vor seiner zeit passiert ist.

das buch ist grottenschlecht; ehrlich. ich krieg regelmässig nasenbluten weil entweder extrem schlecht übersetzt oder einfach zu holzschnittartig erzählt. die ganze geschichte taucht nicht einen moment in die tiefe, ist nie lustig und hat irrungen und wirrungen, die kein mensch verstehen will. es gibt sätze, die lesen sich so: der tag war schön. isabel ging reiten, richard ins büro.

ganz anders ist da übrigens «alles über sally», das über eine ähnlich lange zeitspanne erzählt. da spürt man in fast jedem satz die zwischenmenschlichen spannungen, die gefühle der ehepartner, das leben, in dem sie sich befinden. (dazu später mal mehr, wenn ich es fertig habe.)

kurz und gut, «das haus in den wolken» ist fürchterlich. aber, und das ist der grosse haken: ich kanns nicht weglegen. ich hab gestern tagsüber so viel gelesen wie schon lange nicht mehr. und das regt mich noch mehr auf. deshalb bin ich froh, dass es schon bald fertig ist, und ich endlich wieder was anständiges lesen kann, wie etwa: «zehn gründe, mit dem morden aufzuhören und mit dem leben zu beginnen» oder ähnlich.

Sonntag, 2. Mai 2010

leider keine fotos.

wir haben wieder zwei tschakka-tage hinter uns, die so tschakka waren, dass ich heute so leer bin, dass ich echt nicht weiss, wie ich den akku noch aufladen kann. zum glück regnets :-))

am freitag haben wir mit ein paar nachbarn, den grosseltern, dem häxli-gotti samt familie und den lieblingscousins und -cousine den häxli-geburi gefeiert. es war unsere erste kinderparty, und sie war, würd ich sagen, ein erfolg. was auch daran liegt, dass man einer zweijährigen noch keine schou abziehen muss und es so schönes wetter war, dass die grossen bequem von der terrasse aus dem treiben der kinder auf dem spielplatz zusehen konnten. (oder so.)

die grösste schou bot der eb: einmal, als er die geballte kinder gugel-fuur auf der netzschaukel drapierte, sie hin- und herschaukelte und dabei immer so tat, als ob er von der schaukel weggestossen würde. natürlich wollten die kinder nicht, dass er damit aufhörte. die zweite schou hatte er schon morgens vorbereitet. der plan war, dass eine ganze menge ballons aus der galerie in den essbereich geflogen kämen, nur leider, leider vergass er zuerst, den sack, in dem die ballone waren, zu öffnen. man stelle sich also ein rudel kinder vor, die auf ein extrem cooles erlebnis warten, und dann geschieht: nix.

das häxli war beim anschneiden der geburtstagstorte so verlegen, dass sie spontan ihre beiden finger in die nase steckte und dort liess. es gab ein foto davon, dass sie so zeigt, und ihr gesichtchen wirkte dabei so ernst, dass sie locker älter als zwei jahre durchkam.

später dann zauberten das häxli-gotti und ihr mann für uns und die verbliebenen gäste eine pizza hin, die das prädikat göttlich verdient hat. .-)) danach mussten die extrem müden kiz nur noch schnell in die badewanne und schon waren sie im traumland, wo sie bis um 8 am nächsten morgen blieben :-))

einen tag später ging es für die mannschaft des ebs um die wurst; ein sieg musste her, damit die mannschaft ins halbfinale der zweitobersten europa-liga kämen. was sie auch locker schafften. der bollo und sein cousin durften dabei sogar den schiedsrichtern den football aufs feld bringen :-))) was vor allem den bollo urstolz machte. der rest des tages war ein freudes- und siegestaumel bei warmen temperaturen (der bollo musste irgendwann wieder die schuhe ausziehen, so heiss hatte er). abends bekochten wir meine gotte und ihren mann, was extrem gemütlich war, und jetzt, eben, jetzt ist mein akku leer und ich weiss nicht, wo die batterien noch aufgeladen werden sollen. :-)))

die fotos vom häxli-geburtstag wurden von einem junioren, der das spiel fotografieren sollte, aus versehen gelöscht.

Freitag, 30. April 2010

...

dass das häxli geburtstag hat, bedeutet immer auch, dass der eb und ich unseren «kennenlern-tag» feiern können. diesmal: der sechste. wir stürzen uns also mit gebrüll ins siebte jahr :-))

ich finde, das geschenk, das wir uns damals zum vierjahresjubiläum schenkten, bleibt unübertroffen. :-))

zwei.

zwei

unsere kleine hexe wird heute zwei. sie ist ein kleiner sonnenschein, sehr ausgeglichen, sehr fröhlich. dass sie müde ist, merkt man daran, dass sie sehr still ist und nicht mal mehr ein liedchen singt. singen tut sie für ihr leben gern. sie spricht noch sehr wenig drei- oder gar vierwortsätze, aber wenn sie singt, dann singt sie richtige sätze. am liebsten das lied vom schellen-ursli, das ich einst für den bollo gedichtet habe.

sie wird von ihrem grossen bruder gehätschelt und getätschelt; er beschützt sie vor der grossen, bösen welt und steht ihr mit rat und tat zur seite. wenn sie etwas nicht will oder ganz fest will, beginnt sie zu weinen und liegt mit dem bauch auf dem boden; das ist sehr lustig anzusehen.

mehr noch als ihren bruder liebt sie ihren papa; wenn der da ist, dann hat muttern null stich. war schon beim bruder so. der rutscht zwar langsam auf mamis seite, aber papi, das ist doch immer noch irgendwas besonderes.

am liebsten kocht sie. das könnte sie den ganzen tag. die restliche zeit führt sie eins ihrer kuscheltiere oder ihre puppe spazieren. auch telefonieren tut sie gern; heute zum beispiel ganz lange mit ihrer cousine. sie würde noch immer mit ihr telefonieren, wenn der götti und das mami dem gemeinsamen schweigen nicht ein ende bereitet hätten. :-)))

kleines häxli, ich hoffe, du spürst, wie sehr du zu uns gehörst. :-) deine mami geht jetzt ein paar tränchen verdrücken, weil dass du grösser wirst, das war nicht vorgesehen. und wenn du wach bist, wird gefeiert!!!!!

rage.

reloaded.

tomatenfaen

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