Mittwoch, 8. Dezember 2010

nochmals.

ich muss nochmals auf mein derzeitiges dauerthema zu sprechen kommen: sa.muel k. ich weiss auch nicht, warum mich das nicht loslässt, keine ahnung, und spielt ja auch keine rolle. :-) er tut mir, natürlich, wahnsinnig leid, glaube aber, dass niemand wirklich schuld daran ist, sondern alles eine unglückliche verkettung von zufällen war, wie sie halt manchmal passieren, ohne dass man es will und etwas dagegen tun kann. und ich bin immer noch paralysiert (?) von diesem blick ins publikum, diese leute, wie sie die hände vor den mund schlugen und zusahen.

anyway. was auch fast nirgends erwähnt wird: die moderatorin war souverän. das war nicht mehr das dra.nnebliebe, dra.nnebliebe-tussi aus dem toten tv-sender, das war eine frau, die sofort schnallte, dass da was schlimmes passiert war, nach dem arzt rufte und sogar die geistesgegenwart hatte, nach einem tuch zu verlangen, um den kandidaten abzuschirmen.

ich fand das stark. (und das war wohl der letzte beitrag zum thema.)

Montag, 6. Dezember 2010

...

es graut mir davor zu berichten, dass der samichlaus heute auch bei uns war. dass die lieblingscousin/e-familie und die grossmutter auch dabei war und dass es ein schöner abend war. die samichläuse waren mässig, haben die texte teilweise falsch gelesen und überhaupt, von autorität, wie ich sie mir gewünscht hätte, wenigstens ein bisschen, keine spur. ein samichlaus, der auf einem stuhl sitzt und merklich angeschickert dem kind sagt, das machst in zukunft besser, den kann man nicht ernst nehmen.

es war ein schöner abend, es gab das zweite raclette der saison, es gab für die erwachsenen viel zeit zum reden, weil die kiz miteinander beschäftigt waren, und ich kann jetzt, eine stunde danach, auch gar nicht sagen, was es war, aber irgendwas fehlte. es war ein stürmischer tag gewesen, im wahrsten sinne des wortes, und der bläst mir jeweils sämtliche synapsen durcheinander. vielleicht war es das.

ich bin müde. und leer. und dränge doch darauf, die leere zu füllen.

Sonntag, 5. Dezember 2010

sa.muel k.

gestern hab ich zum ersten mal seit monaten wieder die sendung gesehen, was vor allem einen grund hatte: rob.bie will.iams. ich schaltete ein, fand otto irgendwie naja, fragte mich, ob er immer noch mit seiner frau zusammen ist, und dann kam dieser unfall und ich war so geschockt wie schon lange nicht mehr.

ich fand anfangs, das tvteam sei am rotieren, und was ich ganz schlimm fand, war dieses publikum ansehen zu müssen, die alle ihre blicke auf den armen jungen mann hatten, und wir selbst sahen es nicht, sondern hörten relativ lange nur die kommentare der moderatoren. dann wurde ausgeblendet, und als erst der lauftext kam: abgebrochen, war ich noch geschockter. dass es weiter geht, war im hinblick auf das schicksal des jungen mannes eher eine erlösung. dass es nicht weiter ging, war ok. ich glaube, das war der grösste cliffhanger der letzten jahre; dass acht millionen weiter gesehen haben, das glaub ich sofort.

dass jetzt darüber diskutiert wird, ob man wegen der quoten spektakuläre wetten zulässt, find ich allerdings befremdlich. dieser junge mann wusste, was er tat; er ist seit kinderjahren kunstturnen und hat seinen körper im griff, würd ich sagen. er verdient das geld für das studium als stuntman, man kann also davon ausgehen, dass ihm das risiko bewusst war.

ob die wetten immer spektakulärer wurden, weiss ich nicht, ich achte darauf nicht. für mich waren sie wie werbepausen zwischen launigen gesprächen mit gästen, ideal für pinkeln, trinken fassen und was weiss ich. ich mag der sendung das also nicht unterstellen.

ausserdem schaltete ich auf rtl um, wo der bohl.en dran war, da steckte sich ein mann einen feuerwerkskörper ins nackte hinterteil. DAS find ich daneben, das find ich weder spektakulär noch lustig. aber eben: erfolg hat, was quoten bringt.

und jetzt bin ich gespannt auf g/m. :-)

Donnerstag, 2. Dezember 2010

krank.

ich bin ja krank, so krank wie schon lange nicht mehr. besser gesagt, wie vor zehn jahren, als ich drei stunden pro tag pendelte und in einem büro arbeitete, wo die sonne auch im winter die temperatur drinnen auf bis zu 30 grad ansteigen liess - bei einer luftfeuchtigkeit von, sagen wir mal, 20 prozent. das sind die bedingungen, bei der bei mir die entsprechenden organe sozusagen teilversagen.

ich weiss nicht, ob es einen zusammenhang gibt, aber als ich mir das alles überlegte, kam mir in den sinn, dass ich in den letzten sechs jahren in einem haus wohnte, das nicht genügend isoliert war und wo die hälfte der heizungen nicht funktionierte. es war also immer eher kalt und die luftfeuchtigkeit hoch. im büro selbst war eine tür immer offen und da es ebenerdig war, hatten die raucher auch immer genügend frische luft - man geht eher rauchen, wenn der weg nicht so weit ist. nur einmal passierte es mir, dass ich eine gerichtsverhandlung wegen eines hustenanfalls verlassen musste und nicht wiederkommen konnte, wegen eben der fehlenden luftfeuchtigkeit.

und jetzt wohnen wir in einem neuen haus, das natürlich top isoliert ist, mit bodenheizung und so. klar, dass die luft da wieder eher trocken ist. (es komme mir keiner mit tipps, ich kenne sie alle und setze sie eh nicht um :-)) und jetzt hat es mich wieder erwischt. zufall oder nicht. die kleine hexe hustet jedenfalls auch, und weil es tupfgenaugleich tönt wie bei mir, hab ich zum ersten mal seit jahren keine panikattacken, sondern lass die anfälle, die überdies weit weniger häufig als bei mir sind, einfach vorüberziehen.

ah ja, da kommt mir noch was in den sinn: die italienisch-stunden finden in einem minergie-haus statt. man kann das gut oder schlecht finden; ich persönlich finde es die bescheuertste erfindung, die es gibt. man hat den ganzen tag praktisch keine direkte frischluftzufuhr, weil fenster öffnen verboten. und meist, wenn man sich ein wenig angeschlagen fühlt, was ja manchmal, nach einem langen arbeitstag vorkommt, dann fühlt man sich am ende der italienischstunde noch kränker als je zuvor. ich könnte jedenfalls nicht in so einem haus leben. :-)

Mittwoch, 1. Dezember 2010

einen hab ich noch.

gestern war ich beruflich im buurolagg in tsüri. es war leidlich lustig, aber was mir schon auffiel: lauter kameras. ich fragte mich kurz, warum, und dann fiel mir ein: wm. leider sah ich keinen promi oder erkannte ihn nicht.

das machte mich so krank, dass ich im moment so krank wie letztes mal als teenager bin. kalt und heiss wechseln ab, die nächte sind nicht auszuhalten, und überhaupt: weg damit. heute ging ich trotzdem mit dem sohn, der glänzend gelaunt war, in die stadt. es hat sich gelohnt, die frische luft tat gut. und der schnee war schön.

rage.

reloaded.

tomatenfaen

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