japanische touristen knipsen den paradeplatz. hinter sich die kirche, die fenster hat, die chagall gemalt hat. (ich vergess den namen leider immer. aber ich vergess nie mehr, dass das chagall-fenster sind, weil das das erste war, was meine freundin aus dänemark sehen wollte: «ich würde gern die kirche mit den chagall-fenstern sehen.» ich: «welche kirche? welche fenster?») im vergleich zu diesen fenstern ist der paradeplatz eigentlich nichts mehr als ein platz mit ein paar tramschienen und einer schweizer bank mit wahrscheinlich viel bankgeheimnissen, aber grossen verlusten wegen den amerikanern mit ihren hypos. und die japsen kennen den paradeplatz aus monopoly oder so. weil: da ist echt nix zu kucken. sie haben nicht mal richtung sprüngli gesehen (da stand ich), und da gäbe es mindestens luxemburgerli. :-)))
weil das mami heute mal spitalfreie zeit brauchte, bevor sie in tiefe depressionen verfällt und der bollo auch ein bisschen spass verdient hat, wurde die familie brüllen an den see geladen und wieder einmal ein wunderschöner tag zusammen verbracht. genau so, wie es das mami gebraucht hat.
das bild zeigt den znacht, und die halbe wahrheit ists, weil noch viel mehr pommes dazu kam, als man hier sehen kann. :-)))
das häxli hat derweil die gebete erhöht, fast keine abfälle mehr gemacht (und wenn, dann nicht unter 84) und kein einziges mal gehustet. weiter so!
die sache ist die: du musst nach hause kommen. wir wollen dich hier haben. dein bruder versteht nicht, warum er dich nicht berühren und küssen, und wir verstehen nicht, warum wir dich nicht zu hause haben dürfen.
die schwestern, sehr nette, erklären dem mami jeden verd**** tag das gleiche: solange keine sättigung da, solange immer noch krank. aber es wird besser: weniger husten, weniger abfälle, aber eben, immer noch. sie sagen aber auch: das kann von einem auf den anderen tag besser werden. und du, liebes häxli, hast den auftrag, alles zu tun, damit dieser tag schnell da ist.
deine mami hat die schnauze voll von spitälern, ist demoralisiert und könnte schon beim anblick der universitäts-kinderklinik laut rausheulen.
aber bei diesem lied brech ich ihn tränen aus. (für die deutschen, die nur pocher kennen: das ist unser lied.) der type ist mir extrem wurst, aber eben, der song, der rührt mich zu tränen. so was von!
tut man, wenn man realisiert, dass man nicht mehr an 30. geburtstage, sondern an 40. geburtstage eingeladen wird. (und die nachbarin handschellen auszulehnen wünscht.)
liebe frau rage, schrieb mir der grossverteiler: in ihrer nähe ist der carrefour hops gegangen. deshalb haben wir ein paar gutscheine für sie, damit sie künftig bei uns einkaufen können.
klingt nett, oder? das problem: der carrefour, vom grossverteiler grosszügig in unsere nähe verpflanzt worden, ist eine gute drei viertel stunde entfernt. erstens. zweitens: die gutscheine sind nur in grossverteilern zu gebrauchen, die ich, da zu weit weg, nie frequentiere. es gibt einen solchen bei uns im dorf, da kann ich die gutscheine aber nicht gebrauchen.
deshalb hab ich dem grossverteiler ein nettes mail geschrieben: danke für die gutscheine, aber lieber hätte ich solche, die ich auch gebrauchen kann. mal sehen.
das häxli so gerne zu hause. sie fehlt. ihr interessierter blick, wenn sie wach ist, ihre miene, wenn sie es sich auf ihren eigenen händchen gemütlich macht und überhaupt: sie gehört nach hause, nicht ins spital.