Donnerstag, 4. Februar 2010

jedem sein süppchen.

das fille du limmatquai und die frau acqua und ich waren gestern im schauspielhaus. klingt gut, oder? ich war zwei mal dort bisher: einmal an einer lesung von john irving und diesmal - auch wieder an einer lesung. martin suter; der koch.

der weg dahin war lange: erst klappte es beim fille du limmatquai wegen ferienabwesenheit nicht mit dem bestellen der tickets, welches dann von mir übernommen wurde (oh wunder: ich dachte daran, kriegte welche und so. ist nicht selbstverständlich). frischfröhlich machte ich noch mit dem fille du limmatquai davor zum znacht beim vegetarier ab und stellte überrascht fest, dass auch ihr mann, mein lieber freund mgb, mitgekommen war.

und jetzt, jetzt kommz. der vegetarier hatte schon zuviele gäste in sich, wir mussten draussen bleiben. entschieden uns für einen asiaten am stade.lhof.en und grad, als wir bei der alten tante vorbei waren, kam ich auf die idee zu schauen, ob ich die tix dabei hätte.

nein.
nein.
nein.

nein! glücklicherweise wusste ich, dass der eb gleich besuch bekommen sollte, der seinen schal bei uns vergessen hatte. der kann mir die tix bringen, war die super idee. schnell dem eb angerufen, der natürlich nicht abnahm, dann dem freund um die idee schmackhaft zu machen. der hätte das voll getan, diesen mega-gefallen.

in der zwischenzeit rief der eb zurück, der die tix nirgends finden konnte. ich war schon auf 180, weil der eb findet auch dann nix, wenn es vor ihm liegt (für diese bemerkung wird er mich abstrafen, es entspricht aber in, sagen wir 80 prozent der fälle der wahrheit). der eb versprach, noch weiter zu suchen, aber darauf wollte ich mich nicht verlassen. rief beim schauspielhaus an und tatsächlich, es gab reservetix. der eb fand sie tatsächlich nicht und ich war in gedanken schon auf die halbe welt hässig, weil ich so blöd war, und die tix vergessen konnte - passiert mir sonst nie, nie, nie.

der suter war cool. oder so. ich bin nicht so der megafan. aber dieses buch ist das erste, das mich echt anmacht zu lesen. irgendwann mal. die frau, die ihn interviewte, war nicht so der hammer, es tunkte mich am schluss alles nach klischee. oder aber ich geh zu oft an lesungen und frag mich langsam, warum die alle immer wissen wollen, wieviel autor in der hauptfigur steckt oder so.

heute morgen dann kriegte ich post. vom schauspielhaus. drin waren: die drei originaltix. ich hatte sie gestern, wie auch mal kurz vermutet, offensichtlich zusammen mit 1000 anderen briefen in den briefkasten geworfen. super, frau rage!

scheiss spielzeug.

der bollo ist an sich ein patenter kerl. bei uns im heimischen grossverteiler gibt es diese kleinen wägelchen. so eins nimmt er sich beim einkaufen und geht selbständig durch die reihen. er nimmt, was wir eh brauchen; der inhalt ist zu 97 prozent ok und meist, wenn er was kauft, das gar nicht geht, kann man mit ihm reden. die anfälle, die er gekriegt hat, weil er an der kasse keine süssigkeiten bekam, kann ich an einer hand abzählen. bei mir zumindest, ich glaube, dem eb seine bilanz sähe anders aus. :-))

heute aber war nüscht mit gut. hier ist gerade fasnacht, und gleich beim eingang stehen die verkleidungssachen für kinder. nachdem der bollo sich letzte woche ein piratenset kaufte, wollte er heute die ritterausrüstung habe, was nicht ging.

womit das theater erst anfing. ich dachte erst, ok, lass ich es im wagen, ich sag dann an der kasse, dass wir das nicht kaufen. der bollo muss das gerochen haben: er war schneller an der kasse als ich und lud das zeugs auf das rollband.

in letzter sekunde konnte ich der verkäuferin sagen, dass wir das nicht brauchen. womit das theater erst anfing. der bollo schrie wie blöd, haute mich und spuckte rum – es war echt und wirklich der horror. der kassiererin, die mir mut zusprechen wollte, konnte ich dann auch nicht anders als sagen: wissen sie, ich finde, dass auch ihre marketingabteilung schuld ist an dem theater. jetzt nicht an diesem, aber dass man das zeugs so platziert, dass die kinder es auch ja sehen.

und wisst ihr was? ich glaube, ich starte eine initiative mit dem titel: weg mit den süssigkeiten und spielsachen aus der augenhöhe von kindern. auf jedenfall werde ich mich einmal an die marketingabteilung des grossverteilers wenden, und zwar von meiner büroadresse aus, solange ich die noch habe.

Dienstag, 2. Februar 2010

gelesenes.

hier und hier gesehen und sackfrech kopiert: die deutschen top100.

fett: hab ich gelesen/steht im regal.
kursiv: dieser kelch wird an mir vorbei gehen.

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien

2. Die Bibel

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett (als hörbuch gehört.)

4. Das Parfum, Patrick Süskind

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

6. Buddenbrooks, Thomas Mann

7. Der Medicus, Noah Gordon

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling

10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe (in einer dummie-version gelesen)

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen

18. Der Name der Rose, Umberto Eco

19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz

32. Die Glut, Sándor Márai

33. Homo faber, Max Frisch

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque

50. Der Schwarm, Frank Schätzing

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling

53. Momo, Michael Ende

54. Jahrestage, Uwe Johnson

55. Traumfänger, Marlo Morgan

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown

58. Krabat, Otfried Preußler

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren

60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

63. Mittsommermord, Henning Mankell

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling

70. Tagebuch, Anne Frank

71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult

72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May

80. Désirée, Annemarie Selinko

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern

85. 1984, George Orwell

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

93. Schachnovelle, Stefan Zweig

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

...

hier ist grad die totale vernachlässigung. egal, kommen wieder andere zeiten :-)

Sonntag, 24. Januar 2010

dancing queen ;-)

ich war an der fasnacht, da, wo wir bald hinziehen, es war wunderschön, und das häxli schlief deswegen die halbe nacht nicht. davon wiederum hab ich auch nur einen teil mitgekriegt, weil ich später nach hause kam. sehr weit nach mitternacht und mit einem alkohol-gehalt, der eigentlich nur leere hinterlassen kann. ich war tanzen, mit der kinderkrankenschwester, eine ü35-disko im dorf; ich darf da rein, weil ich a) bald wegziehe und b) dieses jahr 35 werde.

weil den kiz egal ist, wieviel restalkohol noch in ihrer mutter steckt, durfte ich heute gnädigerweise mit ins hallenbad. wir waren nicht die einzigen, die heute morgen auf diese idee gekommen waren, wir merkten das schnell. erstaunlicherweise blieb ich cool und die kiz, fast noch wichtiger, auch. später kamen die grossen jungs vorbei und wollten mit dem bollo unihockey spielen.

der bub hat uns ja am donnerstag überrascht; das glaubte kein mensch, wie ein vierjähriger, der noch nie einen stock in der hand hielt, damit umgehen kann. er machte es echt gut, er wollte es auch echt gut machen. heute nicht so; heute war er schon zu müde. später kamen noch mehr kinder raus, und wenn wir uns überlegen, dass wir in einem monat weg sind; dann kamen uns fast wieder die tränen.

die kinderkrankenschwester und ich, wir haben uns übrigens ewige freundschaft geschworen. der eb hält von frauenschwüren, mitten in der nacht im treppenhaus ausgesprochen, nicht sehr viel. lustig wars trotzdem. :-)

fasnacht1

fasnacht2

fasnacht3

Donnerstag, 21. Januar 2010

unter den wolken.

gestern war ich am flughafen. in aller herrgottsfrühe. wir kamen an, zwischen ba.chenbü.lach und oberg.latt, da waren wir grad die letzten, die noch einen regulären parkplatz bekamen. danach sahen wir, wie sich die autos stauten und durchgefrorene menschen angehastet kamen, um ja nichts zu verpassen.

die stimmung war zauberhaft. es hatte auf dem weg geschneit, irgendwo zwischen schwam.endin.gen und autobahnkreuz; auf dem parkplatz, wo wir landeten, war es nur vereist. und bitterkalt. einige blieben in den autos drin und wärmten sich an der standheizung.

das fernsehen war da, aber nicht das einzige mit einer grossen linse. meine kleine ni.kon war das falsche gerät, das merkte ich schnell. ein paar flieger reichten aber, um zu merken, wieviel vorher ich auf den auslöser drücken muss, damit ich den flieger in der mitte des bildes habe.

was man erst merkte, als er da war: wie gross er ist. und vor allem: wie leise. was man auch merkte: ich habe mehr durch die den bildschirm meiner minicam gesehen als in natura. so finden evente heute statt.

airbus3

airbus2

airbus1

am meisten beeindruckt hat mich aber dieses bild: parallel zur strasse verläuft eine kleine anhöhe. da standen diese leute und es war einfach - zauberhaft.

airbus5

(näher kam ich nicht an die maschine ran; zuviele leute am flughafen. ich wollte ins bett, doch dann läutete es an der tür: der maler, den ich total vergessen hatte. zum glück war ich nicht noch beim flughafen :-) dann wollte die kinderkrankenschwester einen rat in sachen fernsehtisch; wir gingen also wieder in richtung flughafen. den abend verbrachte ich in sehr, sehr geselliger runde bei einem film bei der kinderkrankenschwester mit unserer freundin aus deutschland :-)) und, ach ja: frau acqua war noch da und sah die wohnung.)

money, money, money.

unsere kinder haben vier kässeli. jeder eines für sich, eines für ferien und eines für die armen kinder. ich gebe zu, die idee ist nicht von mir: ich habe das einst in einem interview mit steffi graf gelesen, deren kinder das auch haben.

wenn das portemonnaie rumliegt, wird es von den kindern geöffnet, sie nehmen das münz heraus und verteilen das geld schön in ihren vier kässeli. der inhalt des arme-kinder-kässelis geht normalerweise an die kinderkrankenschwester, die ja krankenschwestern in laos schult, damit weniger neugeborene kinder sterben. (man kann sich das kaum vorstellen, aber es gab vor diesem projekt hunderte kinder, die wegen unzureichender nabelversorgung starben.) mir ist das sympathisch: ich unterstütze keine verwaltung und ich weiss zu 100 prozent, was mit dem geld geschieht.

leider wurde das kässeli grad kürzlich geleert, es kamen damals 60 franken zusammen. der bollo kriegte sogar vom pöstler, dem die kinderkrankenschwester erzählte, ein vierjähriger hätte ihr das geld gespendet, ein dickes lob. und von der nachbarin einen dicken kuss.

14.60 war der erlös. und mami und papi haben es für die armen kinder von haiti auf 100 franken aufgerundet.

Dienstag, 19. Januar 2010

schnöpsel.

  • morgen geht frau rage die landung vom superairbus kucken. so das wetter will, kommt noch ein alter freund mit, der selbst pilot ist.
  • das häxli ist eine eitle: man kann sie ja nur frisieren, wenn man ihr sagt: schönes häxli machen. so mach ich ihr jeweils zwei zöpfchen, wir gehen zum spiegel, und wenn sie sich drin sieht, sagt sie: schönes häxli und nickt ganz wichtig. kennt wer die geschichte vom esel benjamin? genau so knuffig sieht das häxli derzeit aus, nur in brünett statt blond.
  • rüebli einmal anders: man nehme honig statt öl zum rüeblistreifen dünsten, lösche das ganze mit orangensaft ab, salze und pfeffere nach gefühl, nehme die rüebli, wenn sich der osaft verflüchtigt hat, raus, gebe es in eine gratinform, lasse schafskäse drüber schneien, tue es bei 200 grad ca 20 minuten in den ofen und man hat die leckerste form von rüebliverarbeitung, wo es gibt.
  • rage.

    reloaded.

    tomatenfaen

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    liebe frau rage ich weiss ich habe mich lange nicht...
    pepita - 14. Jun, 17:09
    Vielen Dank für all die...
    Vielen Dank für all die Jahre und die letzte Geschichte. Alles...
    himmelblau. - 14. Jun, 10:51

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    Zuletzt aktualisiert: 20. Sep, 10:46

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