Dienstag, 16. Februar 2010

schlechte verkäufer.

das haus hat noch keine waschmaschine und keinen tumbler. meine aufgabe ist es, die zu besorgen. gehe ich gestern downtown switzerland in den f.ust unterm jelm.oli. sehe ein paar maschinen, und sofort kommt ein eifriger verkäufer und sagt: suchen sie eine waschmaschine? wir hätten da ein sonderangebot mit wärmepumpe. er labert weiter und ich höre nicht mehr zu. am schluss bekräftigt er: aber sie müssen sich schnell entscheiden, am 22. kann es schon wieder teurer sein.

damit wars für mich eh erledigt. ich war auch stinkesauer. das letzte mal auf einen verkäufer sauer war ich, als wir die küche aussuchten: das war jetzt einfach ein junger schnuufer, der seine produkte loswerden musste. ich mein, hallo? man fragt doch zuerst, was die bedürfnisse sind. dann wägt man vor- und nachteile ab und am schluss hat man auch mal was, das man vorher nicht wollte, aber man fühlt sich ernst genommen.

der badezimmerherr war so. er hat punkt für punkt auf der liste durchgemacht, was im budget drin ist, alternativen angeboten, sparpunkte aufgezeigt. dauerte zwei stunden und am schluss war ich nudelfertig, aber es ist das schönste badezimmer, das man sich vorstellen kann, für mich zumindest. ich hab dem herrn auch zwei mal ins gesicht gesagt: nein, kommt nicht in frage. (als er zum beispiel die schiebetüre für die dusche zeigte. das ist ja wirklich das schlimmste, wos gibt: putzen chancenlos, kalkherd, schimmelherd. wir haben jetzt eine glasplatte, die kann man besser putzen.)

aber, wie mein guter freund, der mitkam, sagte, das nächste mal, wenn mir einer mit energiesparen kommt, sag ich einfach: wer will denn schon energie sparen? wenn das alle tun würden, dann gingen zu viele arbeitsplätze flöten. darum: nix mit energie sparen. mich nimmt wunder, wie diese aalglatten typen darauf reagieren. aber meist, das zeigt die erfahrung, ist ihr humorpotient gleich null.

Sonntag, 14. Februar 2010

schnöpsel.

  • countdown läuft, der parkett ist drinnen. noch 13 tage. das glasgeschirr geht morgen auf die reise.
  • wir sind nicht mehr segler, dafür überflieger. wir sind nicht mehr alinghi, dafür simon. ansonsten geht mir olympia am allerwertesten vorbei.
  • das häxli ist eine tickende redebombe. sagte der eb letztens: «wenn du jetzt auch noch das reden anfängst, wird die redezeit für alle knapp.»
  • wir haben valentinstag dieses jahr ignoriert. es gab nicht mal ein feines essen. die mimosen hab ich mir auch selbst gekauft.
  • ich habe heute den budgetplan für das gemacht, was wir sonst noch brauchen - ein schönes büchergestell für die «bibliothek», ein paar gestelle fürs kinderzimmer und sonst noch kram - was macht das freude!
  • ci verimm.
  • selten so gelacht.

    gestern dann diesen lustigen «it's complicated» gesehen. meryl streep spielt eine köchin mit drei erwachsenen kindern. seit zehn jahren ist sie von ihrem mann geschieden, der von alec baldwin gespielt wird. am abend vor der abschlussfeier ihres sohnes treffen sie sich zufällig allein - er ist schon längst wieder verheiratet und hat einen stiefsohn - in der bar ihres hotels. sie verbringen die nacht zusammen, und selbst den kindern fällt irgendwann auf, dass mami und papi wieder miteinander reden können. das muss reichen zum inhalt: ich kann nicht verraten, ob sie wieder zusammen kommen oder nicht :-))

    die streep und der baldwin spielen das in die jahre gekommene ex-ehepaar mit einer würde, die ich insbesondere von baldwin nicht erwartet hätte. er hat ein paar kilo zugenommen seit «l.a. confindential», um nicht zu sagen: er ist verfettet. sein versteifter gang und seine hölzernen bewegungen wirken old school; allein, es passt zu der absolut wunderbaren, leichten meryl streep. und: die chemie stimmt zwischen den beiden. auch das denkt man nicht unbedingt, wenn man an sich sie als paar vorstellt.

    der film ist witzig, er hat pointen, die man nicht erwartet und solche, die man schon von weitem kommen sieht. der letzte film, den ich mit der streep gesehen habe, war «mamma mia», und da gefiel sie mir gar nicht. aber hier, als liebende, als zweifelnde, als mütterliche, und einmal sogar als bekiffte nimmt man ihr alles ab. alles. auch der geile baldwin, dessen junge frau unbedingt ein kind mit ihm will, zeigt trotz wabbelbauch und fettröllchen allover einige facetten: den liebenden vater seiner kinder, die zuneigung zu seinem durchgeknallten stiefsohn.

    es ist kein film, über den man lange nachdenkt. und auch er handelt von dieser sehnsucht, die ich im buch «zwei an einem tag» beschrieben habe. jane und jake adler bekommen diese chance, dieses ausprobieren, ob die sehnsucht mit der realität standhält. ob sie sie packen: sehen, halt! was ich aber jetzt, einen tag danach, denke: mann, was war dat lustich! (der männliche teil des pärchens, das neben mir sagte, sagte zu seiner freundin: ich glaub ich muss dich bestrafen dafür, dass ich diesen film sehen musste.)

    (meine freundin aus dem ex-osten und ihre schwester waren fassungslos ob der tatsache, dass es in der schweiz üblich ist, den film in den teil vor der glace und mit der glace einzuteilen. ansonsten war ich damit nochmals in zürichwest; danach nämlich noch im la salle auf einen, achtung, gschprützte wissä.)

    Samstag, 13. Februar 2010

    still alive.

    ich lebe wieder. nicht dass ich an der schwelle zum jenseits stand oder so, aber ich merke: es gibt dinge, die kann ich wieder tun. exzessiv ins kino gehen zum beispiel. ich war seit kinderlos nicht mehr so oft im kino wie in den letzten zwei monaten, was auch damit zusammenhängen mag, dass ich zürich, dieses selbsternannte downtown switzerland, bald nicht mehr nur 20 minuten, sondern eine stunde und 20 minuten von mir entfernt habe.

    ich kann auch wieder bücher lesen, richtige, dicke, mit intelligentem inhalt, ohne dass ich den fremdwörterduden zu rate ziehen muss. ich kann auch zwei, drei tage pause machen und danach dort weiter fahren, wo ich war, ohne wieder bei null anfangen zu müssen.

    es gab eine zeit im leben, da waren mir hübsche französische problemfilmchen, wie es ein guter freund von mir einst ausdrückte, am liebsten. das war, als ich selbst noch keine relevanten probleme hatte, die sich in der heutigen zeit zum beispiel darin äussern, dass ich nach manchen nächten streichhölzer brauche, um wenigstens ein bisschen von der zu welt sehen. oder darin, ob das häxli noch neue strumpfhosen braucht oder ob die paar reichen, bis es hoffentlich endlich frühling wird und strumpfhosen nutzlos sind.

    heute bin ich der guten, schöngeistigen unterhaltung nicht abgeneigt. aber ich mags, einen film zu sehen, über den ich danach nicht lange nachdenken muss. einerseits aus zeitgründen, andererseits weil ich des denkens überdrüssig geworden bin. insbesondere des denkens an theoretische schicksale. ich mag noch nicht mal mehr die was wäre, wenn-frage erörtern - das hab ich nämlich, abseits von celluloid und scheinwerferlicht, in der realität genug.

    darum, heute abend, und es klingt fast wie ein widerspruch: «it's complicated».

    Mittwoch, 10. Februar 2010

    backflash.

    buecher

    ich hab schon immer gern gelesen, schon als kind. wenn wir weg waren, nahm ich ein buch mit oder eins aus dem regal des besuchs und setzte mich in eine ecke. dann war ruhe. im zuge der ausräumarbeiten im estrich habe ich endlich, endlich die bücher gefunden, wegen der ich meine eltern schon dutzende male in den wahnsinn getrieben habe, weil sie in ihrem estrich nicht mehr gefunden wurden.

    das sind die bücher, die ich eines tages meiner tochter vermachen werde. es hat auch ein paar für den bollo drunter, eine wunderschöne version von robinson crusoe, emil von erich kästner, der kleine mann, ebenfalls von erich kästner. der rest: mädchenzeugs. dolly, susanne barden, liebesgeschichten für teenies - halt all das, was es mir wert war, überall hin mitzunehmen.

    mein grösster schatz ist das buch, das man oben links leider nicht ganz sieht: die gesamte hanni-und-nanni-ausgabe in einem band. ich kriegte sie, als wir im baselbiet wohnten, bei einem ausflug nach basel. ich sehs noch genau vor mir, wie es im regal stand. und ich weiss noch, dass es mein stiefvater wohl irgendwie übertrieben fand - und es mir dann doch schenkte.

    es wäre schön, wenn meine tochter all das auch mal lesen würde. wenn sie nicht will, kein problem :-)) vielleicht werde ich ihr das eine oder andere auch mal vorlesen.

    Samstag, 6. Februar 2010

    «up in the air»

    george clooney operiert nicht mehr im emergency room. das lächeln blieb seither das gleiche. in «up in the air» hat er es ebenfalls mit emergencies zu tun, und zwar mit solchen von firmen: er ist der mann, der den angestellten ein letztes goodbye ausspricht. sein hobby ist dabei zu seinem beruf geworden, er sammelt flugmeilen und bonuskarten und ab und zu ein abenteuer mit einer frau. und dann kommt, wie immer in hollywood, alles anders. ich kann mir den inhalt sparen: das philosphieren darüber, wie schlimm es ist, für die arbeit zu leben und nicht zu arbeiten, um zu leben, ist müssig.

    der film könnte so schön sein, so tolle unterhaltung – und ist es auch im prinzip. er hat nur einen schönheitsfehler: george clooney. ich hatte sein dauergrinsen schon nach zwei minuten über. danach ging der film noch ein paar minütchen. es gab da diese eine szene, in der sich clooney im bett räkelt, ein braungebrannter körper (woher eigentlich, der mann ist nur in der luft) inmitten von cremefarbener bettwäsche, und da war es wieder: dieses dämliche ichbinschönlächeln.

    clooney hat mir in der oceans-reihe extrem gut gefallen. er gefiel mir auch in syriana. in «up in the air» wünschte ich mir zeitweise einen run durch den emergency exit. und wenn er jetzt einen oscar bekommt für die rolle, dann kann ich nur eins tun: dämlich lächeln.

    rage.

    reloaded.

    tomatenfaen

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