Dienstag, 2. August 2005

tanten-nahkampfzone.

ich habe vier von der sorte. sie sind wie schwestern für mich, und ihre männer wie brüder. mit meinem götti habe ich tisch und bett geteilt, bis ich drei jahre alt war.

er heiratete die falsche frau. mittlerweile sind sie nach langem hin und her im trennungsjahr. er ging, weil er es mit ihr nicht mehr aushielt. seither findet sie, sie muss sich ändern. sie hat es bis heute nicht geschafft.

ich finde auch nicht, dass sie das muss. sie passten nicht zusammen, that's it. oder irgendwann nicht mehr. das kommt vor, und ist weiter kein drama, finde ich. man kann das alles würdevoll hinter sich bringen. das ist meine feste überzeugung.

sie konnte nicht. driftete ab in die esoterik und glaubte den gurus, die ihr vormachten, die neue ihres nochmannes sei in einem früheren leben ihre zwillingsschwester gewesen, weil er sich sonst nicht in sie verliebt hätte. (anmerkung der schreiberin: es hätten dann zweieiige sein müssen.)

aber das schlimmste ist: wir sind an allem schuld. oder meine grosseltern, weil sie ihren kindern nicht gaben, was sie brauchten. aber nie ihre eltern. (die starben vor jahren.)

schlimm, schlimm. und meine oma, die noch immer damit klar kommen muss, das ihr mann, mit dem sie über 50 jahre zusammen war, nicht mehr da ist, macht sich ein schlechtes gewissen.

das kanns nicht sein. gute worte nutzen schon lange nichts mehr. ignorieren geht nicht - die frau übertönt alles.

küchen-nahkampfzone.

nur die hälfte dessen erledigt, was ich gern an einem freitag (= heute) erledigt hätte. dafür ein riesenprojekt: den kühlschrank gefegt.

*mirganzstolzaufdieschulterklopf*

warning: do not buy the "new" franzen.

wer immer dachte, es gäbe einen neuen roman von jonathan franzen, den muss ich hier und jetzt leider enttäuschen. das buch (schweres beben) stammt aus dem jahr 1992, und genau das merkt man ihm auch an. eine ganz unreife sache, finde ich. aber besser als die 27. strasse oder wie das hiess.

auf jeden fall: nicht kaufen. und wenn, dann höchstens als paperback. man spart sich so viel mühe, energie und ärger. von der geschichte kann ich leider noch nicht viel erzählen, ausser dass es um ein erdbeben geht, bei dem die grossmutter des protagonisten stirbt und seiner mutter 22 millionen dollar hinterlässt.

wellness-nahkampfzone.

ich war ja in österreich. am wellnessen. das tut gut, wenn man in meinem zustand ist und sich langsam, aber sicher, elementare tätigkeiten in luft auflösen. bücken zum beispiel. so wie früher - aua. schlecht. beine übereinander verschränken. das wird ganz natürlich gestoppt, bevor der vorgang vollendet ist. aus dem liegen aufstehen. geht seitlich, auf dem rücken tun einem die hämorrhoiden weh. aua!

aber eben, darum ging es da gar nicht. da, wo ich und er und das baby im bauch waren, war auch schon kaiser willhelm der keineahnungwievielte. und schiller. und sonst noch ein paar berühmte.

ich wusste gar nicht, wieviel schmerzen einem eine lymphdrainage morgens ersparen kann. wenn das wasser ganz allein weiss, wohin es gehen muss - nämlich aus der niere, aus dem sinn. nicht in die beine und füsse und dann nicht mehr verschwinden. auch dem baby hat es glaubs gefallen, es war so lebendig wie noch nie. :-)

dabei, so sagte mir ein guter freund, sei ich noch viel zu jung dafür. mir egal, es tat gut, das zählt. ach ja: die ferien fingen übrigens damit an, dass wir in dem ort ankamen und er den plan vergessen hatte. es dauerte einige minuten, bis uns der name des hotels einfiel.

sowas ist mir noch nie passiert.

Donnerstag, 28. Juli 2005

farewell-nahkampfzone. (bitterböse.)

ich mochte sie nicht. die anderen auch nicht. sie muss das gespürt haben, denn es kam der tag, an dem sie sagte: «ich habe gekündigt.»

danach: totenstille. man hätte ganze steinlawinen von den anwesenden herzen plumpsen hören können, hätte man hingehört. aber jeder einzelne senkte den blick, sagte kein wort, jubelte in sich hinein. keine halbe stunde später waren wir uns einig: das muss gefeiert werden.

stargast des abends: sie. alkohol trank sie wie immer keinen. wir dafür umso mehr. und sie hatte keinen blassen schimmer, was der anlass für die spontane büro-party war. ich schwörs. aber es war glaubs die beste party, die jenes haus jemals gesehen hat.

flugzeug-nahkampfzone.

soeben traf ich eine ehemalige nachbarin. ich war auf dem rückweg ins büro, hatte meinen znacht geholt, sie kam mir entgegen, sah wohl meinen bauch und wünschte mir einen guten appetit.

das letzte mal, als ich sie gesehen habe, war sie flight attendant bei einer schweizer fluggesellschaft. damals gab es noch mehrere, und ich war mit meiner gotte und ihrem mann auf dem weg nach barcelona, und zufälligerweise arbeitete eben jene nachbarin auf eben diesem flug. (lustig eigentlich, sich von einer ehemaligen nachbarin bedienen zu lassen.)

auf jeden fall war time to take-off, ich ziemlich nervös, und da plötzlich tönte es durch das ganze flugzeug: «frau rage! bitte klappen sie ihren tisch hoch!»

ja. den rest des fluges sagte ich nix mehr.

diskussions-nahkampfzone.

er will, dass die bauchbilder verschwinden. deshalb soll ich hier beiträge schreiben, dass es tätscht und chlöpft. und deshalb lass ich meine riesige fangemeinde (harr, harr, harr) an folgendem dialog zwischen ihm und mir teilhaben:

er: hab im fall ein supergeschenk für dich! wirst dich tierisch freuen, glaub ich.
ich: sags mir nicht. aber ich glaube, ich weiss, was es ist.
er: sags mir! ich werde nicht antworten.
ich: ian mcewan: saturday. weil du dir eben doch noch einen follett kauftest. oder?!
er: hab mir keinen follett gekauft. tja! dafür aprikosen und pfirsiche für morgen. und milch für heute abend.
ich: aber den mcewan für mich?
er: blöde kuh. hab ihn extra einpacken lassen.

Mittwoch, 27. Juli 2005

het ontbijt.

sie wollte es wissen.

1. was frühstückst du an einem normalen tag?
eine heisse milch. mindestens zwei gipfeli. was fruchtiges. später ein minörli mit einem bürli. dazu ein glas wasser mit magnesium (orange-geschmack!), eine eisen-tablette und eine vitamin-tablette. so lässt es sich vorzüglich in den arbeitstag starten.

2. was frühstückst du an deinem freien tag?
wenn ich am morgen frei habe, sollte es in meinem fall heissen. oft ein ei, manchmal noch rösti dazu, im moment viel brot mit viel butter und viel honig, und milch.

3. wann frühstückst du?
wenn ich arbeiten muss, von 8 bis 10 uhr, wenn ich frei habe, so um 11 uhr.

4. bist du mit bestimmten familiären glaubenssätzen oder traditionen zum frühstück aufgewachsen?
nicht dass ich mich erinnern kann. es gab oft zopf. käse und fleisch durfte man nur mit brot essen. und wenn wir in belgien waren, gab es immer noch tatar dazu – ich liebe tatar!!!!

5. welche erinnerungen verbindest du mit pausenbroten oder lunchboxen?
rüebli. äpfel, mit zitronensaft übergossen. gurken. farmer-stengel. sonst nix. später gabs ein feines bürli in der pause. :-)

6. was wäre für dich ein luxuriöses frühstück?
eier, früchte, brot, butter – und vor allem viel zeit, sich mit den sonntagszeitungen anzuschweigen. Und egg benedict dazu.

7. wie, wo und wann würdest du am liebsten frühstücken?
das passt so. alles.

8. kannst du dich an ein ganz besonderes frühstück in deinem leben erinnern? was war daran bemerkenswert?
bemerkenswert waren wohl brunches im kreise der familie oder von guten freunden. oder wenn einfach alles stimmte – der ganze raumzeitkontext. bemerkenswert war aber auch das frühstück bei der homestay-family auf hawaii: toast mit orangem cheddar-cheese. wer sich jemals in meiner küche zum brunch findet: bring cheddar-cheese, wenn ich dich hassen soll.

9. was darf auf einem frühstückstisch auf keinen fall fehlen?
wenn ich zeit habe: die zeitung.

10. was möchtest du uns noch zum thema frühstück sagen?
ich hasse ovomaltine und liebe brötli mit viel butter und suchard express drauf. lustig, wenn man dann noch niesen muss. und ich freu mich auf die postnatalität, weil ich dann wieder orangensaft trinken kann, ohne dass mir stante pede übel wird davon.

das stöckli nehme, wer wolle. :-)

mitmach-nahkampfzone.

p1010061

foto-test
wie grauenhaft ist das foto aus meiner küche?

ganz, ganz schlimm. siehst aus wie eine deutsche auf mallorca.
so, wie man halt aussieht, wenn man den salat-saucen-schüttler nicht richtig schüttel
wo ist der kopf?
ich finde, du siehst gar nicht schwanger aus.
alles ignoranten.

  Resultate

rage, 17:38h.

baby-nahkampfzone.

in meinem bauch, da poltert was. ganz feste! ich glaub, da übt wer mami-hauen. :-)

aber hauptsache, er lebt.

küchen-nahkampfzone.

hier, wie versprochen, das bild noch von meiner samstäglichen koch-orgie.


p1010061

papi-nahkampfzone.

hab ich hier, an dieser stelle, schon mal erwähnt, dass der kindspapi eine watte-allergie hat? heisst das, dass es nur stoffwindeln gibt? oder, dass er nächtens ganz sicher durchschlafen kann im gegensatz zu mir?

:-)) ist wirklich wahr. ich habe das total verdrängt. aber er ist trotzdem ein lieber. :-)))

Dienstag, 26. Juli 2005

schoggi-nahkampfzone.

frau rage! sie! hören! jetzt! sofort! auf! mit! schoggi! essen!

früher taten es aprikosen/kirschen/bananen/äpfel auch. das sollte also nicht so schwer sein, meine liebe, oder? soll der kleine etwa als osterhase auf die welt kommen? oder schoggi-samichlaus?

und noch was, liebe attentäter.

behält euren sprengstoff für euch. rastet in eurem kino im kopf aus, aber lasst mich und den rest der welt in ruhe damit. ich hab noch nicht mal den tod des papstes/fürst rainier/terri schiavo verkraftet.

und jetzt das. es geht mir hier nicht um die bedauernswerten opfer, das können andere besser. ich habe genug davon, dass die agenturen jeden hühnerschiss eines mini-polizisten mit dienstgrad unter null eine meldung über den ticker schmeissen.

und wir am anderen ende müssen leiden. ich zumindest. weil ich schon beim wort terror ausschläge kriege. und ob die attentäter tot sind oder nicht, spielt auch keine rolle.

seine worte.

«das ist wohl das nüchternste jahr deines lebens.»

kann mir jemand davon erzählen, wie sich alkohol trinken anfühlt?

der kampf im innern.

leider, leider, ist es mir gelungen.

wollte ich jemals so vernünftig sein? färbt das auf das baby ab?

zum herrn franzen bleibt zu sagen: er ist genial. er ist der hammer. aber manchmal sind der bilder ein wenig zuviel. aber ich wünschte, ich hätte die zeit, um tagelang über satzstellungen zu brüten.

Montag, 25. Juli 2005

shopping-nahkampfzone.

gestern ganz tapfer daran vorbeispaziert. weil erst muss das erledigt werden.

ob es mir heute auch gelingt?

rage.

reloaded.

tomatenfaen

how much?

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